Charlotte Branz, geb. Harich
Charlotte Branz, geb. Harich
* 05.08.1903 in Regensburg,
am 16.07.1987
Aignerstr. 3, 81541 München
Stolperstein verlegt am 13.09.2026
Biografie

Charlotte (Lotte) Branz
SPD-Mitglied, Widerstandskämpferin
Ehepartner
Heirat 1925 mit Gottlieb Branz, geboren am 13.09.1896 in München
Kind(er)
Julian, geboren 1926 in München
Adressen in München
- Aignerstraße 3
Weitere Informationen
Lotte Branz war Mitglied in der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) und ab 1926 in der SPD.
Lotte Branz war gemeinsam mit ihrem Mann im Widerstand aktiv, u.a. ab Mitte 1934 mit Kurierfahrten zum Exil-Parteivorstand in der Tschechoslowakei. In dieser Zeit schleusten sie auch mehrere jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren Kinder über die Grenze ins Nachbarland. Ab 1935 koordinierten Lotte und Gottlieb Branz die Arbeit einer der drei Münchner Gruppen des SPD-Widerstandskreises „Neu Beginnen“.
Nach Kriegsende war sie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) und zusammen mit Waldemar von Knoeringen Begründerin der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel.
Lotte Branz starb am 16.07.1987 in München.
Seit 1996 ist im Münchener Stadtbezirk Schwabing-Freimann die Lotte-Branz-Straße nach ihr benannt.
Für sie und ihre Familie ist neben den Stolpersteinen in der Aignerstraße 3 auch eine Gedenktafel angebracht durch den Bauverein Giesing eG.
Quellen:
Margrit Grubmüller/Kurt Lehnstaedt: Branz, Lotte (publiziert am 16.01.2025), in: nsdoku.lexikon, hrsg. vom NS-Dokumentationszentrum München, URL: https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/branz-lotte-103
Wohnungsbaugenossenschaft Bauverein Giesing eG: Familie Branz Gedenktafel, Aignerstr. 3, Lotte Branz (1903 – 1987), Gottlieb Branz (1896 – 1972), URL: https://bvgiesing.de/gedenken1/
