Emanuel Berge

Emanuel Berge
* 05.12.1879 in Frankfurt am Main, deportiert am 13.01.1944
nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz am 28.10.1944

Mariahilfstraße 3, 81541 München
Stolperstein verlegt am 30.04.2022

Biografie

Kaufmann, geboren am 05.12.1879 in Frankfurt am Main, verwitwet, deportiert am 13.01.1944 aus München nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz

Eltern

Hermann (Haimann) Berge, Kaufmann in Frankfurt am Main, Anna Charlotte, geb. Dietzer

Geschwister

Ignatz, geboren am 21.02.1882, gestorben am 05.02.1940 in KZ Sachsenhausen

Ehepartner

Heirat am 16.08.1915 in München mit Belonia Josephina Quartier Wenger, geboren am 05.03.1871 in Yverton, CH, gestorben am 08.02.1922 in München

Kind(er)

Yvette, geboren am 20.10.1898 in Zürich

Adressen in München

  • Kochstraße 3, Eigt. (seit 31.10.1917) (bis 15.10.1931)
  • Steinsdorfstraße 5, Rauch (seit 15.10.1931) (bis 30.11.1938)
  • Tizianstraße 27, Schubert (seit 01.12.1938) (bis 07.06.1939)
  • Mariahilfstraße 3, Schmidt (seit 08.06.1939) (bis 01.02.1940)
  • Thierschstraße 49 (seit 01.02.1940) (bis 04.08.1940)
  • Abgemeldet am 04.08.1940 nach “auf Reisen”

Weitere Informationen

Emanuel Berge betrieb eine Vertretung in Modeartikeln in der Steinsdorfstraße 5/III.

Seit August 1940 lebte er nicht mehr in München, sein letzter Wohnsitz vor der Deportation war Marktschellenberg, Lkr. Berchtesgaden.

Emanuel Berge (Transportnr. 1281) kam am 14.01.1944 mit Transport II/30 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 33 Personen dieser Deportation überlebten 24 die Shoah. Am 28.10.1944 wurde er mit Transport Ev (Transportnr. 1623) von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert. In diesem Transport befanden sich 2030 Personen, 171 von ihnen überlebten die Shoah.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust