Haben Sie eine Meinung zur Verlegung von Stolpersteinen in München? Bitte nehmen Sie an unserer Umfrage teil!
Laute Stimmen für Stolpersteine -Gedenken in der ganzen Stadt
ich bin der SZ dankbar, dass sie dieses traurige Kapitel der Stadtspitze wieder aufgreift.
Ich selber bin auf die Initiative Stolpersteine für München aufmerksam geworden, als ich rein zufällig einer Verlegung mit Gunter Demnig beiwohnte. Wer erlebt hat, wie hier Hausbewohner, Nachbarn, eine Schulklasse sich mit der Vergangenheit ihrer Straße, Bewohner ihres Hauses auseinandergesetzt haben, der war tief beeindruckt. Dieses dezentrale Projekt, das von historisch Interessierten und Angehörigen ausgeht, die sich auch heute noch der Opfer erinnern wollen, würde gerade in München als Hauptstadt der Bewegung ein Zeichen setzen. Das Gegenargument mit Nazis, die ihre Springerstiefel an den Steinen abwischen könnten, ist für mich vorgeschoben, vergleichbares hört man aus keiner der Städte, die Stolpersteine verlegt haben. Ansonsten hätte auch die Gedenktafel für Kurt Eisner nicht verlegt werden dürfen. Wenn jemand Einspruch erheben kann, dann sind es Angehörige der Ermordeten, aber genau diese sind es, die meist die Steine finanzieren. Klaus Hahnzog ein Dankeschön für seine Unterstützung, der Verein Stolpersteine für München wird solange tätig bleiben, bis auch OB und Stadtspitze in München ihre Meinung geändert haben, spätestens nach der nächsten Wahl sehen wir eine Chance. Birgit Grube
Birgit Grube
(Schatzmeisterin der Initiative Stolpersteine für München e.V.)
11. April 2013 Jahreshauptversammlung der Initiative Stolpersteine für München e.V.
Beitrag lesenAb 19 Uhr in der „Repüblik“, Ursulastraße 6. Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen!
Am 18. April 2013 um 9 Uhr wird Gunter Demnig Stolpersteine für Sofie & Emanuel Gutmann auf privatem Grund vor dem ehemaligen Kaufhaus Gutmann in der Lindwurmstraße 205 verlegen.
Gleich danach – am 18. April 2013 um 10 Uhr – wird der Künstler drei weitere Stolpersteine in der Widenmayerstraße 16 im Lehel, ebenfalls auf privatem Grund, verlegen. Die Stolpersteine erinnern an Else & Julius Basch und Klara Strauß, die hier gewohnt haben.
Dokumente:
Flyer zur Verlegung in der Lindwurmstraße
Flyer zur Verlegung in der Widenmayerstraße
Im Juli wird Gunter Demnig, der Initiator des Projekts „Stolpersteine“, den 40.000-sten Stolperstein auf öffentlichem Grund verlegen: in der niederländischen Stadt Oss, die damit zur 1017-sten Stolperstein-Stadt wird. Bis Ende des Jahres sollen Stolpersteine in 1100 Städten in 16 Ländern an die Opfer des Nazi-Terrors erinnern.
Damit festigen die Stolpersteine Ihren Status als erfolgreichstes Kunst- und Gedenkprojekt der Welt. Einzig und allein die Stadt München versperrt sich diesem beeindruckenden Projekt!
Stolpersteine auch in München!
Infoabend am 7. Februar 2013
um 19 Uhr in der „Repüblik“, Ursulastraße 6, München-Schwabing
mit
Zeitzeugen
und aktuellen Informationen über die Stolpersteine
und die besondere Situation in München
Musik von Nirit Sommerfeld & Band
Catering von Terry’s Curry Kitchen
Eintritt für Mitglieder und Nichtmitglieder frei
Für weitere Informationen:
Terry Swartzberg
(089) 411 54 771
(0170) 473 35 72
sayhi@swartzberg.com
"Das Judentum hat viele Gebote, sich zu erinnern. Das bekannteste ist das Gebot der Erinnerung an den Schabbat, das uns die Notwendigkeit des Ausruhens lehrt. Das beliebteste ist die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, das uns Einsatz für die sozial Schwachen oder gesellschaftlich Benachteiligten lehrt. Das ungewöhnlichste ist die Erinnerung an Amalek, das uns für feindliche Einstellungen uns gegenüber sensibilisiert.
Die modernste Erinnerung sind die Stolpersteine, die die Anonymität der ermordeten sechs Millionen Juden und Jüdinnen bricht und uns eine konkrete Schoa-Geschichte vor die Augen führt, oft spontan oder nicht erwartet. Damit nimmt das symbolische 614. Gesetz eine konkrete Gestalt an: Tue nichts, was eine posthume Siegesfreude denjenigen bereiten könnte, die das jüdische Volk zerstören wollten.
Stolpersteine sind eine einfallsreiche Möglichkeit, dies auszufüllen."
Rabbiner Dr. Kučera,
Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom München
Sonntag, 27.01.2013, 19:00
Vor 70 Jahren, im Februar 1943, rief Joseph Goebbels den „Totalen Krieg“ aus. Gedenkveranstaltung mit Vortragsprogramm im Fürstensaal der Bayerischen Staatsbibliothek.
Begrüßung und „Ein Fünfjähriger erlebt 1943“
Dr. Oskar Holl, Vorsitzender des Bezirksausschusses Maxvorstadt
Europäische Erinnerungsarbeit in München
Klaus Bäumler
Joseph Goebbels, der „Totale Krieg“ und die Ermordung der Juden Europas
Prof. Dr. Peter Longerich, München und London, Mitautor des Ausstellungskonzepts für das NS-Dokumentationszentrum München
Peter Longerich, geb. 1955, promovierte 1983 mit einer Arbeit zur NS-Propaganda in München und arbeitete bis 1989 am Institut für Zeitgeschichte. Er lehrt als Professor am Royal Holloway and Bedford New College der Universität London. Zur Zeit ist er Gastprofessor an der Universität der Bundeswehr München. Von seinen zahlreichen Veröffentlichungen sind in diesem Zusammenhang besonders erwähnenswert die Biographien über Heinrich Himmler (2008) und Joseph Goebbels (2010), die erstmals eine tiefenpsychologische Deutung dieser Führungsfiguren des Nationalsozialismus versuchen.
Musikalisches Memento
Almuth Siegel, Violine, Stipendiatin der Akademie des BR-Symphonieorchesters
Zum Eingang: J. S. Bach, Sonate für Violine solo Nr. 2, a-moll, BWV 1003, 1.Satz Grave
Zum Ausklang: Karl Amadeus Hartmann, Sonate für Violine solo Nr. 2 (1927), 1. und 2.Satz
In den Fürstensaal der Bayerischen Staatsbibliothek, Ludwigstraße 16, 80539 München laden ein:
Evang. Hochschulgemeinde TUM
Evang. Kirchengemeinde St. Markus
Evang. Stadtakademie München
Evang. Studentengemeinde LMU
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Initiative „Stolpersteine für München“ e.V.
Kath. Hochschulgemeinde Hochschule München
Kath. Hochschulgemeinde LMU
Kath. Hochschulgemeinde TUM
Kath. Pfarrgemeinde St. Benno
Kath. Pfarrgemeinde St. Bonifaz
Kath. Pfarrgemeinde St. Joseph
Kath. Pfarrgemeinde St. Ludwig
Münchner Volkshochschule, Fachbereich Politik u. Gesellschaft
Weiße Rose Stiftung e.V.
und der Bezirksausschuss Maxvorstadt, Dr. Oskar Holl, Tal 13, 80331 München, Tel. 2280 2666
Mit Unterstützung des NS-Dokumentationszentrums München
Verlegung eines Stolpersteins in Feldafing am Starnberger See am 12. November
Beitrag lesenGrößte „Stolperstein-Stadt“ im Freistaat ist Würzburg mit ca. 350 der kleinen quadratischen Denkmäler, die an die Opfer der Shoah erinnern, gefolgt von Regensburg mit 116 Stolpersteinen. Im Großraum München findet man Stolpersteine unter anderem in Dachau, Freising und Gröbenzell. Nur in München selbst wurden bislang lediglich 19 Steine auf privatem Grund verlegt, jedoch wurden mehr als 200 Steine gespendet, die erst nach Aufhebung des Verlegungsverbots im Stadtbild zu finden sein werden.
Nächster Standort in Bayern wird Rothenburg ob der Tauber sein, wo im April 2013 die ersten Stolpersteine verlegt werden sollen.
Die Stolpersteine sind...
...ein Projekt, welches die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Christen, Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Gehweg einlässt. Inzwischen liegen über 38.000 Stolpersteine in über 750 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. 'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist', sagt Gunter Demnig.
Stolpersteine: immer noch nicht in München!
In München...
- ist die Verlegung auf öffentlichem Grund immer noch verboten
- trotz Top-Platzierung auf dem Bürgerbeteiligungsforum „MitDenken“
- trotz Befürwortung durch SPD-Parteitag, Partei der Grünen und Linken
sowie Beschlüssen in diversen Bezirksausschüssen.
Unser Vorstandsmitglied Janne Weinzierl bietet für Interessenten am 10.10.2012 die Führung zu jüdischen Schicksalen in Altschwabing an.
Treffpunkt ist um 16.30 Uhr die Stele zur Erinnerung an das jüdische Kinderheim in der Antonienstraße 7 nördlich der Münchner Freiheit:
Überall in Schwabing lebten bis in die späten dreissiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts Münchner Bürger jüdischen Glaubens und auch solche, die durch die Rassegesetze der Nationalsozialisten zu Juden deklariert wurden, sie alle wurden ausgegrenzt, verfolgt und viele von ihnen deportiert und ermordet. Auf einem Rundgang ausgehend vom ehemaligen jüdischen Kinderheim werde ich einige Schicksale und bedeutende Institutionen aus diesem Stadtviertel erläutern,an die es keine sichtbare Erinnerung gibt. Die Führung dauert ca. 90 Minuten und endet an der Seidlvilla am Nikolaiplatz gegen 18.00Uhr
Seit 2008 werden Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Vereine, die sich für ein besseres Miteinander und engere Integration zwischen den Menschen in Europa engagiert haben, mit dem Europäischen Bürgerpreis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet. Vorgeschlagen werden mögliche Preisträger von den Europa-Abgeordneten in jedem Land.
Unter den fünf diesjährigen Gewinnern ist die Aktion „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig zu finden.
Dazu die Beschreibung des Europäischen Parlaments:
Stolperstein
Ein Projekt, welches die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Zigeuner, politisch Verfolgten, Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 750 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. 'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist', sagt Gunter Demnig.
Stolpersteine: immer noch nicht in München!
In München...
- ist die Verlegung auf öffentlichem Grund immer noch verboten
- trotz Top-Platzierung auf dem Bürgerbeteiligungsforum „MitDenken“
- trotz Befürwortung durch SPD-Parteitag, Partei der Grünen und Linken sowie Beschlüssen in mehreren Bezirksausschüssen.
So überschrieb die Welt Mitte Mai folgenden Bericht:
“Mittlerweile gibt es solche Stolpersteine in mehr als 750 Städten und Gemeinden in sieben europäischen Ländern, die Menschen finden die oft unerwartete Konfrontation mit Namen und Schicksalen bewegend. Doch in München will die Stadtregierung sie weiterhin nicht haben. Jetzt droht Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) das Thema - ausgerechnet! - im Bürgerbeteiligungsforum um die Ohren zu fliegen.“
“Gemeinsam die Stadt verändern” heißt das Leitmotiv des Forums „MitDenken“ (www.muenchen-mitdenken.de). Von 16. April bis 11. Mai 2012 reichten Münchner Bürger mehrere hundert Ideen ein, so auch das Anliegen, Stolpersteine auch in München zu verlegen. Die Initiative kam auf den zweiten Platz. Diese Top-Platzierung zeigt: Münchens Bürger treten in großer Zahl dafür ein, die Erinnerung an die Opfer des Nazi-Terrors wachzuhalten. Das Verbot der Verlegung von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund muss endlich aufgehoben werden!
- rund 38.000 Stolpersteine in 752 Städten aus sieben Ländern
- 4.167 Stolpersteine allein in Hamburg
- Verlegung von 111 Stolpersteinen an einem einzigen Tag, dem 29. April 2012, im Bezirk Charlottenberg-Wilmersdorf, damit hat dieser Bezirk 1688 der rund 4.000 Stolpersteine in Berlin
Und in München?
- ist die Verlegung auf öffentlichem Grund immer noch verboten
- trotz Top-Platzierung auf dem Bürgerbeteiligungsforum „MitDenken“
- trotz Befürwortung durch SPD-Parteitag, Partei der Grünen und Linken sowie Beschlüssen in diversen Bezirksausschüssen.
Jetzt brauchen wir eure Unterstützung: Bitte stimmt auf München MitDenken, dem offiziellen Portal zur Bürgerbeteiligung der Stadt München, für die Stolpersteine! Die Zeit drängt, da die Abstimmung nur noch bis Freitag 18 Uhr möglich ist.
Für alle, die sich nicht alleine durch die Website von "München MitDenken" durchklicken wollen, folgt hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Abstimmung:
1. Zunächst folgenden Link besuchen um einen Benutzer anzumelden:
http://muenchen-mitdenken.de/user/register?destination=front_permuc
Es müssen nur Benutzername und Email-Adresse angegeben werden und das Häkchen bei Datenschutz gesetzt werden, die anderen Angaben sind freiwillig. Dann auf "Erstmalig anmelden" klicken.
2. Daraufhin landet im angegebenen Email-Postfach eine Willkommens-Email von "München MitDenken". Am einfachsten ist es nun, auf den zweiten Link in der Email zu klicken, der überschrieben ist mit: "Alternativ können Sie sich auch einloggen, indem Sie auf diesen Link klicken oder ihn in Ihr Browserfenster kopieren:"
3. Im Browserfenster erscheint nun ein kurzer Text mit einem gelben "Einloggen" Knopf, den es zu drücken gilt.
4. Nachdem der Browser eingeloggt ist, ist der folgende Link der kürzeste Weg zum Stolpersteine-Vorschlag:
http://muenchen-mitdenken.de/vorschlag/stolpersteine-auch-muenchen
5. Auf der Vorschlags-Seite wird in der rechten Spalte gefragt: "Wie stehen Sie zu diesem Vorschlag", darunter ist eine Auswahl zwischen Unterstützung, neutral und Ablehnung zu treffen. Erst wenn hier auf "Ich unterstütze den Vorschlag" geklickt ist, wird die Stimme für uns gezählt. Unterhalb erscheint dann: "Ihre Wertung: Sie unterstützen den Vorschlag"
6. Herzlichen Dank! Nun teilt den Link oder die Anleitung mit euren Freunden!
7. Noch eine kleine Info zum Schluss: Bedauerlicherweise sind im MitDenken-System zwei Vorschläge zu Stolpersteinen eingereicht, was die Gefahr der Zersplitterung der Stimmen beeinhaltet. Wenn ihr der Anleitung gefolgt seid, habt ihr alles richtig gemacht und habt den zuerst eingereichten Vorschlag von Janne unterstützt. Habt ihr aber auf der Website direkt nach Stolpersteinen gesucht, dann stellt bitte sicher, dass ihr für den Vorschlag von Janne Weinzierl gestimmt habt! Danke!
Am 20. November 1941 wurden 999 Münchner Juden nach Kaunas deportiert und wenige Tage später erschossen. Aus diesem Anlaß wird auf den Tag genau 70 Jahre später Gunter Demnig einen 12. Stein in der Kyreinstraße 3 für Eugenie Isaac verlegen. Der Ablauf der Veranstaltungen an diesem Sonntag, den 20. November ist:
11 Uhr: Matinée im Saal der MVHS Harras, Albert-Roßhaupter-Str. 8
WOLF EUBA: Lesung zur Einstimmung aus: Heimrad Becker – Textspuren – Bruchstücke – Sprachrudimente – Wie das Verbrechen der Sprache den tatsächlichen Verbrechen vorausgeht.
Dr. PETER DORSCH, Historiker: Nachbarschaft und Völkermord: Vor aller Augen ausgegrenzt – entwürdigt – entrechtet – deportiert – ermordet.
TERRY SWARTZBERG, 1. Vors. der Initiative Stolpersteine für München e. V.: Stolpersteine – ein weltweites Kunst- und Gedenkprojekt.
ab 12:15 Uhr: Gedenkweg zu HISTORISCHEN LERNORTEN mit Ziel Kyreinstraße 3
LEO BRUX, Historische Lernorte Sendling.
ab 13:15 Uhr: Der 12. Stein – Verlegung für Eugenie Isaac
GUNTER DEMNIG, Bildhauer
Dr. MEIKE ZWINGENBERGER, Eigentümergemeinschaft Kyreinstraße 3
18 Uhr Öffentliches Pressegespräch im „Theater im Fraunhofer“, Fraunhoferstr. 9
Gunter Demnig wird über seine Erfahrungen bei Verlegungen in ganz Europa und die Wirkung sprechen, die diese Messingplatten hervorrufen. Selbstverständlich wird auch zur Sprache kommen, daß Stolpersteine in München auf öffentlichem Grund noch immer verboten sind.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Das Staatliche Bauamt München hat bei einer Begehung der Musikhochschule in der Arcisstraße 2 Mängel bei den Brandschutzmaßnahmen festgestellt und eine Menge Auflagen gefordert. Eine unter vielen, die die Musikhochschule hart getroffen haben, war die sofortige Entfernung der Installation mit den Stolpersteinen im Eingangsbereich. Die Leitung musste schnell handeln, stand dabei aber mit uns ständig in Kontakt. Die Stolpersteine werden sicher aufbewahrt, bis eine neue Installation die Zustimmung aller gefunden hat. Sicher ist:
Die Stolpersteine bleiben in der Musikhochschule und werden auch bald wieder gezeigt, bis sie auf öffentlichem Grund verlegt werden können.
Am 19.10.2011 hat unser Vorstandsmitglied Janne Weinzierl wieder durch Altschwabing geführt. Überall in Schwabing lebten in den 1930er Jahren Bürger/innen, die aufgrund der Rassegesetze der Nazis verfolgt wurden. Beginnend mit dem ehemaligen jüdischen Kinderheim in der Antonienstrasse 7, endend in der Seidlvilla am Nikolaiplatz wurde eine andere Geschichte des Stadtteils erläutert.
Pressespiegel
09.11.2011 Süddeutsche Zeitung: „Vergessene Schicksale“
... offizielle Gedenksteine gibt es kaum. Der Stadtrat hat 2004 beschlossen, dass die von Bürgern gestifteten "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig nur auf Privatgrund verlegt werden dürfen.
Am Mittwoch, 13.7.2011 um 16.30 Uhr führt unser Vorstandsmitglied Janne Weinzierl durch Altschwabing: Treffpunkt ist in der Antonienstr. 7, vor der Stele zur Erinnerung an das jüdische Kinderheim. Überall in Schwabing lebten in den 1930er Jahren Bürger/innen, die aufgrund der Rassegesetze der Nazis verfolgt wurden. Sie waren angesehene Bürger unserer Stadt, die ab 1933 ausgegrenzt wurden, dann entrechtet und schließlich deportiert und ermordet. Denjenigen, denen der Weg ins Exil gelang, standen häufig vor einem Nichts, oder wurden in den von Deutschen besetzten Ländern Europas dann doch noch Opfer der Verfolgung. Beginnend mit dem ehemaligen jüdischen Kinderheim in der Antonienstrasse 7, endend in der Seidlvilla am Nikolaiplatz wird eine andere Geschichte des Stadtteils erläutert.
„Das ist kein verordnetes Erinnern“
Terry Swartzberg, der neue Vorsitzende, über die Ziele der Münchner „Stolpersteine“ - Initiative
München – Sie hat einen langen Atem, der Ausgang ihres Engagements ist ungewiss. Die Initiative „Stolpersteine für München e.V.“ bemüht sich seit 2004 um die Verlegung von Gedenkplatten auf öffentlichem Grund für Opfer des Naziregimes. Der Stadtrat hat sich gegen die europaweite Aktion des Künstlers Gunter Demnig ausgesprochen, der bisher in 580 Städten und Gemeinden gravierte „Stolpersteine“ aus Messing als Erinnerungsmale für ermordete Juden und andere während der Nazizeit Verfolgte verlegte. Anfang des Jahres hat die Initiative einen neuen Vorsitzenden gewählt. Ein Gespräch mit Terry Swartzberg, 57, Publizist und Vater zweier Kinder.
Wie haben Sie von den Stolpersteinen erfahren?
Er muss Ende der neunziger Jahre gewesen sein, als ich das erste Mal von der Aktion hörte. Ich fand sie interessant und habe dann in Berlin, wo ich meinen besten Freund besuchte, die ersten Stolpersteine gesehen. Das Thema Shoah bewegt mich. Ich bin Jude und kam vor 30 Jahren aus den USA nach Deutschland. Und die Begegnung mit Stolpersteinen, die einen so plötzlich und unmittelbar auf der Straße mit der Geschichte konfrontieren, mit den Opfern, die es an diesem Ort gab, fand ich berührend. Durch meine Arbeit in der liberalen Gemeinde Beth Shalom erfuhr ich von der speziellen Situation in München und habe den Vorsitz der Initiative übernommen.
Stehen Sie in München denn nicht auf verlorenem Posten? Der Stadtrat hat sich gegen Stolpersteine ausgesprochen, auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, ist nicht dafür.
Auf verlorenem Posten stehen wir nicht, ganz im Gegenteil. Ich fühle mich als Teil einer großen Denkmal-Bewegung, die viele junge Leute begeistert. Ständig gibt es neue Nachrichten über Stolpersteine in Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien. Die Aktion wurde vielfach ausgezeichnet, mittlerweile gibt es 28 000 Steine in ganz Europa. Was mir am besten gefällt: Die Bewegung geht von den Menschen aus, von den Paten, die für ein individuelles Opfer den Gedenkstein spenden. Das ist kein öffentlich verordnetes Erinnern. In München sind 150 Steine gestiftet. Und die aktiven Mitglieder unserer Initiative empfinde ich als eine Art Familie interessanter Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen engagieren. Weil sie einen Shoah-Hintergrund haben, weil ihre Eltern Nazis waren, weil sie sich für alternative Formen des Gedenkens interessieren. Und wir sind alle hoffnungsvoll.
Worauf begründet sich diese Hoffnung? Gibt es Signale, dass Stadtrat oder Kultusgemeinde ihre Haltung ändern?
Der Bezirksauschuss Schwabing-Freimann hat sich für Stolpersteine ausgesprochen, dasselbe gilt für den Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe. Die Basis der Münchner SPD ist für die Verlegung und hat das auf dem Parteitag im vergangenen Mai beschlossen. Auch von den Grünen kommt Zustimmung. Das sind Entwicklungen, die uns freuen.
Wollen Sie das Gespräch mit Charlotte Knobloch suchen? Ihr Argument ist, durch Stolpersteine würden die Opfer mit Füßen getreten.
Wenn sich die Gelegenheit zum Gespräch ergibt – von uns aus gerne. Wir haben Verständnis für die Argumente von Frau Knobloch. Sie hat sie mit einigem Pathos vorgetragen, ihr Wort hat Gewicht in München und das ist gut so. Inhaltlich muss ich aber sagen: So kann nur an einem Ort argumentiert werden, der keine Stolpersteine hat – die Erfahrung anderer Großstädte ergeben ein ganz anderes Bild. Wir wollen aber keine Konfrontation. Wir werden beharrlich, friedlich und freundlich weiterarbeiten.
Gibt es konkrete Vorhaben?
Ja, die virtuellen Stolpersteine. Auf einem Stadtplan sollen sich die Münchner im Internet über die Geschichte ihres Viertels, ihrer Straße informieren können, über die Holocaust-Opfer, die dort lebten. Durch eine entsprechende Anwendung kann man virtuelle Stolpersteine setzen oder einfach nur Kontakt mit uns aufnehmen. Mit diesem Projekt wollen wir nicht den Druck erhöhen, sondern das Interesse.
Interview: Anne Goebel
Die neue Website präsentiert unsere umfangreichen Inhalte in optisch ansprechender und übersichtlicher Form. Herzlichen Dank an AndreasGregorDesign für die wunderbare Gestaltung!
Solange noch nicht alle Inhalte übernommen sind, ist die alte Website weiterhin unter http://alt.stolpersteine-muenchen.de/ zu erreichen.
Der Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe hat sich in seiner Sitzung vom 11. Januar für die Verlegung von Stolpersteinen in seinem Bezirk ausgesprochen.
Dokumente:
Beschluss des Bezirksausschusses
Pressespiegel
24.01.2011 Wochenanzeiger München: „Individuelles Gedenken“
„Von öffentlichem Grund und von öffentlicher Hand wurden diese Menschen deportiert und da gehört die Erinnerung an sie auch hin“, so [Antragstellerin im Bezirksausschuss 8, Myriam] Schippers.
Original-Beitrag
Die Traditionsserie „Lindenstraße“ beschäftigt sich im Verlauf mehrerer Sendungen mit den Stolpersteinen, dabei werden auch zwei Stolpersteine in „München“ verlegt.
Beginn ist am 14. November mit der Folge 1302: „Stolperstein“. Weiter geht es am 21. November und am 28. November. Die Verlegung der Steine erfolgt in der Episode am 5. Dezember, dabei wird auch auf die besondere Situation Münchens hingewiesen. Die Sendungen werden jeweils sonntags um 18.50 Uhr in der ARD ausgestrahlt.
Pressespiegel
Lindenstrasse.de: „Umstrittenes Thema aus München als Teil der Serienhandlung“
In Deutschland sind es weit über 600 Kommunen, in denen „Stolpersteine" auf öffentlichem Grund und Boden liegen - nicht aber in München. Dort hat der Stadtrat bereits im Sommer 2004 die Verlegung von „Stolpersteinen" im öffentlichen Raum untersagt. Dieses Politikum hat die „Lindenstraße", deren Handlung seit 25 Jahren in München angesiedelt ist, in den aktuellen Folgen aufgegriffen.
Original-Beitrag
29.11.2010 art – Kunstmagazin: „Erinnerung an jüdische Familien in der Vorabendserie“
Nur München stellt sich quer: Dort hat der Stadtrat bereits im Sommer 2004 die Verlegung von "Stolpersteinen" im öffentlichen Raum untersagt, sie dürfen nur auf privatem Grund verlegt werden, der Hausbesitzer muss zustimmen.
Original-Beitrag
Simon-Snopkowski-Preis 2010
Beitrag lesen
Zum dritten Mal ist am 28. Oktober in der Münchner Residenz der Simon-Snopkowski-Preis der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition verliehen worden. Der 2001 verstorbene Arzt und Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, der seine Familie im Holocaust verlor, hatte sich früh und gegen manche Widerstände in den Gemeinden für ein neues Verhältnis zu den nichtjüdischen Deutschen eingesetzt, wie seine Witwe Ilse Ruth Snopkowski ausführte.
In einer bewegenden Präsentation stellten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule St. Martin in Mallersdorf-Pfaffenberg und der Bamberger Maria-Ward-Realschule ihre Recherchen vor. In der Grundschule gingen die 10jährigen den Spuren des örtlichen jüdischen Friedhofs nach, auf dem Überlebende des Todesmarsches aus Buchenwald ihre letzte Ruhe fanden. Die Mädchen aus Bamberg werteten das Tagebuch Erika Löbls vom damaligen Lyceum der Englischen Fräulein aus und sorgten dafür, dass Gunter Demnig zur Erinnerung an ihre 1942 in Treblinka ermordete Großmutter Karolina Löbl einen Stolperstein verlegte. Kultusminister Ludwig Spaenle hielt die Laudatio.
Als Oberbürgermeister Christian Ude den Ehrenpreis dem Filmemacher Michael Verhoeven aushändigte, verzichtete er wohlweislich auf einen Kommentar, warum die Stolpersteine in München verboten sind. Stattdessen konzentrierte er sich auf das Werk Verhoevens, zu dem die Filme „Die Weiße Rose“, „Das schreckliche Mädchen“, „Der unbekannte Soldat“ sowie „Das menschliche Versagen“ gehören. Ude beklagte, dass der Geist des NS-Unrechtsstaates weit in die Bundesrepublik hineinragt, wie die Untersuchung über die von Joschka Fischer konstatierte „Elitenkontinuität“ im Auswärtigen Amt belegt.
Reiner Bernstein
Memory Loops
Beitrag lesenMichaela Melián erinnert mit Memory Loops an die Opfer des Nationalsozialismus in München.
Stolpersteine in Oslo
Beitrag lesenPressespiegel
24.08.2010 Jüdische Allgemeine: „Gedenken in Messing“
»Dieses Ereignis ist von großer Bedeutung für Norwegens Juden«, betont [Chefhistoriker des Jüdischen Museums] Bjarte Bruland. »Gerade weil die Steine wie Wecker wirken – mit einem aufrüttelnden Effekt.«
Original-Beitrag
Thomas Rabe, Enkel von John Rabe, besucht den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Shanghai und zeigt sich besonders beeindruckt von der dortigen Stolpersteine-Installation.
Bericht auf der Website der Deutschen Beteiligung an der EXPO 2010
Dokumente:
409_Schultze-Jahn_24.06.10.pdf
Dokumente:
411_Einladung_Corso_2010.pdf
In einem Brief an den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Stadtrat, Herrn Reissl, verwahrt sich Reiner Bernstein gegen den an diesem Abend gefallenen Vorwurf der persönlichen Bereicherung in Richtung Gunter Demnigs.
Dokumente:
413_Antrag_Stolpersteine_SPD_07.05.10.pdf
414_Brief_an_Reissl_10.05.10.pdf
Brief nach Hamburg
Beitrag lesenDokumente:
416_Brief_nach_Hamburg_14.04.10.pdf
Dokumente:
418_Einladung_Milbertshofen.pdf
Eingeladen sind alle, die etwas über das Thema Stolpersteine erfahren wollen. Ziele des Treffens sollen offener Gedankenaustausch, gegenseitiges Kennenlernen und die Planung der zukünftigen Arbeit der Initiative sein.
Der von Dr. Michael Bärmann (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) in den Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt eingebrachte Antrag, der Verlegung zweier Stolpersteine für homosexuelle Opfer in der Arcisstraße und in der Richard-Wagner-Straße zuzustimmen, wird mehrheitlich abgelehnt. Nur die Grüne Fraktion stimmt geschlossen für den Antrag. Zur Begründung der Ablehnung wird behauptet, dass dem Bezirksausschuss nicht das Recht auf Entscheidung zustehe. Dr. Bärmann kündigt an, diese Behauptung juristisch überprüfen zu lassen.
Der Gemeinderat von Gröbenzell bei München lehnt die Verlegung eines Stolpersteins für den in Auschwitz ermordeten Kurt Schroeter in der Bahnhofstraße unter Verweis auf die Begründungen der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Dr. h.c. Charlotte Knobloch ab. Bürgermeister Dieter Rubenbauer (CSU) erklärt dazu: "Ich widersetze mich nicht der moralischen Autorität von Frau Knobloch." Allein der Vorsitzende der SPD-Fraktion Michael Schrodi, der den Antrag einbrachte, beharrt in der Abstimmung bei seiner Position. Er weist vergeblich darauf hin, dass es in der Kultusgemeinde auch andere Meinungen als die von Frau Knobloch gibt.
Im Namen ihrer Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen" bringt Rozsika Farkas den Antrag zur Verlegung von Stolpersteinen für zwei jüdische Opfer in der Leopoldstraße in den Bezirksausschuss 12 Schwabing-Freimann ein. Der Bezirksausschuss spricht sich am 24. November mit Mehrheit für den Antrag aus. Dieser wird nun dem Direktorium des Münchner Stadtrates unter Leitung von Oberbürgermeister Christian Ude zugeleitet.
Auf Einladung der Stadtversammlung der Münchner Grünen erläutert Reiner Bernstein die Arbeit des Vereins nach dem Verbot der Stadt vom Juni 2004, Stolpersteine auf öffentlichem Grund zu verlegen. Die Stadtversammlung beschließt einstimmig bei einer Enthaltung, im Stadtrat für die Aufhebung des Verbots zu werben.
Der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Salomon Korn, berichtet mit warmen Worten aus Anlass des Gedenkens an den 9. November 1938 in Frankfurt am Main, dass er jeden Morgen auf dem Weg zur Synagoge an Stolpersteinen vorübergehe. Dazu fragt er, wie lange noch Zeitzeugen für Berichte und Auskünfte über das NS-Terrorregime zur Verfügung stehen.
Bei der Verleihung des Georg-Elser-Preises an Beate Klarfeld durch die Geschwister-Scholl-Stiftung erhält der Laudator, Altbürgermeister Dr. Klaus Hahnzog, viel Beifall aus dem Publikum, als er auf die Stolpersteine als Ausdruck des stadtbürgerlichen Willens hinweist, in München an die Opfer des NS-Terrorregimes angemessen zu erinnern.
Erneut wendet sich die Initiative Stolpersteine für München mit einem Brief an die Öffentlichkeit.
Dokumente:
671_Offener_Brief_05.11.2009.pdf
Die Veranstaltung mit Vortrag und Gespräch am 5. Oktober 2009 im Kunstpavillon, mit der die drei politischen Opfer des Nazi-Regimes Antonie Pfülf, Hermann Frieb und Walter Klingenbeck geehrt wurden, war in mehrfacher Hinsicht ein voller Erfolg. Für sie liegen seit November 2008 "Stolpersteine" in der Halle. Im Beisein von Stadtrat Dr. Florian Roth (Fraktion Die Grünen/Rosa Liste) sowie mehreren Mitgliedern der Bezirksausschüsse versammelten sich mehr als siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um die Vorträge von Dr. Andreas Heusler (Abteilungsleiter im Stadtarchiv) und von Klaus Bäumler (langjähriger Vorsitzender des Bezirksausschusses Maxvorstadt) mit ihren Überlegungen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus sowie mit der zeitgeschichtlichen Einbettung der Lebensgeschichte der drei Münchner Opfer zu hören. In seiner Begrüßung drückte der Vorsitzende der "Initiative Stolpersteine für München e.V.", Reiner Bernstein, seine Freude darüber aus, dass Gunter Demnig vor kurzem den Joseph-Neubauer-Preis der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf erhalten und der Zentralrat der Juden in Deutschland die Ehrung in einer Pressemitteilung begrüßt hat. Im Anschluss an die Vorträge entspann sich eine lebhafte Diskussion. Zur Genugtuung der Veranstalter gingen anschließend ungewöhnlich zahlreiche positive Rückmeldungen aus dem Zuhörerkreis ein. Der Verein dankt den beiden Referenten dafür, dass sie ihre Vorträge für unsere Homepage zur Verfügung gestellt haben.
Dokumente:
673_Kunstpavillon-Baeumler_05.10.09.pdf
674_Kunstpavillon-Heusler_05.10.09.pdf
675_Flyer-Kunstpavillon_05.10.09.pdf
Brief der Initiative an OB Ude
Beitrag lesenDa unseren Verein täglich Anfragen aus dem In- und Ausland erreichen, wird ein erneuter Versuch unternehmen, unsere Argumente für die Verlegung von „Stolpersteinen“ in München vorzutragen
Dokumente:
677_090721-brief-ude.pdf
Am Vormittag und am Mittag des 17. Mai 2009 werden in München auf privatem Grund in der Haydnstraße und in der Kyreinstraße von Gunter Demnig insgesamt 13 Stolpersteine verlegt.
Dokumente:
680_090517-haydnstr.pdf
681_090517-sendling.pdf
Pressespiegel
18.05.2009 Süddeutsche Zeitung: „Stolpersteine der Erinnerung“
Mahnmale für Nazi-Opfer aus der Kyreinstraße
Original-Beitrag
18.05.2009 Sendlinger Anzeiger: „Mit dem Kopf und dem Herzen stolpern“
Die Kritik, die Stolpersteine ermöglichten, dass auf den Namen der Opfer herumgetrampelt werden könne, wies der Bildhauer zurück: "Wer die Namen auf den Steinen lesen will, muss eine Verbeugung vor den Opfern machen", meinte [Gunter Demnig].
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11.05.2009 Sendlinger Anzeiger: „Elf Stolpersteine für die Kyreinstraße“
Angestoßen durch die zeitgeschichtliche Stadtteil- und Erinnerungsarbeit der Initiative Historische Lernorte Sendling hat sich die Eigentümergemeinschaft an der Kyreinstraße 3 entschlossen, ein [...] Zeichen der Erinnerung zu setzen. Dies erfolgt unter der Federführung der Initiative Stolpersteine für München e.V.
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Am Samstag, den 16. Mai 2009 findet in der Musikhochschule (Arcisstraße) das Treffen von Stolperstein-Initiativen aus ganz Deutschland statt.
Dokumente:
706_090516-treffen-einladg.pdf
Das Anliegen der Verlegung von Stolpersteinen in München wurde von Markus Weber auf der Website der Landeshauptstadt erneut an diese herangetragen. Die Abstimmung ist inzwischen geschlossen, Anliegen und Stellungnahme können jedoch nach wie vor eingesehen werden:
Gunter Demnig wird am 26. April 2009 für sein Projekt „Stolpersteine“ mit dem „Erich-Mühsam-Preis 2009“ ausgezeichnet. Demnig engagiere sich im Sinne des Anarchisten und Schriftstellers Erich Mühsam (1878–1934) für Demokratie und Toleranz, teilte die Erich-Mühsam-Gesellschaft in Lübeck mit. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert. Mühsam kam 1934 nach schweren Folterungen durch die Nazis zu Tode.
Pressespiegel
Evangelischer Pressedienst: „Bischöfin bittet um Frühjahrsputz der Stolpersteine“
Bischöfin Maria Jepsen hat die Hamburger gebeten, in den nächsten Wochen die "Stolpersteine" in ihrer Nachbarschaft zu reinigen.
Bei Geigenbaumeister Sebastian Zens, Arcisstraße 57, sind die Stolpersteine ausgestellt, die an die Schwestern Laura Dobriner und Henriette Drey erinnern. Da sie nicht auf öffentlichem Grund verlegt werden dürfen, werden sie im Schaufenster gezeigt.
Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt in der Schwabinger Viktor-Scheffel-Straße 14 und 16 Stolpersteine für vier Opfer des Naziregimes. Die Steine werden direkt an den öffentlichen Gehsteig angrenzend auf Privatgrund gesetzt.
Dokumentarfilm "Stolperstein"
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Beim Filmfestival in Locarno im Juli, bei 3Sat am 26. August und bei ARTE am 7. September wurde der Dokumentarfilm "Stolperstein" von Dörte Franke gezeigt.
Kinostart ist am 6. November.
Pressespiegel
26.08.2008 3sat.online: „Stolpersteine des Künstlers Demnig sind als Form des Gedenkens umstritten“
Der Dokumentarfilm "Stolperstein" von Dörte Franke, der im Herbst 2008 ins Kino kommt, hat gerade auf dem Filmfestival von Locarno gezeigt, welche Dimension das Kunstwerk inzwischen erreicht hat - aber auch wie Gunter Demnig mit seiner Art des Gedenkens auf Widerstand stößt.
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Neue Ehrung für Gunter Demnig
Beitrag lesenNach der Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz durch Bundespräsident Horst Köhler vor zwei Jahren ist der Kölner Künstler Gunter Demnig am 23. Mai 2008 in Berlin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Justizministerin Brigitte Zypries mit dem Preis "Botschafter für Demokratie und Toleranz" geehrt worden. In einem Glückwunschschreiben an Demnig bringt der Vorsitzende der "Initiative Stolpersteine für München e.V.", Reiner Bernstein, die Beschämung der Mitglieder des Vereins darüber zum Ausdruck, dass die Stadt München an ihrer Verbotsentscheidung festhält. Während Demnig in über 230 deutschen Städten und Ortschaften über 14.000 Stolpersteine verlegt hat, ist in der ehemaligen "Hauptstadt der Bewegung" seit Juni 2004 die Verlegung auf öffentlichem Grund vor den Häusern verboten, aus denen die Opfer des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden. Bernstein fordert den Stadtrat erneut auf, diesen Beschluss aufzuheben.
Am Samstag, dem 1. September 2007, verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig in der Viktor-Scheffel-Straße 19 den ersten Stolperstein in München zur Erinnerung an die Deportierten und Ermordeten des Naziregimes.
Nachdem der Stadtrat im Juni 2004 die Installation dieser kleinen Messingplatten auf öffentlichem Grund verboten hat, ist die „Initiative Stolpersteine für München“ dankbar dafür, dass nunmehr des Nazi-Opfers Heinrich Oestreicher gedacht werden kann. Der Kaufmann wurde im Juli 1942 aus seiner Wohnung in der Schwabinger Viktor-Scheffel-Straße 19 nach Theresienstadt verschleppt, wo er im März 1943 ermordet wurde.
Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler verleiht dem Kölner Künstler Gunter Demnig in der Orangerie des Schlosses Berlin-Charlottenburg den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
Nach Stellungnahmen der jeweiligen Fraktionssprecher und des Bürgermeisters wird mit nur wenigen Gegenstimmen das Projekt Stolpersteine für München abgelehnt - wie sich am nächsten Tag herausstellt wurden unmittelbar nach Beschlussfassung die Steine aus dem Gehsteig vor dem Haus Mauerkircherstraße 13 herausgebrochen.
Gunter Demnig setzt Stolpersteine für Siegfried und Paula Jordan in den Gehsteig vor dem Haus Mauerkircherstraße 13. Neben den Initiatoren sind Angehörige der Deportierten, die Schulklasse des Luisengymnasiums und Passanten aus der Nachbarschaft dabei, sowie Rundfunk und Presse.
