Home > Allgemein > Verlegung eines Stolpersteins in Feldafing am Starnberger See am 12. November
Am 12. November wird in Feldafing der erste Stolperstein verlegt: Er erinnert an die 1879 in New York geborene und ab 1913 am Starnberger See lebende Schriftstellerin Emma Bonn, die 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 24.06.1942 ermordet wurde. Die Stadt Feldafing am Westufer des Starnberger Sees ist damit der 47. Standort von Stolpersteinen in Bayern.

Größte „Stolperstein-Stadt“ im Freistaat ist Würzburg mit ca. 350 der kleinen quadratischen Denkmäler, die an die Opfer der Shoah erinnern, gefolgt von Regensburg mit 116 Stolpersteinen. Im Großraum München findet man Stolpersteine unter anderem in Dachau, Freising und Gröbenzell. Nur in München selbst wurden bislang lediglich 19 Steine auf privatem Grund verlegt, jedoch wurden mehr als 200 Steine gespendet, die erst nach Aufhebung des Verlegungsverbots im Stadtbild zu finden sein werden.

Nächster Standort in Bayern wird Rothenburg ob der Tauber sein, wo im April 2013 die ersten Stolpersteine verlegt werden sollen.

Die Stolpersteine sind…  

…ein Projekt, welches die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, Christen, Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält. Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Gehweg einlässt. Inzwischen liegen über 38.000 Stolpersteine in über 750 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. ‘Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist’, sagt Gunter Demnig.

Stolpersteine: immer noch nicht in München!  

In München…

  • ist die Verlegung auf öffentlichem Grund immer noch verboten
  • trotz Top-Platzierung auf dem Bürgerbeteiligungsforum „MitDenken“
  • trotz Befürwortung durch SPD-Parteitag, Partei der Grünen und Linken
  • sowie Beschlüssen in diversen Bezirksausschüssen.

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