Else Basch, geb. Ordenstein
Else Basch, geb. Ordenstein
* 04.08.1878 in Nürnberg, deportiert am 11.06.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Theresienstadt am 18.06.1944
Widenmayerstraße 16, 80538 München
Stolperstein verlegt am 18.04.2013
Biografie

geboren am 04.08.1878 in Nürnberg, verwitwet, deportiert am 11.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 18.06.1944 in Theresienstadt (27. Sivan 5704)
Eltern
Josef Ordenstein, Hopfenhändler in München, fr. Tegernsee, Ida Ordenstein, geb. Lauchheimer
Geschwister
Ludwig Ordenstein, geboren am 25.04.1877 in Nürnberg, ermordet am 22.08.1942 in Theresienstadt
Richard, geboren am 14.12.1882 in Nürnberg, gestorben am 28.02.1914 in London
Fanny verheiratete Czempin, geboren am 12.02.1889 in Nürnberg
Ehepartner
Heirat am 20.01.1902 in Nürnberg mit Julius Basch, Fabrikant, geboren am 15.01.1876 in München, gestorben am 01.10.1940 in München
Kind(er)
Ernst, geboren am 11.03.1909 in München
Adressen in München
Zugezogen am 01.01.1902
- Steinsdorfstraße 15 (seit 01.01.1902)
- Widenmayerstraße 16 (seit 25.03.1926)
- Widenmayerstraße 6, Pension Liesecke (seit 12.10.1940) (bis 01.11.1941)
- Hermann-Schmid-Straße 5 (seit 01.11.1941)
Weitere Informationen
Else Basch wird am 4. August 1878 als erstes von zwei Kindern des Hopfen-händlers Josef Ordenstein und seiner Ehefrau Ida in Nürnberg geboren. Dort besucht sie eine Mädchenschule und verwaltet anschließend die Finanzen des Vereins für Wohltätigkeit. Julius Basch wird am 15. Januar 1876 als einziges Kind des Kaufmanns Ludwig Basch und seiner Ehefrau Maria in München geboren. Wie sein Vater macht er eine Ausbildung zum Kaufmann und Fabrikant. Am 20. Januar 1902 heiratet das Paar in Nürnberg und wohnt fortan in der Steinsdorf-straße 15 in München. Die Eheleute Basch sind Eigentümer des – heute vom Herrenausstatter Hirmer genutzten – Anwesens in der Kaufingerstraße 28. Am 1. Januar 1926 zieht die Familie um in die Widenmayerstraße 16.
Julius Basch stirbt am 1. Oktober 1940 in München; die genauen Umstände seines Todes sind nicht bekannt. Die nun verwitwete Else Basch lebt ab
1. November 1941 im Krankenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Hermann-Schmid-Straße 5. Am 4. Juni 1942 muss sie sich mit einer „freiwilli-gen“ Spende in Höhe von 15.000 Reichsmark an der Finanzierung des Lagers Milbertshofen beteiligen. Sechs Tage später, am 12. Juni 1942, kommt sie unter der Transportnummer 250 mit dem fünften Transport aus München nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten 49 die Shoah nicht. Auch Else Basch wird am 18. Juni 1942 in Theresienstadt ermordet.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust Institut Terezínské iniciativy
