Dr. Ing. Alfred Mai
Dr. Ing. Alfred Mai
* 24.04.1881 in Waldmohr, Kreis Homburg, deportiert am 13.03.1943
nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz
Tengstraße 27, 80798 München
Stolperstein verlegt am 09.11.2023
Biografie

Chemiker, Diplomingenieur, geboren am 24.04.1881 in Waldmohr, Kr. Homburg, verheiratet, deportiert am 13.03.1943 aus München nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz
Eltern
Max Mai, Kaufmann
Ehepartner
Heirat am 06.10.1912 in Straßburg mit Martha Mai, geb. Lippmann, geboren am 29.05.1888 in Straßburg
Kind(er)
Hans Erich, geboren am 01.05.1918 in Straßburg
Adressen in München
Zugezogen am 01.11.1905
- Brienner Straße 8 (seit 01.01.1919)
- Isabellastraße 22 (seit 02.12.1919)
- Tengstraße 27 (seit 01.04.1932)
- Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 01.03.1943)
Weitere Informationen
Alfred Mai studierte Chemie, er erwarb am 28.07.1905 das Diplom an der TH München, am 21.03.1906 die Doktorurkunde. Er arbeitete als selbständiger Chemiker. Seine Fachgebiete waren Teerdestillation und Kunstdünger. 1914-1918 nahm Mai als Militärchemiker am Ersten Weltkrieg teil.
In den 30er Jahren entwickelte er ein Verfahren, aus Hochofenschlacke eine haltbare Straßendecke zu entwickeln. Das staatliche Forschungsinstitut für Straßenbauwesen an der Technischen Hochschule in München hielt 1942 seine Forschung für sehr wichtig und deren Fortführung im öffentlichen Interesse.
Alfred Mai war vom 10.11.1938 bis 06.12.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.
Im Frühjahr 1939 mußte Dr. Mai zwangsweise die in seinem Besitz befindlichen Gegenstände aus Edelmetall beim städtischen Leihamt abliefern. Hiervon kaufte die Stadt München ein siebenteiliges Likörservice aus Silber und zwei Silberschalen an, wofür sie 1953 70 DM Entschädigung an den Sohn John Eric May in New York zahlte.
Dr. Mai wurde mit seiner Ehefrau deportiert.
Dem Sohn gelang im August 1939 die Emigration nach New York.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust
