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Laute Stimmen für Stolpersteine – Gedenken in der ganzen Stadt

ich bin der SZ dankbar, dass sie dieses traurige Kapitel der Stadtspitze wieder aufgreift.

Ich selber bin auf die Initiative Stolpersteine für München aufmerksam geworden, als ich rein zufällig einer Verlegung mit Gunter Demnig beiwohnte. Wer erlebt hat, wie hier Hausbewohner, Nachbarn, eine Schulklasse sich mit der Vergangenheit ihrer Straße, Bewohner ihres Hauses auseinandergesetzt haben, der war tief beeindruckt. Dieses dezentrale Projekt, das von historisch Interessierten und Angehörigen ausgeht, die sich auch heute noch der Opfer erinnern wollen, würde gerade in München als Hauptstadt der Bewegung ein Zeichen setzen. Das Gegenargument mit Nazis, die ihre Springerstiefel an den Steinen abwischen könnten, ist für mich vorgeschoben, vergleichbares hört man aus keiner der Städte, die Stolpersteine verlegt haben. Ansonsten hätte auch die Gedenktafel für Kurt Eisner nicht verlegt werden dürfen. Wenn jemand Einspruch erheben kann, dann sind es Angehörige der Ermordeten, aber genau diese sind es, die meist die Steine finanzieren. Klaus Hahnzog ein Dankeschön für seine Unterstützung, der Verein Stolpersteine für München wird solange tätig bleiben, bis auch OB und Stadtspitze in München ihre Meinung geändert haben, spätestens nach der nächsten Wahl sehen wir eine Chance. Birgit Grube

Birgit Grube

(Schatzmeisterin der Initiative Stolpersteine für München e.V.)

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