David Camnitzer

David Camnitzer
* 19.07.1896 in München, deportiert am 16.06.1938
nach Sachsenhausen, ermordet in Buchenwald am 18.08.1941

Theresienstraße 116, 80333 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

Schriftenmaler, Kaufmann, geboren am 19.07.1896 in München, verheiratet, deportiert am 16.06.1938 nach KZ Sachsenhausen, deportiert am 17.09.1940 nach KZ Dachau, deportiert am 12.07.1941 nach KZ Buchenwald, ermordet am 18.08.1941 in KZ Buchenwald (25. Aw 5701)

Eltern

Moritz Camnitzer, Kaufmann in München, Mathilde Camnitzer, geb. Levi

Geschwister

Wilhelm, geboren am 23.10.1897 in München, gestorben am 02.05.1932 in München
Frieda Goldmann, geboren am 19.10.1902 in München, emigrierte im April 1939 nach Palästina

Ehepartner

Heirat am 16.01.1932 in München mit Barbara Rederath, verh. Witting, geboren am 18.11.1876 in Heidelberg, gestorben am 17.08.1942 in Schönbrunn.
Die Ehe galt als Mischehe.

Adressen in München

  • Zweibrückenstraße 8, bei seinem Vater (seit 08.10.1915)
  • Zweibrückenstraße 8 (seit 08.10.1917)
  • Klenzestraße 91, Witting (seit 18.06.1924)
  • Theresienstraße 116, Prüflinger (seit 02.01.1936)

Weitere Informationen

David Camnitzer betrieb bis zu seiner Inhaftierung eine Herstellung von geklebten Plakaten und die Fertigung von Papierbuchstaben nach Schablone in der Theresienstraße 116/I.

Nach seiner Inhaftierung wurde seine nichtjüdische Frau vom Wohlfahrtsamt vorübergehend monatlich mit 20,- RM unterstützt. Das Gewerbeamt der Stadt München forderte Camnitzer im November 1938 mit Post an das KZ Buchenwald auf, sein Gewerbe abzumelden. Camnitzers “Bitte mir dies zu noch zu gewähren da auswandere u. nach Entlass. etwas Verdienst zum Leben benötige” wurde negativ beschieden.

Häftlingsnummer in Buchenwald: 8014.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives