Am 2. Oktober um 16.30 beginnt in der Antonienstraße 7 vor dem ehemaligen Jüdischen Kinderheim die Führung zu jüdischem Leben und Schicksalen in Altschwabing. Es wird gezeigt wer spurlos gewaltsam aus der Stadt  entfernt wurde. Eine Spurensuche, die viele erschreckende Ergebnisse hervorbringt! Dauer des Rundgangs ungefähr 90 Minuten und führt zur Seidlvilla am  Nikolaiplatz, er ist umsonst und draussen und ich freue mich auf viele neugierige Teilnehmer! Es werden virtuelle Stolpersteine gesetzt!

 

Am 3.Juli beginnt um 17.00 Uhr in der Antonienstr.7 vor dem ehemaligen Jüdischen Kinderheim die Führung zu jüdischem Leben und Schicksalen in Altschwabing. Es wird gezeigt wer spurlos gewaltsam aus der Stadt  entfernt wurde. Eine Spurensuche, die viele erschreckende Ergebnisse hervorbringt! Dauer des Rundgangs ungefähr 90 Minuten und führt zur Seidlvilla am  Nikolaiplatz, er ist umsonst und draussen und ich freue mich auf viele neugierige Teilnehmer! Es werden virtuelle Stolpersteine gesetzt!

Zahlreiche prominente Münchner Bürgerinnen und Bürger haben einen Appell in Form eines offenen Briefs unterzeichnet:

"Erlauben Sie die Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund in unsere Stadt!

Lassen Sie nicht weiter zu, dass Angehörigen der dringende Wunsch verwehrt wird, ihren von den Nazis ermordeten Familienmitgliedern in München zu gedenken! 

Gestehen Sie uns Bürgern zu, uns zu erinnern, unserer ermordeten Mitbürgen zu gedenken. In der Straßen unserer Stadt, vor den Häusern, in denen wir leben, als Zeichen des Respektes und der Mahnung.

Beenden Sie die Isolation, in die München durch Ihren ablehnenden Beschluss vom 2004 geraten ist. Zeigen Sie der Welt, dass die ehemalige 'Hauptstadt der Bewegung' ihre Lektion gelernt hat und heute eine tolerante und offene Stadt ist, die auch dezentrale Formen des Gedenkens zulässt“. 

Adressaten des offenen Briefs sind Oberbürgermeister Dieter Reiter, Bürgermeister Josef Schmid, Bürgermeisterin Christine Strobl, Charlotte Knobloch sowie die Mitglieder des Stadtrats.

Der vollständige Text ist hier als PDF herunterzuladen.

 

Unterzeichner:

Friederich Ani, Schriftsteller

Josef Bierbichler, Schauspieler, Schriftsteller

Prof. Dr. Michael von Cranach, Psychiater, Autor, NS-Euthanasie Experte

Thomas Darchinger, Schauspieler, Synchronsprecher

Doris Dörrie, Regisseurin, Schriftstellerin, Filmproduzentin

Prof. Dr. Ludwig Eiber, Historiker, Projektleiter KZ-Gedenkstätte Dachau

Amelie Fried, Schriftstellerin, Moderatorin

Ingvild Goetz, Kunstsammlerin, Kuratorin

Ernst Grube, KZ-Überlebender, politischer Aktivist, Zeitzeuge

Klaus Hahnzog, Jurist, Politiker, Kreisverwaltungsreferent und

Bürgermeister der Stadt München, Landtagsabgeordneter

Gisela Heidenreich, Therapeutin, Mediatorin, Autorin

Gert Heidenreich, Schriftsteller, Journalist, Sprecher (Funk und TV)

Brigitte Hobmeier, Schauspielerin

Stefan Hunstein, Schauspieler, Foto- und Installationskünstler

Dr. Willibald Karl, Historiker

Albert Knoll, Archivar, KZ-Gedenkstätte Dachau

Martin Kusej, Theaterregisseur, Opernregisseur,

Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels, München

Prof. Dr. Siegfried Mauser, Pianist, Musikwissenschaftler, Präsident der

Hochschule für Musik, München; Rektor des Mozarteum, Salzburg

Dr. Jan Mühlstein, Physiker, Wirtschaftsjournalist,

Vorsitzender der liberalen jüdische Gemeinde Beth Shalom, München

Herta Müller, Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin

George Podt, Intendant der Schauburg, Theater am Elisabethplatz,

München

Peter Probst, Schriftsteller, Drehbuchautor

Christoph Süß, Kabarettist, Fernsehmoderator

Michael Verhoeven, Filmregisseur

Timur Vermes, Schriftsteller, Journalist

Franziska Walser, Schauspielerin

Beatrice von Weizsäcker, Juristin, Journalistin, Autorin

22. Juli 2014

19 Uhr 

Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz

Moderation: Amelie Fried

47.000 Stolpersteine sind bereits verlegt – in mehr als 1.100 Städten in 18 Ländern Europas.

Jeder einzelne Stolperstein erinnert an ein Opfer des Naziterrors.

Jeder einzelne Stolperstein wurde von einem Menschen gespendet: von Angehörigen, heutigen Hausbewohnern, einstigen Freunden und Mitbewohnern oder anderen Bürgern, die an Leben und Tod der Ermordeten erinnern wollen.

Auch in München sind mittlerweile knapp 250 Stolpersteine für jüdische, christliche, politisch anders denkende, homosexuelle oder behinderte Menschen gespendet und angefertigt worden - obwohl die Stadt ihre Verlegung auf öffentlichem Grund verbietet.

Diese unverlegten Stolpersteine werden erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – von Spendern und Angehörigen der Opfer.

Wer sind die Spender der Stolpersteine?

Wer sind die Opfer, an die sie erinnern möchten?

Was spricht für, was gegen Stolpersteine als Form des Gedenkens?

Informieren Sie sich – und diskutieren Sie mit!  

Programm

Paten begründen, warum sie einen Stein gespendet haben

Doris Doerrie, Gisela Heidenreich u.a.m. verlesen Statements von KZ-Überlebenden

Rabbiner Tom Kucera, Stadtrat Dr. Florian Roth und Prof. Dr. Michael von Cranach diskutieren mit Amelie Fried was für und gegen Stolpersteine als Form des Gedenkens spricht  

Aufgrund des begrenzten Platzangebots bitten wir um Anmeldung unter initiative@stolpersteine-muenchen.de oder 0170.4733572

 

Sie waren Händler und Ärzte, Friseure und Universitätsprofessoren. Doch vor allem waren sie eines: alteingesessene Münchner Bürger. Darunter waren unzählige Kinder, die in den Tod geschickt wurden. Wer nach der Machtergreifung der Nazis als Jude deklariert wurde, wurde gedemütigt, verfolgt, deportiert. Diejenigen, denen der Weg ins Exil gelang, standen häufig vor dem Nichts, oder wurden in den von Deutschen besetzten Ländern Europas dann doch noch Opfer der Verfolgung. Janne Weinzierl führt zu Orten der Erinnerung  und wir hören von bewegenden Schicksalen, die ohne ihr Engagement vergessen wären. Eine dieser Geschichten ist die der jungen jüdischen Ärztin Dr. Magdalena Schwarz, die sich den Nationalsozialisten widersetzte, im Gefängnis saß und von Kollegen gerettet wurde. Der Gang durch Schwabinger Straßen endet in der Seidlvilla am Nikolaiplatz

Führung zu jüdischen Schicksalen in Altschwabing am 5.Juni 2014 um 17.00Uhr: Treffpunkt an der Stele zur Erinnerung an das jüdische Kinderheim in der Antonienstr. 7 Dauer etwa 90 Minuten

Donnerstag, 22. Mai um 13.30
Von-der-Tann-Straße 7

mit Gunter Demnig, Bildhauer und Schöpfer der Stolpersteine

und

Prof. Dr. Michael von Cranach

Ehem. Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren,
Leiter der Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus“

 

Rund 250.000 Todesopfer sind die bittere und grausame Bilanz der von Hitler angeordneten „Euthanasie“. Historiker bewerten diese groß angelegte Mordkampagne als „Probelauf für den Holocaust“, da viele der Tötungsmethoden der Shoah an diesen Opfern ausprobiert und perfektioniert wurden.

Eines der Opfer war Max Sax. Ärzte der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar, der Vorgängerklinik des heutigen Krankenhauses Haar, ließen ihn am 30. Juli 1943, in seinem 71. Lebensjahr, vorsätzlich verhungern.

Führender Kopf in der Aufklärung und Aufarbeitung dieser massenhaft und systematisch betriebenen Morde ist Prof. Dr. Michael von Cranach, Leiter der Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus.

Der Gedenkstein für Max Sax ist der 27. Stolperstein, der in München verlegt wird und zugleich der erste, der an ein Opfer der Krankenmorde erinnert. Sämtliche Steine liegen auf Privatgrund, da ihre Verlegung auf öffentlichem Grund per Stadtratsbeschluss 2004 verboten wurde.

Damit bildet München eine große Ausnahme. Denn mittlerweile gibt es in 18 Ländern Europas rund 46.000 Stolpersteine. Sie liegen in mehr als 1.100 Städten, darunter 55 in Bayern. Damit bilden die Stolpersteine das größte Kunst- und Gedenkprojekt der Welt. Ihre große Verbreitung verdanken die Stolpersteine der überwältigenden Unterstützung aus allen Opfergruppen.

Im September 2014 wird der Münchner Stadtrat eine Anhörung über die Stolpersteine veranstalten und erneut über deren Verlegung auf öffentlichem Grund abstimmen.

Weitere Informationen sind dem untenstehenden Flyer zu entnehmen:


Dokumente:
10998_stolpersteine_flyer_mai14_web.pdf

Gunther Demnig verlegt am 21. Dezember 2013 in München Stolpersteine für zwei Mitglieder von Jehovas Zeugen, die wegen ihrer Überzeugung von den Nazis verfolgt und nach langem Leidensweg ermordet wurden.

Der erste Stolperstein – für Viktoria Klimm – wird um 10 Uhr in der Entenbachstraße 45 in der Au verlegt. Um 11 Uhr folgt die Verlegung eines weiteren Steines – für Rosa Günther – in der Isartalstr. 34 in der Isarvorstadt.

Beide Verlegungen erfolgen auf Privatgrund, denn anders als in mittlerweile 1.100 deutschen und europäischen Städten ist die Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund in der bayerischen Landeshauptstadt durch einen Stadtrats-Beschluss untersagt.

Weitere Informationen sind dem untenstehenden Flyer zu entnehmen:


Dokumente:
9846_verlegung_dez13.pdf

Jüdisches Leben in Altschwabing – ein Spaziergang der Initiative für Stolpersteine

Sie waren Händler und Ärzte, Friseure und Universitätsprofessoren. Doch vor allem waren sie eines: alteingesessene Münchner Bürger. Mit einem Schlag zählte all das jedoch nichts mehr. Wer nach der Machtergreifung der Nazis als Jude deklariert wurde, wurde gedemütigt, verfolgt, deportiert. An all jene, die unter dem Hakenkreuz ermordet wurden, will die Initiative für Stolpersteine in München erinnern. Dafür hat sie nicht nur ein europaweites Kunstprojekt ins Leben gerufen, sondern veranstaltet auch regelmäßig Rundgänge durch Altschwabing. Wir ließen uns von Vorstandsmitglied Janne Weinzierl zu Orten der Erinnerung führen und hörten von bewegenden Schicksalen, die ohne ihr Engagement vergessen wären. Eine dieser Geschichten ist die der jungen jüdischen Ärztin Dr. Magdalena Schwarz, die im einstigen Klinikum in der Werneckstraße praktizierte, bevor sie von der Gestapo verfolgt wurde.  

Der komplette Beitrag kann hier angehört werden: http://lora924.de/?p=23800

Am 5. August 1943 wurde Walter Klingenbeck im Alter von 19 Jahren im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet, weil er ausländische Radiosender gehört und zum Widerstand gegen das NS-Regime aufgerufen hatte.

Walter Klingenbeck war Mitglied in der katholischen Jungschar St. Ludwig, bis diese 1936 – wie alle anderen kirchlichen Jugendverbände – aufgelöst und in die Hitler-Jugend überführt wurde. Nach Abschluss der Schule begann Walter bei der Firma Rohde & Schwarz eine Lehre zum Schaltmechaniker, wo er die Gleichaltrigen Daniel von Recklinghausen, Hans Haberl und Erwin Eidel kennen lernte. Ab Frühjahr 1941 trafen sich die Jugendlichen regelmäßig in Klingenbecks Wohnung zum „Schwarzhören“ ausländischer Radiosender. Einem Aufruf der BBC an ihre deutschen Hörer folgend, pinselten sie im August 1941 mit schwarzer Ölfarbe das V für Victory als Zeichen der alliierten Siegeszuversicht an rund 40 Hauswände und Straßenschilder in Bogenhausen sowie vor die SS-Kaserne in Freimann. Die technikbegabten Jungen riefen zudem mit einem selbst gebastelten Kurzwellensender zum Widerstand auf. Am 26. Januar 1942 wurde Walter Klingenbeck von der Gestapo festgenommen, nachdem er von der Geschäftsfrau Clara Dietmeyer denunziert worden war. Einen Tag später wurden auch seine Freunde inhaftiert und mit Zuchthaus bestraft. Walter Klingenbeck, der die gesamte Verantwortung auf sich nahm, wurde vom „Volksgerichtshofes“ in Berlin zum Tode verurteilt und nach mehr als 18 Monaten Haft mit dem Fallbeil enthauptet.

Gedenkfeier zum 70. Todestag von Walter Klingenbeck

Montag,  5. August 2013, 18:00 Uhr, Amalienstraße 44, Maxvorstadt

Veranstalter: Klaus Bäumler, Stellvertretender Vorsitzender

Politischer Beirat NS-Dokumentationszentrum München

Die Initiative „Stolpersteine für München e.V.“ unterstützt diese Veranstaltung. Um die Erinnerung an Walter Klingenbeck dauerhaft wach zu halten, setzt sie sich außerdem dafür ein, einen Stolperstein direkt vor dem einstigen Wohnhaus des Jungen in der Amalienstraße 44 in den Gehweg einzulassen. Diesen Stolperstein gibt es bereits; er wurde von einer Münchner Bürgerin gespendet und hat folgende Inschrift:

HIER WOHNTE
WALTER
KLINGENBECK
JG. 1924
IM WIDERSTAND
VERHAFTET 1942
HINGERICHTET 5.8.1943
ZUCHTHAUS STADELHEIM  

Warum liegt der Gedenkstein für Walter Klingenbeck nicht längst an seinem Bestimmungsort?  „Der Münchner Stadtrat hat jede Verlegung von Stolpersteinen im öffentlichen Raum verboten“, beklagt Terry Swartzberg, 1. Vorsitzender der Initiative und fordert: „Auch in München muss es endlich Stolpersteine geben“. Der Stein hat einstweilen Asyl gefunden  im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten (Sophienstraße 7a, geöffnet Di - Sa 13-19 Uhr und So 11-17 Uhr).

 

Haben Sie eine Meinung zur Verlegung von Stolpersteinen in München? Bitte nehmen Sie an unserer Umfrage teil!

Laute Stimmen für Stolpersteine -Gedenken in der ganzen Stadt

ich bin der SZ dankbar, dass sie dieses traurige Kapitel der Stadtspitze wieder aufgreift.

Ich selber bin auf die Initiative Stolpersteine für München aufmerksam geworden, als ich rein zufällig einer Verlegung mit Gunter Demnig beiwohnte. Wer erlebt hat, wie hier Hausbewohner, Nachbarn, eine Schulklasse sich mit der Vergangenheit ihrer Straße, Bewohner ihres Hauses auseinandergesetzt haben, der war tief beeindruckt. Dieses dezentrale Projekt, das von historisch Interessierten und Angehörigen ausgeht, die sich auch heute noch der Opfer erinnern wollen, würde gerade in München als Hauptstadt der Bewegung ein Zeichen setzen. Das Gegenargument mit Nazis, die ihre Springerstiefel an den Steinen abwischen könnten, ist für mich vorgeschoben, vergleichbares hört man aus keiner der Städte, die Stolpersteine verlegt haben. Ansonsten hätte auch die Gedenktafel für Kurt Eisner nicht verlegt werden dürfen. Wenn jemand Einspruch erheben kann, dann sind es Angehörige der Ermordeten, aber genau diese sind es, die meist die Steine finanzieren. Klaus Hahnzog ein Dankeschön für seine Unterstützung, der Verein Stolpersteine für München wird solange tätig bleiben, bis auch OB und Stadtspitze in München ihre Meinung geändert haben, spätestens nach der nächsten Wahl sehen wir eine Chance. Birgit Grube

Birgit Grube

(Schatzmeisterin der Initiative Stolpersteine für München e.V.)

Ab 19 Uhr in der „Repüblik“, Ursulastraße 6. Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen!

Am 18. April 2013 um 9 Uhr wird Gunter Demnig Stolpersteine für Sofie & Emanuel Gutmann auf privatem Grund vor dem ehemaligen Kaufhaus Gutmann in der Lindwurmstraße 205 verlegen.

Gleich danach – am 18. April 2013 um 10 Uhr – wird der Künstler drei weitere Stolpersteine in der Widenmayerstraße 16 im Lehel, ebenfalls auf privatem Grund, verlegen. Die Stolpersteine erinnern an Else & Julius Basch und Klara Strauß, die hier gewohnt haben.


Dokumente:
Flyer zur Verlegung in der Lindwurmstraße
Flyer zur Verlegung in der Widenmayerstraße

 

Im Juli wird Gunter Demnig, der Initiator des Projekts „Stolpersteine“, den 40.000-sten Stolperstein auf öffentlichem Grund verlegen: in der niederländischen Stadt Oss, die damit zur 1017-sten Stolperstein-Stadt wird. Bis Ende des Jahres sollen Stolpersteine in 1100 Städten in 16 Ländern an die Opfer des Nazi-Terrors erinnern.

Damit festigen die Stolpersteine Ihren Status als erfolgreichstes Kunst- und Gedenkprojekt der Welt. Einzig und allein die Stadt München versperrt sich diesem beeindruckenden Projekt!

Stolpersteine auch in München!

Infoabend am 7. Februar 2013
um 19 Uhr in der „Repüblik“, Ursulastraße 6, München-Schwabing  

mit 
Zeitzeugen
und aktuellen Informationen über die Stolpersteine
und die besondere Situation in München  

Musik von Nirit Sommerfeld & Band  

Catering von Terry’s Curry Kitchen  

Eintritt für Mitglieder und Nichtmitglieder frei  

Für weitere Informationen:

Terry Swartzberg
(089) 411 54 771
(0170) 473 35 72
sayhi@swartzberg.com

"Das Judentum hat viele Gebote, sich zu erinnern. Das bekannteste ist das Gebot der Erinnerung an den Schabbat, das uns die Notwendigkeit des Ausruhens lehrt. Das beliebteste ist die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, das uns Einsatz für die sozial Schwachen oder gesellschaftlich Benachteiligten lehrt. Das ungewöhnlichste ist die Erinnerung an Amalek, das uns für feindliche Einstellungen uns gegenüber sensibilisiert.

Die modernste Erinnerung sind die Stolpersteine, die die Anonymität der ermordeten sechs Millionen Juden und Jüdinnen bricht und uns eine konkrete Schoa-Geschichte vor die Augen führt, oft spontan oder nicht erwartet. Damit nimmt das symbolische 614. Gesetz eine konkrete Gestalt an: Tue nichts, was eine posthume Siegesfreude denjenigen bereiten könnte, die das jüdische Volk zerstören wollten.

Stolpersteine sind eine einfallsreiche Möglichkeit, dies auszufüllen."

Rabbiner Dr. Kučera,
Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom München

Sonntag, 27.01.2013, 19:00  

Vor 70 Jahren, im Februar 1943, rief Joseph Goebbels den „Totalen Krieg“ aus. Gedenkveranstaltung mit Vortragsprogramm im Fürstensaal der Bayerischen Staatsbibliothek.

Begrüßung und „Ein Fünfjähriger erlebt 1943“
Dr. Oskar Holl, Vorsitzender des Bezirksausschusses Maxvorstadt

Europäische Erinnerungsarbeit in München
Klaus Bäumler  

Joseph Goebbels, der „Totale Krieg“ und die Ermordung der Juden Europas
Prof. Dr. Peter Longerich, München und London, Mitautor des Ausstellungskonzepts für das NS-Dokumentationszentrum München  

Peter Longerich, geb. 1955, promovierte 1983 mit einer Arbeit zur NS-Propaganda in München und arbeitete bis 1989 am Institut für Zeitgeschichte. Er lehrt als Professor am Royal Holloway and Bedford New College der Universität London. Zur Zeit ist er Gastprofessor an der Universität der Bundeswehr München. Von seinen zahlreichen Veröffentlichungen sind in diesem Zusammenhang besonders erwähnenswert die Biographien über Heinrich Himmler (2008) und Joseph Goebbels (2010), die erstmals eine tiefenpsychologische Deutung dieser Führungsfiguren des Nationalsozialismus versuchen.  

Musikalisches Memento
Almuth Siegel, Violine, Stipendiatin der Akademie des BR-Symphonieorchesters  
Zum Eingang: J. S. Bach, Sonate für Violine solo Nr. 2, a-moll, BWV 1003, 1.Satz Grave  
Zum Ausklang: Karl Amadeus Hartmann, Sonate für Violine solo Nr. 2 (1927), 1. und 2.Satz    

In den Fürstensaal der Bayerischen Staatsbibliothek, Ludwigstraße 16, 80539 München laden ein:

Evang. Hochschul­gemeinde TUM

Evang. Kirchengemeinde St. Markus

Evang. Stadtakademie München

Evang. Studentengemeinde LMU

Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Initiative „Stolpersteine für München“ e.V.

Kath. Hochschulgemeinde Hochschule München

Kath. Hochschul­gemeinde LMU

Kath. Hochschulgemeinde TUM

Kath. Pfarrgemeinde St. Benno

Kath. Pfarrgemeinde St. Bonifaz

Kath. Pfarrgemeinde St. Joseph

Kath. Pfarrgemeinde St. Ludwig

Münchner Volkshochschule, Fachbereich Politik u. Gesellschaft

Weiße Rose Stiftung e.V.  

und der   Bezirksausschuss Maxvorstadt, Dr. Oskar Holl, Tal 13, 80331 München, Tel. 2280 2666  

Mit Unterstützung des NS-Dokumentationszentrums München

Am 12. November wird in Feldafing der erste Stolperstein verlegt: Er erinnert an die 1879 in New York geborene und ab 1913 am Starnberger See lebende Schriftstellerin Emma Bonn, die 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 24.06.1942 ermordet wurde. Die Stadt Feldafing am Westufer des Starnberger Sees ist damit der 47. Standort von Stolpersteinen in Bayern.

Größte „Stolperstein-Stadt“ im Freistaat ist Würzburg mit ca. 350 der kleinen quadratischen Denkmäler, die an die Opfer der Shoah erinnern, gefolgt von Regensburg mit 116 Stolpersteinen. Im Großraum München findet man Stolpersteine unter anderem in Dachau, Freising und Gröbenzell. Nur in München selbst wurden bislang lediglich 19 Steine auf privatem Grund verlegt, jedoch wurden mehr als 200 Steine gespendet, die erst nach Aufhebung des Verlegungsverbots im Stadtbild zu finden sein werden.

Nächster Standort in Bayern wird Rothenburg ob der Tauber sein, wo im April 2013 die ersten Stolpersteine verlegt werden sollen.

Die Stolpersteine sind...  

...ein Projekt, welches die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Christen, Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Gehweg einlässt. Inzwischen liegen über 38.000 Stolpersteine in über 750 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. 'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist', sagt Gunter Demnig.

Stolpersteine: immer noch nicht in München!  

In München...  

- ist die Verlegung auf öffentlichem Grund immer noch verboten  

- trotz Top-Platzierung auf dem Bürgerbeteiligungsforum „MitDenken“  

- trotz Befürwortung durch SPD-Parteitag, Partei der Grünen und Linken  

sowie Beschlüssen in diversen Bezirksausschüssen.

 

Unser Vorstandsmitglied Janne Weinzierl bietet für Interessenten am 10.10.2012 die Führung zu jüdischen Schicksalen in Altschwabing an.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr die Stele zur Erinnerung an das jüdische Kinderheim in der Antonienstraße 7 nördlich der Münchner Freiheit:

Überall in Schwabing lebten bis in die späten dreissiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts Münchner Bürger jüdischen Glaubens und auch solche, die durch die Rassegesetze der Nationalsozialisten zu Juden deklariert wurden, sie alle wurden ausgegrenzt, verfolgt und viele von ihnen deportiert und ermordet. Auf einem Rundgang ausgehend vom ehemaligen jüdischen Kinderheim werde ich einige Schicksale und bedeutende Institutionen aus diesem Stadtviertel erläutern,an die es keine sichtbare Erinnerung gibt. Die Führung dauert ca. 90 Minuten und endet an der Seidlvilla am Nikolaiplatz gegen 18.00Uhr

Seit 2008 werden Bürgerinnen und  Bürger, Organisationen und Vereine, die sich für ein besseres Miteinander und engere Integration zwischen den Menschen in Europa engagiert haben, mit dem Europäischen Bürgerpreis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. Vorgeschlagen werden mögliche Preisträger von den Europa-Abgeordneten in jedem Land.

Unter den fünf diesjährigen Gewinnern ist die Aktion „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig zu finden.

Dazu die Beschreibung des Europäischen Parlaments:

Stolperstein

Ein Projekt, welches die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Zigeuner, politisch Verfolgten, Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 750 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. 'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist', sagt Gunter Demnig.

Stolpersteine: immer noch nicht in München!

In München...

- ist die Verlegung auf öffentlichem Grund immer noch verboten

- trotz Top-Platzierung auf dem Bürgerbeteiligungsforum „MitDenken“

- trotz Befürwortung durch SPD-Parteitag, Partei der Grünen und Linken sowie Beschlüssen in mehreren Bezirksausschüssen.

So überschrieb die Welt Mitte Mai folgenden Bericht:  

“Mittlerweile gibt es solche Stolpersteine in mehr als 750 Städten und Gemeinden in sieben europäischen Ländern, die Menschen finden die oft unerwartete Konfrontation mit Namen und Schicksalen bewegend. Doch in München will die Stadtregierung sie weiterhin nicht haben. Jetzt droht Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) das Thema - ausgerechnet! - im Bürgerbeteiligungsforum um die Ohren zu fliegen.“

“Gemeinsam die Stadt verändern” heißt das Leitmotiv des Forums „MitDenken“ (www.muenchen-mitdenken.de). Von 16. April bis 11. Mai 2012 reichten Münchner Bürger mehrere hundert Ideen ein, so auch das Anliegen, Stolpersteine auch in München zu verlegen. Die Initiative kam auf den zweiten Platz. Diese Top-Platzierung zeigt: Münchens Bürger treten in großer Zahl dafür ein, die Erinnerung an die Opfer des Nazi-Terrors wachzuhalten. Das Verbot der Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund muss endlich aufgehoben werden!

- rund 38.000 Stolpersteine in 752 Städten aus sieben Ländern  
- 4.167 Stolpersteine allein in Hamburg  
- Verlegung von 111 Stolpersteinen an einem einzigen Tag, dem 29. April 2012, im Bezirk Charlottenberg-Wilmersdorf, damit hat dieser Bezirk 1688 der rund 4.000 Stolpersteine in Berlin  

Und in München?

- ist die Verlegung auf öffentlichem Grund immer noch verboten  
- trotz Top-Platzierung auf dem Bürgerbeteiligungsforum „MitDenken“  
- trotz Befürwortung durch SPD-Parteitag, Partei der Grünen und Linken sowie  Beschlüssen in diversen Bezirksausschüssen.

Jetzt brauchen wir eure Unterstützung: Bitte stimmt auf München MitDenken, dem offiziellen Portal zur Bürgerbeteiligung der Stadt München, für die Stolpersteine! Die Zeit drängt, da die Abstimmung nur noch bis Freitag 18 Uhr möglich ist.

Für alle, die sich nicht alleine durch die Website von "München MitDenken" durchklicken wollen, folgt hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Abstimmung:

1. Zunächst folgenden Link besuchen um einen Benutzer anzumelden:
http://muenchen-mitdenken.de/user/register?destination=front_permuc
Es müssen nur Benutzername und Email-Adresse angegeben werden und das Häkchen bei Datenschutz gesetzt werden, die anderen Angaben sind freiwillig. Dann auf "Erstmalig anmelden" klicken.

2. Daraufhin landet im angegebenen Email-Postfach eine Willkommens-Email von "München MitDenken". Am einfachsten ist es nun, auf den zweiten Link in der Email zu klicken, der überschrieben ist mit: "Alternativ können Sie sich auch einloggen, indem Sie auf diesen Link klicken oder ihn in Ihr Browserfenster kopieren:"

3. Im Browserfenster erscheint nun ein kurzer Text mit einem gelben "Einloggen" Knopf, den es zu drücken gilt.

4. Nachdem der Browser eingeloggt ist, ist der folgende Link der kürzeste Weg zum Stolpersteine-Vorschlag:
http://muenchen-mitdenken.de/vorschlag/stolpersteine-auch-muenchen

5. Auf der Vorschlags-Seite wird in der rechten Spalte gefragt: "Wie stehen Sie zu diesem Vorschlag", darunter ist eine Auswahl zwischen Unterstützung, neutral und Ablehnung zu treffen. Erst wenn hier auf "Ich unterstütze den Vorschlag" geklickt ist, wird die Stimme für uns gezählt. Unterhalb erscheint dann: "Ihre Wertung: Sie unterstützen den Vorschlag"

6. Herzlichen Dank! Nun teilt den Link oder die Anleitung mit euren Freunden!

7. Noch eine kleine Info zum Schluss: Bedauerlicherweise sind im MitDenken-System zwei Vorschläge zu Stolpersteinen eingereicht, was die Gefahr der Zersplitterung der Stimmen beeinhaltet. Wenn ihr der Anleitung gefolgt seid, habt ihr alles richtig gemacht und habt den zuerst eingereichten Vorschlag von Janne unterstützt. Habt ihr aber auf der Website direkt nach Stolpersteinen gesucht, dann stellt bitte sicher, dass ihr für den Vorschlag von Janne Weinzierl gestimmt habt! Danke!

Am 20. November 1941 wurden 999 Münchner Juden nach Kaunas deportiert und wenige Tage später erschossen. Aus diesem Anlaß wird auf den Tag genau 70 Jahre später Gunter Demnig einen 12. Stein in der Kyreinstraße 3 für Eugenie Isaac verlegen. Der Ablauf der Veranstaltungen an diesem Sonntag, den 20. November ist:
 

11 Uhr: Matinée im Saal der MVHS Harras, Albert-Roßhaupter-Str. 8

WOLF EUBA: Lesung zur Einstimmung aus: Heimrad Becker – Textspuren – Bruchstücke – Sprachrudimente – Wie das Verbrechen der Sprache den tatsächlichen Verbrechen vorausgeht.

Dr. PETER DORSCH, Historiker: Nachbarschaft und Völkermord: Vor aller Augen ausgegrenzt – entwürdigt – entrechtet – deportiert – ermordet.

TERRY SWARTZBERG, 1. Vors. der Initiative Stolpersteine für München e. V.: Stolpersteine – ein weltweites Kunst- und Gedenkprojekt.
 

ab 12:15 Uhr: Gedenkweg zu HISTORISCHEN LERNORTEN mit Ziel Kyreinstraße 3

LEO BRUX, Historische Lernorte Sendling.


ab 13:15 Uhr: Der 12. Stein – Verlegung für Eugenie Isaac

GUNTER DEMNIG, Bildhauer
Dr. MEIKE ZWINGENBERGER, Eigentümergemeinschaft Kyreinstraße 3
 

18 Uhr Öffentliches Pressegespräch im „Theater im Fraunhofer“, Fraunhoferstr. 9

Gunter Demnig wird über seine Erfahrungen bei Verlegungen in ganz Europa und die Wirkung sprechen, die diese Messingplatten hervorrufen. Selbstverständlich wird auch zur Sprache kommen, daß Stolpersteine in München auf öffentlichem Grund noch immer verboten sind.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Das Staatliche Bauamt München hat bei einer Begehung der Musikhochschule in der Arcisstraße 2 Mängel bei den Brandschutzmaßnahmen festgestellt und eine Menge Auflagen gefordert. Eine unter vielen, die die Musikhochschule hart getroffen haben, war die sofortige Entfernung der Installation mit den Stolpersteinen im Eingangsbereich. Die Leitung musste schnell handeln, stand dabei aber mit uns ständig in Kontakt. Die Stolpersteine werden sicher aufbewahrt, bis eine neue Installation die Zustimmung aller gefunden hat. Sicher ist:

Die Stolpersteine bleiben in der Musikhochschule und werden auch bald wieder gezeigt, bis sie auf öffentlichem Grund verlegt werden können.

Am 19.10.2011 hat unser Vorstandsmitglied Janne Weinzierl wieder durch Altschwabing geführt. Überall in Schwabing lebten in den 1930er Jahren Bürger/innen, die aufgrund der Rassegesetze der Nazis verfolgt wurden.  Beginnend mit dem ehemaligen jüdischen Kinderheim in der Antonienstrasse 7, endend in der Seidlvilla am Nikolaiplatz wurde eine andere Geschichte des Stadtteils erläutert.


Pressespiegel

09.11.2011 Süddeutsche Zeitung: „Vergessene Schicksale“


... offizielle Gedenksteine gibt es kaum. Der Stadtrat hat 2004 beschlossen, dass die von Bürgern gestifteten "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig nur auf Privatgrund verlegt werden dürfen.

Am Mittwoch, 13.7.2011 um 16.30 Uhr führt unser Vorstandsmitglied Janne Weinzierl durch Altschwabing: Treffpunkt ist in der Antonienstr. 7, vor der Stele zur Erinnerung an das jüdische Kinderheim. Überall in Schwabing lebten in den 1930er Jahren Bürger/innen, die aufgrund der Rassegesetze der Nazis verfolgt wurden. Sie waren angesehene Bürger unserer Stadt, die ab 1933 ausgegrenzt wurden, dann entrechtet und schließlich deportiert und ermordet. Denjenigen, denen der Weg ins Exil gelang, standen häufig vor einem Nichts, oder wurden in den von Deutschen besetzten Ländern Europas dann doch noch Opfer der Verfolgung. Beginnend mit dem ehemaligen jüdischen Kinderheim in der Antonienstrasse 7, endend in der Seidlvilla am Nikolaiplatz wird eine andere Geschichte des Stadtteils erläutert.

 

„Das ist kein verordnetes Erinnern“

Terry Swartzberg, der neue Vorsitzende, über die Ziele der Münchner „Stolpersteine“ - Initiative

München – Sie hat einen langen Atem, der Ausgang ihres Engagements ist ungewiss. Die Initiative „Stolpersteine für München e.V.“ bemüht sich seit 2004 um die Verlegung von Gedenkplatten auf öffentlichem Grund für Opfer des Naziregimes. Der Stadtrat hat sich gegen die europaweite Aktion des Künstlers Gunter Demnig ausgesprochen, der bisher in 580 Städten und Gemeinden gravierte „Stolpersteine“ aus Messing als Erinnerungsmale für ermordete Juden und andere während der Nazizeit Verfolgte verlegte. Anfang des Jahres hat die Initiative einen neuen Vorsitzenden gewählt. Ein Gespräch mit Terry Swartzberg, 57, Publizist und Vater zweier Kinder.

Wie haben Sie von den Stolpersteinen erfahren?

Er muss Ende der neunziger Jahre gewesen sein, als ich das erste Mal von der Aktion hörte. Ich fand sie interessant und habe dann in Berlin, wo ich meinen besten Freund besuchte, die ersten Stolpersteine gesehen. Das Thema Shoah bewegt mich. Ich bin Jude und kam vor 30 Jahren aus den USA nach Deutschland. Und die Begegnung mit Stolpersteinen, die einen so plötzlich und unmittelbar auf der Straße mit der Geschichte konfrontieren, mit den Opfern, die es an diesem Ort gab, fand ich berührend. Durch meine Arbeit in der liberalen Gemeinde Beth Shalom erfuhr ich von der speziellen Situation in München und habe den Vorsitz der Initiative übernommen.

Stehen Sie in München denn nicht auf verlorenem Posten? Der Stadtrat hat sich gegen Stolpersteine ausgesprochen, auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, ist nicht dafür.

Auf verlorenem Posten stehen wir nicht, ganz im Gegenteil. Ich fühle mich als Teil einer großen Denkmal-Bewegung, die viele junge Leute begeistert. Ständig gibt es neue Nachrichten über Stolpersteine in Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien. Die Aktion wurde vielfach ausgezeichnet, mittlerweile gibt es 28 000 Steine in ganz Europa. Was mir am besten gefällt: Die Bewegung geht von den Menschen aus, von den Paten, die für ein individuelles Opfer den Gedenkstein spenden. Das ist kein öffentlich verordnetes Erinnern. In München sind 150 Steine gestiftet. Und die aktiven Mitglieder unserer Initiative empfinde ich als eine Art Familie interessanter Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen engagieren. Weil sie einen Shoah-Hintergrund haben, weil ihre Eltern Nazis waren, weil sie sich für alternative Formen des Gedenkens interessieren. Und wir sind alle hoffnungsvoll.

Worauf begründet sich diese Hoffnung? Gibt es Signale, dass Stadtrat oder Kultusgemeinde ihre Haltung ändern?

Der Bezirksauschuss Schwabing-Freimann hat sich für Stolpersteine ausgesprochen, dasselbe gilt für den Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe. Die Basis der Münchner SPD ist für die Verlegung und hat das auf dem Parteitag im vergangenen Mai beschlossen. Auch von den Grünen kommt Zustimmung. Das sind Entwicklungen, die uns freuen.

Wollen Sie das Gespräch mit Charlotte Knobloch suchen? Ihr Argument ist, durch Stolpersteine würden die Opfer mit Füßen getreten.

Wenn sich die Gelegenheit zum Gespräch ergibt – von uns aus gerne. Wir haben Verständnis für die Argumente von Frau Knobloch. Sie hat sie mit einigem Pathos vorgetragen, ihr Wort hat Gewicht in München und das ist gut so. Inhaltlich muss ich aber sagen: So kann nur an einem Ort argumentiert werden, der keine Stolpersteine hat – die Erfahrung anderer Großstädte ergeben ein ganz anderes Bild. Wir wollen aber keine Konfrontation. Wir werden beharrlich, friedlich und freundlich weiterarbeiten.

Gibt es konkrete Vorhaben?

Ja, die virtuellen Stolpersteine. Auf einem Stadtplan sollen sich die Münchner im Internet über die Geschichte ihres Viertels, ihrer Straße informieren können, über die Holocaust-Opfer, die dort lebten. Durch eine entsprechende Anwendung kann man virtuelle Stolpersteine setzen oder einfach nur Kontakt mit uns aufnehmen. Mit diesem Projekt wollen wir nicht den Druck erhöhen, sondern das Interesse.

Interview: Anne Goebel

Die neue Website präsentiert unsere umfangreichen Inhalte in optisch ansprechender und übersichtlicher Form. Herzlichen Dank an AndreasGregorDesign für die wunderbare Gestaltung!

Solange noch nicht alle Inhalte übernommen sind, ist die alte Website weiterhin unter http://alt.stolpersteine-muenchen.de/ zu erreichen.

Der Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe hat sich in seiner Sitzung vom 11. Januar für die Verlegung von Stolpersteinen in seinem Bezirk ausgesprochen.


Dokumente:
Beschluss des Bezirksausschusses

Pressespiegel

24.01.2011 Wochenanzeiger München: „Individuelles Gedenken“


„Von öffentlichem Grund und von öffentlicher Hand wurden diese Menschen deportiert und da gehört die Erinnerung an sie auch hin“, so [Antragstellerin im Bezirksausschuss 8, Myriam] Schippers.
Original-Beitrag

Die Traditionsserie „Lindenstraße“ beschäftigt sich im Verlauf mehrerer Sendungen mit den Stolpersteinen, dabei werden auch zwei Stolpersteine in „München“ verlegt.

Beginn ist am 14. November mit der Folge 1302: „Stolperstein“. Weiter geht es am 21. November und am 28. November. Die Verlegung der Steine erfolgt in der Episode am 5. Dezember, dabei wird auch auf die besondere Situation Münchens hingewiesen. Die Sendungen werden jeweils sonntags um 18.50 Uhr in der ARD ausgestrahlt.


Pressespiegel

Lindenstrasse.de: „Umstrittenes Thema aus München als Teil der Serienhandlung“


In Deutschland sind es weit über 600 Kommunen, in denen „Stolpersteine" auf öffentlichem Grund und Boden liegen - nicht aber in München. Dort hat der Stadtrat bereits im Sommer 2004 die Verlegung von „Stolpersteinen" im öffentlichen Raum untersagt. Dieses Politikum hat die „Lindenstraße", deren Handlung seit 25 Jahren in München angesiedelt ist, in den aktuellen Folgen aufgegriffen.
Original-Beitrag

29.11.2010 art – Kunstmagazin: „Erinnerung an jüdische Familien in der Vorabendserie“


Nur München stellt sich quer: Dort hat der Stadtrat bereits im Sommer 2004 die Verlegung von "Stolpersteinen" im öffentlichen Raum untersagt, sie dürfen nur auf privatem Grund verlegt werden, der Hausbesitzer muss zustimmen.
Original-Beitrag

Zum dritten Mal ist am 28. Oktober in der Münchner Residenz der Simon-Snopkowski-Preis der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition verliehen worden. Der 2001 verstorbene Arzt und Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, der seine Familie im Holocaust verlor, hatte sich früh und gegen manche Widerstände in den Gemeinden für ein neues Verhältnis zu den nichtjüdischen Deutschen eingesetzt, wie seine Witwe Ilse Ruth Snopkowski ausführte.
In einer bewegenden Präsentation stellten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule St. Martin in Mallersdorf-Pfaffenberg und der Bamberger Maria-Ward-Realschule ihre Recherchen vor. In der Grundschule gingen die 10jährigen den Spuren des örtlichen jüdischen Friedhofs nach, auf dem Überlebende des Todesmarsches aus Buchenwald ihre letzte Ruhe fanden. Die Mädchen aus Bamberg werteten das Tagebuch Erika Löbls vom damaligen Lyceum der Englischen Fräulein aus und sorgten dafür, dass Gunter Demnig zur Erinnerung an ihre 1942 in Treblinka ermordete Großmutter Karolina Löbl einen Stolperstein verlegte. Kultusminister Ludwig Spaenle hielt die Laudatio.
Als Oberbürgermeister Christian Ude den Ehrenpreis dem Filmemacher Michael Verhoeven aushändigte, verzichtete er wohlweislich auf einen Kommentar, warum die Stolpersteine in München verboten sind. Stattdessen konzentrierte er sich auf das Werk Verhoevens, zu dem die Filme „Die Weiße Rose“, „Das schreckliche Mädchen“, „Der unbekannte Soldat“ sowie „Das menschliche Versagen“ gehören. Ude beklagte, dass der Geist des NS-Unrechtsstaates weit in die Bundesrepublik hineinragt, wie die Untersuchung über die von Joschka Fischer konstatierte „Elitenkontinuität“ im Auswärtigen Amt belegt.

Reiner Bernstein

Michaela Melián erinnert mit Memory Loops an die Opfer des Nationalsozialismus in München.

Am Montag, den 30. August hat Gunter Demnig die ersten Stolpersteine Skandinaviens verlegt: In Oslo erinnern 19 Stolpersteine an die ermordeten Bewohner der Calmeyers gate 15.

Pressespiegel

24.08.2010 Jüdische Allgemeine: „Gedenken in Messing“


»Dieses Ereignis ist von großer Bedeutung für Norwegens Juden«, betont [Chefhistoriker des Jüdischen Museums] Bjarte Bruland. »Gerade weil die Steine wie Wecker wirken – mit einem aufrüttelnden Effekt.«
Original-Beitrag

Thomas Rabe, Enkel von John Rabe, besucht den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Shanghai und zeigt sich besonders beeindruckt von der dortigen Stolpersteine-Installation.

Bericht auf der Website der Deutschen Beteiligung an der EXPO 2010
Wir trauern tief um Frau Dr. Schultze-Jahn, die uns seit 2004 mit Rat, Tat und ständiger Begleitung unterstützte. Sie war eines der letzten noch lebenden Mitglieder der Weißen Rose.

Dokumente:
409_Schultze-Jahn_24.06.10.pdf
Auch dieses Jahr nimmt die Stolpersteine-Initiative am Corso Leopold teilnehmen. Unser Stand ist auf der Leopoldstraße am "Platz der Schwabinger" zwischen Hohenzollernstraße und Fendstraße, Samstag, 29.5. ab 16 Uhr und Sonntag, 30.5. ab 11 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dokumente:
411_Einladung_Corso_2010.pdf
Am 7.5.2010 hat sich die SPD-Basis auf dem Münchner Jahresparteitag für Stolpersteine in München ausgesprochen!

In einem Brief an den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Stadtrat, Herrn Reissl, verwahrt sich Reiner Bernstein gegen den an diesem Abend gefallenen Vorwurf der persönlichen Bereicherung in Richtung Gunter Demnigs.

Dokumente:
413_Antrag_Stolpersteine_SPD_07.05.10.pdf
414_Brief_an_Reissl_10.05.10.pdf
Aus Anlaß der Verlegung 10 neuer Stolpersteine sendet die Münchner Initiative einen herzlichen Gruß nach Hamburg.

Dokumente:
416_Brief_nach_Hamburg_14.04.10.pdf
...von Dörte Franke am 11.3. um 19 Uhr im Kulturhaus Milbertshofen, Curt-Mezger-Platz 1.

Dokumente:
418_Einladung_Milbertshofen.pdf
am 25.2. ab 19 Uhr in der Schwabinger Repüblik, Ursulastraße 6.

Eingeladen sind alle, die etwas über das Thema Stolpersteine erfahren wollen. Ziele des Treffens sollen offener Gedankenaustausch, gegenseitiges Kennenlernen und die Planung der zukünftigen Arbeit der Initiative sein.

Der von Dr. Michael Bärmann (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) in den Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt eingebrachte Antrag, der Verlegung zweier Stolpersteine für homosexuelle Opfer in der Arcisstraße und in der Richard-Wagner-Straße zuzustimmen, wird mehrheitlich abgelehnt. Nur die Grüne Fraktion stimmt geschlossen für den Antrag. Zur Begründung der Ablehnung wird behauptet, dass dem Bezirksausschuss nicht das Recht auf Entscheidung zustehe. Dr. Bärmann kündigt an, diese Behauptung juristisch überprüfen zu lassen.

Der Gemeinderat von Gröbenzell bei München lehnt die Verlegung eines Stolpersteins für den in Auschwitz ermordeten Kurt Schroeter in der Bahnhofstraße unter Verweis auf die Begründungen der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. h.c. Charlotte Knobloch ab. Bürgermeister Dieter Rubenbauer (CSU) erklärt dazu: "Ich widersetze mich nicht der moralischen Autorität von Frau Knobloch." Allein der Vorsitzende der SPD-Fraktion Michael Schrodi, der den Antrag einbrachte, beharrt in der Abstimmung bei seiner Position. Er weist vergeblich darauf hin, dass es in der Kultusgemeinde auch andere Meinungen als die von Frau Knobloch gibt.

Im Namen ihrer Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen" bringt Rozsika Farkas den Antrag zur Verlegung von Stolpersteinen für zwei jüdische Opfer in der Leopoldstraße in den Bezirksausschuss 12 Schwabing-Freimann ein. Der Bezirksausschuss spricht sich am 24. November mit Mehrheit für den Antrag aus. Dieser wird nun dem Direktorium des Münchner Stadtrates unter Leitung von Oberbürgermeister Christian Ude zugeleitet.

Auf Einladung der Stadtversammlung der Münchner Grünen erläutert Reiner Bernstein die Arbeit des Vereins nach dem Verbot der Stadt vom Juni 2004, Stolpersteine auf öffentlichem Grund zu verlegen. Die Stadtversammlung beschließt einstimmig bei einer Enthaltung, im Stadtrat für die Aufhebung des Verbots zu werben.

Der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Salomon Korn, berichtet mit warmen Worten aus Anlass des Gedenkens an den 9. November 1938 in Frankfurt am Main, dass er jeden Morgen auf dem Weg zur Synagoge an Stolpersteinen vorübergehe. Dazu fragt er, wie lange noch Zeitzeugen für Berichte und Auskünfte über das NS-Terrorregime zur Verfügung stehen.

Bei der Verleihung des Georg-Elser-Preises an Beate Klarfeld durch die Geschwister-Scholl-Stiftung erhält der Laudator, Altbürgermeister Dr. Klaus Hahnzog, viel Beifall aus dem Publikum, als er auf die Stolpersteine als Ausdruck des stadtbürgerlichen Willens hinweist, in München an die Opfer des NS-Terrorregimes angemessen zu erinnern.

Erneut wendet sich die Initiative Stolpersteine für München mit einem Brief an die Öffentlichkeit.


Dokumente:
671_Offener_Brief_05.11.2009.pdf

Die Veranstaltung mit Vortrag und Gespräch am 5. Oktober 2009 im Kunstpavillon, mit der die drei politischen Opfer des Nazi-Regimes Antonie Pfülf, Hermann Frieb und Walter Klingenbeck geehrt wurden, war in mehrfacher Hinsicht ein voller Erfolg. Für sie liegen seit November 2008 "Stolpersteine" in der Halle. Im Beisein von Stadtrat Dr. Florian Roth (Fraktion Die Grünen/Rosa Liste) sowie mehreren Mitgliedern der Bezirksausschüsse versammelten sich mehr als siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um die Vorträge von Dr. Andreas Heusler (Abteilungsleiter im Stadtarchiv) und von Klaus Bäumler (langjähriger Vorsitzender des Bezirksausschusses Maxvorstadt) mit ihren Überlegungen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus sowie mit der zeitgeschichtlichen Einbettung der Lebensgeschichte der drei Münchner Opfer zu hören. In seiner Begrüßung drückte der Vorsitzende der "Initiative Stolpersteine für München e.V.", Reiner Bernstein, seine Freude darüber aus, dass Gunter Demnig vor kurzem den Joseph-Neubauer-Preis der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf erhalten und der Zentralrat der Juden in Deutschland die Ehrung in einer Pressemitteilung begrüßt hat. Im Anschluss an die Vorträge entspann sich eine lebhafte Diskussion. Zur Genugtuung der Veranstalter gingen anschließend ungewöhnlich zahlreiche positive Rückmeldungen aus dem Zuhörerkreis ein. Der Verein dankt den beiden Referenten dafür, dass sie ihre Vorträge für unsere Homepage zur Verfügung gestellt haben.


Dokumente:
673_Kunstpavillon-Baeumler_05.10.09.pdf
674_Kunstpavillon-Heusler_05.10.09.pdf
675_Flyer-Kunstpavillon_05.10.09.pdf

Da unseren Verein täglich Anfragen aus dem In- und Ausland erreichen, wird ein erneuter Versuch unternehmen, unsere Argumente für die Verlegung von „Stolpersteinen“ in München vorzutragen


Dokumente:
677_090721-brief-ude.pdf

Am Vormittag und am Mittag des 17. Mai 2009 werden in München auf privatem Grund in der Haydnstraße und in der Kyreinstraße von Gunter Demnig insgesamt 13 Stolpersteine verlegt.


Dokumente:
680_090517-haydnstr.pdf
681_090517-sendling.pdf

Pressespiegel

18.05.2009 Süddeutsche Zeitung: „Stolpersteine der Erinnerung“


Mahnmale für Nazi-Opfer aus der Kyreinstraße
Original-Beitrag

18.05.2009 Sendlinger Anzeiger: „Mit dem Kopf und dem Herzen stolpern“


Die Kritik, die Stolpersteine ermöglichten, dass auf den Namen der Opfer herumgetrampelt werden könne, wies der Bildhauer zurück: "Wer die Namen auf den Steinen lesen will, muss eine Verbeugung vor den Opfern machen", meinte [Gunter Demnig].
Original-Beitrag

11.05.2009 Sendlinger Anzeiger: „Elf Stolpersteine für die Kyreinstraße“


Angestoßen durch die zeitgeschichtliche Stadtteil- und Erinnerungsarbeit der Initiative Historische Lernorte Sendling hat sich die Eigentümergemeinschaft an der Kyreinstraße 3 entschlossen, ein [...] Zeichen der Erinnerung zu setzen. Dies erfolgt unter der Federführung der Initiative Stolpersteine für München e.V.
Original-Beitrag

Am Samstag, den 16. Mai 2009 findet in der Musikhochschule (Arcisstraße) das Treffen von Stolperstein-Initiativen aus ganz Deutschland statt.


Dokumente:
706_090516-treffen-einladg.pdf

Das Anliegen der Verlegung von Stolpersteinen  in München wurde von Markus Weber auf der Website der Landeshauptstadt erneut an diese herangetragen. Die Abstimmung ist inzwischen geschlossen, Anliegen und Stellungnahme können jedoch nach wie vor eingesehen werden:

http://www.direktzu.muenchen.de/ude/messages/20816

Gunter Demnig wird am 26. April 2009 für sein Projekt „Stolpersteine“ mit dem „Erich-Mühsam-Preis 2009“ ausgezeichnet. Demnig engagiere sich im Sinne des Anarchisten und Schriftstellers Erich Mühsam (1878–1934) für Demokratie und Toleranz, teilte die Erich-Mühsam-Gesellschaft in Lübeck mit. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert. Mühsam kam 1934 nach schweren Folterungen durch die Nazis zu Tode.


Pressespiegel

Evangelischer Pressedienst: „Bischöfin bittet um Frühjahrsputz der Stolpersteine“


Bischöfin Maria Jepsen hat die Hamburger gebeten, in den nächsten Wochen die "Stolpersteine" in ihrer Nachbarschaft zu reinigen.

Bei Geigenbaumeister Sebastian Zens, Arcisstraße 57, sind die Stolpersteine ausgestellt, die an die Schwestern Laura Dobriner und Henriette Drey erinnern. Da sie nicht auf öffentlichem Grund verlegt werden dürfen, werden sie im Schaufenster gezeigt.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt in der Schwabinger Viktor-Scheffel-Straße 14 und 16 Stolpersteine für vier Opfer des Naziregimes. Die Steine werden direkt an den öffentlichen Gehsteig angrenzend auf Privatgrund gesetzt.

Beim Filmfestival in Locarno im Juli, bei 3Sat am 26. August und bei ARTE am 7. September wurde der Dokumentarfilm "Stolperstein" von Dörte Franke gezeigt.

Kinostart ist am 6. November.


Pressespiegel

26.08.2008 3sat.online: „Stolpersteine des Künstlers Demnig sind als Form des Gedenkens umstritten“


Der Dokumentarfilm "Stolperstein" von Dörte Franke, der im Herbst 2008 ins Kino kommt, hat gerade auf dem Filmfestival von Locarno gezeigt, welche Dimension das Kunstwerk inzwischen erreicht hat - aber auch wie Gunter Demnig mit seiner Art des Gedenkens auf Widerstand stößt.
Original-Beitrag

Nach der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Horst Köhler vor zwei Jahren ist der Kölner Künstler Gunter Demnig am 23. Mai 2008 in Berlin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Justizministerin Brigitte Zypries mit dem Preis "Botschafter für Demokratie und Toleranz" geehrt worden. In einem Glückwunschschreiben an Demnig bringt der Vorsitzende der "Initiative Stolpersteine für München e.V.", Reiner Bernstein, die Beschämung der Mitglieder des Vereins darüber zum Ausdruck, dass die Stadt München an ihrer Verbotsentscheidung festhält. Während Demnig in über 230 deutschen Städten und Ortschaften über 14.000 Stolpersteine verlegt hat, ist in der ehemaligen "Hauptstadt der Bewegung" seit Juni 2004 die Verlegung auf öffentlichem Grund vor den Häusern verboten, aus denen die Opfer des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden. Bernstein fordert den Stadtrat erneut auf, diesen Beschluss aufzuheben.

Am Samstag, dem 1. September 2007, verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig in der Viktor-Scheffel-Straße 19 den ersten Stolperstein in München zur Erinnerung an die Deportierten und Ermordeten des Naziregimes.

Nachdem der Stadtrat im Juni 2004 die Installation dieser kleinen Messingplatten auf öffentlichem Grund verboten hat, ist die „Initiative Stolpersteine für München“ dankbar dafür, dass nunmehr des Nazi-Opfers Heinrich Oestreicher gedacht werden kann. Der Kaufmann wurde im Juli 1942 aus seiner Wohnung in der Schwabinger Viktor-Scheffel-Straße 19 nach Theresienstadt verschleppt, wo er im März 1943 ermordet wurde.

 

Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler verleiht dem Kölner Künstler Gunter Demnig in der Orangerie des Schlosses Berlin-Charlottenburg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Nach Stellungnahmen der jeweiligen Fraktionssprecher und des Bürgermeisters wird mit nur wenigen Gegenstimmen das Projekt Stolpersteine für München abgelehnt - wie sich am nächsten Tag herausstellt wurden unmittelbar nach Beschlussfassung die Steine aus dem Gehsteig vor dem Haus Mauerkircherstraße 13 herausgebrochen.

 

Gunter Demnig setzt Stolpersteine für Siegfried und Paula Jordan in den Gehsteig vor dem Haus Mauerkircherstraße 13. Neben den Initiatoren sind Angehörige der Deportierten, die Schulklasse des Luisengymnasiums und Passanten aus der Nachbarschaft dabei, sowie Rundfunk und Presse.

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