Alfred Hönigsberger
Alfred Hönigsberger
* 28.03.1858 in Floß, Kreis Neustadt/Waldnaab, deportiert am 05.06.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Theresienstadt am 12.07.1942
Wilhelmstraße 2, 80801 München
Stolperstein noch nicht verlegt
Biografie

Fabrikbesitzer, Kommerzienrat, geboren am 28.03.1858 in Floß, Kr. Neustadt an der Waldnaab, verwitwet, deportiert am 05.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 12.07.1942 in Theresienstadt (27. Tammuz 5702)
Eltern
Jakob Hönigsberger, Kaufmann in Floß, Bella Hönigsberger, geb. Boscowitz
Ehepartner
Heirat am 31.10.1889 in München mit Therese Hönigsberger, geb. Sternfeld, geboren am 07.10.1866 in München, gestorben durch Suizid am 01.06.1942 in München
Kinder
Isabella (Bella), geboren am 09.05.1892 in München
Ernst, geboren am 18.04.1897 in München
Adressen in München
Zugezogen am 06.09.1876
- Wilhelmstraße 2, eigene Wohnung (seit 14.07.1902)
- Bruderstraße 8, eigene Wohnung (seit 01.01.1936)
- Dienerstraße 22, Pension Horn (seit 04.04.1939)
- Hermann-Schmid-Straße 7 – Israelitisches Krankenhaus (seit 24.04.1939)
Weitere Informationen
Kommerzienrat Alfred Hönigsberger war persönlich haftender Gesellschafter der “J. L. Hönigsberger & Cie KG”, einer Roßhaarspinnereifabrik in der Ingolstädter Straße 109, mit Büro in der Schommerstraße 16/I.
Sohn Ernst verstarb am 07.05.1917 in München. Die Tochter heiratete im Februar 1921 in München den Fabrikanten und Anwalt Dr. jur. Johann Czekan, der im November 1926 in München verstarb. Sie wurde im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, sie überlebte die Shoah und kehrte 1945 nach der Befreiung nach München zurück, wo sie 1973 verstarb.
Die Ehefrau Therese Hönigsberger verübte am 01.06.1942 vor der drohenden Deportation Suizid.
Alfred Hönigsberger (Transportnr. 146) kam am 06.06.1942 mit Transport II/3 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebte keine die Shoah. Laut der Todesfallanzeige des Ältestenrates starb Alfred Hönigsberger bereits wenige Wochen nach der Ankunft im Ghetto am 12.07.1942 um 15.25 im Zimmer 63 des Zentralkrankenhauses in der Hohenelber Kaserne an “Altersschwäche”.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust
