David Mayer

David Mayer
* 15.05.1873 in Kitzingen, deportiert am 16.07.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Treblinka

Kyreinstraße 3, 81371 München
Stolperstein verlegt am 17.05.2009

Biografie

Kaufmann, geboren am 15.05.1873 in Kitzingen, verheiratet, deportiert am 16.07.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 30.09.1942 in Treblinka

Eltern

Moses Mayer, Kaufmann, Ida Mayer, geb. Mainzer

Ehepartner

Heirat am 02.03.1909 in Heilbronn mit Natalie Mayer, geb. Bär, geboren am 11.12.1878 in Heilbronn

Kind(er)

Alfred, geboren am 12.12.1909 in Rosenheim

Adressen in München

Zugezogen am 18.06.1924 von Rosenheim

  • Kyreinstraße 3 (seit 18.06.1924)
  • Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 05.01.1942)

Weitere Informationen

David Mayer hatte die Realschule besucht.

Er betrieb eine Agentur in Tabakwaren in der Kyreinstraße 3/II. Das Ehepaar Mayer vermietete seit Mitte 1931 regelmäßig zwei bis drei Betten, hauptsächlich an Italiener. Ab 1938 hatten sie nur mehr jüdische Untermieter.

David Mayer war vom 10.11.1938 bis 01.12.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.

David Mayer (Deportationsnr. 789) und seine Ehefrau kamen am 17.07.1942 mit Transport II/16 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten drei die Shoah. Am 19.09.1942 wurde er mit seiner Frau mit Transport Bo (Deportationsnr. 1298) von Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und es ist davon auszugehen, dass beide unmittelbar nach der Ankunft ermordet wurden.

Sohn Alfred, Student, emigrierte im Juni 1936 nach Chicago, Illinois. Er starb im August 1974 in Carver Ranches, Broward County, Florida.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust
Institut Terezínské iniciativy