Clothilde Höchstädter, geb. Sternfeld

Clothilde Höchstädter, geb. Sternfeld
* 23.11.1861 in München,
ermordet in Westerbork am 27.05.1943

Prinzregentenstraße 12, 80538 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

geboren am 23.11.1861 in München, verwitwet, emigriert am 12.06.1939 nach Amsterdam, NL, deportiert, ermordet am 27.05.1943 in Westerbork (22. Ijar 5703)

Eltern

Emanuel Sternfeld, Dentist in München, Emilie Sternfeld, geb. Aub

Geschwister

Dr. dent. Alfred Sternfeld, geboren am 22.07.1856 in München, gestorben am 03.08.1935 in München
Gottfried Sternfeld, geboren am 19.07.1857 in München, wanderte im April 1895 nach Amerika aus, gestorben am 30.11.1925 i Chicago, Illinois
Dr. med. Hugo Sternfeld, geboren am 07.01.1859 in München, mit Nichtjüdin verheiratet, überlebte die Shoah in München, gestorben am 13.04.1946 München
Therese Hönigsberger, geboren am 07.10.1866 in München, gestorben am 01.06.1942 in München, Suizid

Ehepartner

Heirat am 09.11.1881 in München mit Sigmund Höchstädter, kgl. bayr. Kommerzienrat, geboren am 24.02.1847 in Mönchsdeggingen, gestorben am 27.11.1928 in München

Kinder

Wilhelmine, geboren am 14.02.1883 in München
Pauline, geboren am 28.01.1885 in München
Tilly, geboren am 02.04.1887 in München

Adressen in München

  • Prinzregentenstraße 12, Neumann (seit 25.04.1893)
  • Franz-Joseph-Straße 26 (seit 20.03.1937) (bis 12.06.1939)
  • Abgemeldet am 12.06.1939 nach Amsterdam

Weitere Informationen

Tochter Wilhelmine Gutmann emigrierte im September 1941 von München nach Havanna, Kuba.

Clothilde Höchstädter emigrierte nach Amsterdam. Im August 1939 folgten Tochter Tilly Landauer und ihr Ehemann Franz. Clothilde Höchstädter wurde mit ihrer Tochter Tilly Landauer und deren Ehemann in Westerbork interniert. Ihr Schwiegersohn starb am 10.07.1943 in Westerbork, die Tochter wurde von dort nach Auschwitz deportiert und dort am 15.10.1944 ermordet.

Clothilde Höchstädter starb im Internierungslager Westerbork, sie wurde am 31.05.1943 kremiert. Ihre Urne wurde auf dem jüdischen Friedhof in Diemen, Feld U, Reihe 7, Grab 27, bestattet (Register van joden die in het kamp Westerbork zijn gecremeerd 1943-1944. Archif van de gemeente Westerbork, opgenomen in het archief van de gemeente Midden-Drenthe te Beilen, inv.n 3789).

Gedenkinschrift Einzelgrab Sigmund Höchstädter: Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 14, Reihe 8, Platz 2 (Granit – mit Gedenkinschrift f. Clothilde H., Tochter Tilly Landauer u. Bruder Dr. Hugo Sternfeld).

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Arolsen Archives