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Stolpersteine: das Gedenk- und Kunstprojekt für Europa – und ein Vorbild für die Welt

Mit über 73.000 Stolpersteinen in 1.600 Städten in 26 Ländern hat Gunter Demnig mit seinem Team ein einmaliges und weltweit vorbildliches Denkmal für Opfer des NS-Terrors erschaffen – eine Mahnung gegen das Vergessen und das Aufkeimen von Hass und Ausgrenzung.

Stolpersteine sind 10 x 10 x 10 cm große, in Beton gegossene Steine mit einer an der Oberseite verankerten Messingplatte, auf der in eingehämmerten Buchstaben zu lesen ist: „HIER WOHNTE…“, dann Name, Geburtsjahr, Datum und Ort der Deportation oder der Ermordung eines Menschen.

Stolpersteine sind Zeichen des Erinnerns. Wer jemals unerwartet auf die kleinen Messingplatten vor einer Hausfassade z.B. in Köln, Hamburg oder Berlin gestoßen ist, kann sich ihrer Wirkung nicht entziehen: Ein Blinken und Blitzen im Bürgersteig – man bleibt stehen, bückt sich, liest einen oder mehrere Namen, die Geburts- und Todesdaten einer Frau, eines Mannes oder Kindes. Man hält inne, für einige Augenblicke spürt man ein Entsetzen, bis der Verstand es erfasst: Während der Nazizeit sind aus diesem Haus Bewohner verschleppt worden. Es sind keine anonymen Zahlen, es wird an das individuelle Schicksal erinnert. Nur wenige kamen zurück, die meisten wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Die Kraft der Stolpersteine liegt in der Begegnung mit ihnen. Diese Begegnung schärft das „Bewusstsein von der Zerbrechlichkeit der Zivilisation“ (Jutta Limbach, ehem. Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts) und stärkt die Mitverantwortung für das „Nie wieder“.

Seit 1992 arbeitet der Kölner Künstler Gunter Demnig an dem Projekt Stolpersteine. Unterstützt wird seine Arbeit einerseits von der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland, andererseits aber  auch vom  Staat Israel und einer Vielzahl von Opferorganisationen weltweit. Mittlerweile sind Stolpersteine Vorbild für das Leid anderer Opfer geworden – wie z.B. den Sklaven in den USA – durch die „Stopping Stones“.

In München gibt es derzeit (Stand Februar 2019) 90 Stolpersteine an 29 Standorten – alle im “öffentlichen Raum”!

Für 120 Euro kann, symbolisch oder auch ganz gezielt, jede/r die Patenschaft eines Stolpersteins für ein bestimmtes Opfer des Naziregimes übernehmen. Mit diesem Geld werden die Planung, Fertigung und das Verlegen finanziert – den Kommunen oder Hauseigentümern entstehen keinerlei Kosten. Der Beitrag gilt als Spende und kann steuerlich abgesetzt werden.

 

Initiative Stolpersteine
für München e.V.

Terry Swartzberg
Ruhestraße 3
81541 München

Tel. (+49-170) 473 35 72 | bzw. (089) 411 54 771

initiative@stolpersteine-muenchen.de

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