Arthur Frei

Arthur Frei
* 28.05.1886 in München, deportiert am 13.03.1943
nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz

Tengstraße 27, 80798 München
Stolperstein verlegt am 13.01.2023

Biografie

Kaufmann, geboren am 28.05.1886 in München, verheiratet, deportiert am 13.03.1943 aus München nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz

Eltern

Heinrich Hayum Frei, Kantor und Religionslehrer in München, Lina Frei, geb. Bernheimer

Geschwister

Therese Scherbel, geboren am 10.02.1874 in München, gestorben am 13.12.1936 in München
Else Falk, geboren am 25.09.1877 in München, emigrierte nach England
Alfred, geboren am 10.01.1879 in München, emigrierte im April 1940 nach Los Angeles, gestorben am 19.01.1959 in Los Angeles, Kalifornien
Dr. jur. Leopold, geboren am 03.05.1881 in München, emigrierte im April 1939 nach New York, dort gestorben am 28.07.1970
Frieda Ambrunn, geboren am 16.11.1882 in München, deportiert am 29.07.1942 nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz
Anna, geboren am 05.04.1892 in München, gestorben am 25.04.1892 in München

Ehepartner

Luise (Louise) Frei, geb. Wildberg, geboren am 30.12.1890 in München

Kind(er)

Liselotte, geboren am 27.06.1920 in München

Adressen in München

Zugezogen am 19.02.1918

  • Tengstraße 27 (seit 30.09.1919)
  • Herzog-Rudolf-Straße 1 (seit 19.11.1941)
  • Lindwurmstraße 125 (seit 13.08.1942)

Weitere Informationen

Arthur Frei hielt sich 1907/08 in England, 1911-1914 in Britisch-Indien zum Studium auf. Er war Vorstandsmitglied und Aktionär der Firma J. Wildberg AG, Großhandel mit Schuhwaren, Landwehrstraße 34/0-IV.

Er war zweimal im Konzentrationslager, zuerst als sog. “Aktionshäftling” vom 10.11.1938 bis 20.12.1938 im KZ Dachau, und erneut Anfang 1939, welches Konzentrationslager ist nicht bekannt.

Er bemühte sich im Spätsommer 1939 um Emigration nach Schweden. Etwa um 1942 leitete er mit Edmund Jonas und Dr. Siegfried Keßler die Abteilung Versorgungswirtschaft in der Jüdischen Gemeinde.

Tochter Lieselotte emigrierte im Sommer 1939 nach London, England. Sie heiratete Ernest Seaton und starb 1989.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust