Berta Charlotte Kaphan, geb. Aronade
Berta Charlotte Kaphan, geb. Aronade
* 23.05.1900 in Rybnik, Polen, deportiert am 16.07.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz am 31.12.1944
Reitmorstraße 53, 80538 München
Stolperstein verlegt am 10.06.2021
Biografie

Putzmacherin, geboren am 23.05.1900 in Rybnik, Schlesien, verheiratet, deportiert am 16.07.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 31.12.1944 in Auschwitz
Eltern
Aron Aronade, Betty Aronade, geb. Cohn
Ehepartner
Heirat am 31.08.1923 in München mit Jakob Kaphan, Vertreter, geboren am 14.12.1876 in Miloslaw, Prov. Posen, gestorben am 09.07.1944 in Theresienstadt
Kind(er)
Kurt Tobias, geboren am 27.12.1925 in München
Adressen in München
- Reitmorstraße 53 (seit 31.08.1923)
- Robert-Koch-Straße 1 (seit 20.02.1940)
- Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 07.04.1942)
Weitere Informationen
Berta Charlotte Kaphan, geb. Aronade, wurde am 23.05.1900 in Rybnik, Schlesien, als einziges Kind der Eheleute Aron und Betty Aronade, geb. Cohn, geboren. Berta vermählte sich am 31. August 1932 mit dem 24 Jahre älteren Vertreter Jakob Kaphan; der Hochzeitstag ist zugleich der Tag, an dem das Paar sich als wohnhaft in der Reitmorstraße 53 meldete, wo es bis Februar 1940 lebte.
Sohn Kurt konnte noch 1939 seine Bar Mitzvah in München feiern. Als er am 4. April 1942 nach Piaski deportiert wurde und zwar getrennt von seinen Eltern war er gerade 16 Jahre alt.
Seine Eltern wurden zusammen mit Transport II/16 am 16.07.1942 nach Theresienstadt deportiert. Berta Kaphan hatte Transportnr. 787. Von den 50 Insassen des Transports überlebten nur drei die Shoah.
Jakob Kaphan wurde am 09.07.1944 in Theresienstadt ermordet, er war 68 Jahre alt.
Berta Kaphan wurde am 09.10.1944 mit Transport Ep von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Von den insgesamt 1600 Personen dieses Transportes überlebten nur 42 die Shoah.
Wir wissen über das Leben der Familie in München wenig, außer, dass der Vater Jakob kaufmännischer Angestellter gewesen war und die Mutter Berta Putzmacherin. Am 10. Juni 2021 wurden zum Gedenken an die dreiköpfige Familie Kaphan Stolpersteine vor ihrem einstigen Wohnhaus in der Reitmorstraße 53 verlegt.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust Institut Terezínské iniciativy
