Flora Böhm, geb. Fuchs
Flora Böhm, geb. Fuchs
* 12.12.1863 in in Gleiwitz, Oberschlesien, deportiert am 03.06.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Theresienstadt am 12.07.1842
Leopoldstraße 52a, 80802nMünchen
Stolperstein verlegt am 05.11.2019
Biografie

geboren am 12.12.1863 in Gleiwitz, Kr. Kattowitz, Oberschlesien (heute Gliwice, Polen), verwitwet, deportiert am 03.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 12.07.1942 in Theresienstadt (28. Tammuz 5702)
Eltern
Iwan Fuchs, Kaufmann in Gleiwitz, Helene Fuchs, geb. Graetzer
Ehepartner
Heirat am 31.01.1886 in Gleiwitz mit David Böhm, Fabrikant, geboren am 31.08.1854 in Biskupitz, Oberschlesien, gestorben am 11.05.1921 in Gleiwitz
Kinder
Willy, geboren am 22.10.1886 in Borsigwerk/Schlesie
Helene, geboren am 04.01.1888 in Breslau, Schlesien
Adressen in München
Zugezogen am 15.01.1922
- Kaulbachstraße 41, Stern (seit 15.01.1922) (bis 16.01.1923)
- Solln
- Dachauer Straße 140, Moser (seit 08.06.1927) (bis 30.08.1933)
- Leopoldstraße 52, Kultes (seit 01.09.1933) (bis 30.04.1936)
- Bad Kissingen
- Bauerstraße 22, Rapp (seit 17.07.1936) (bis 04.09.1936)
- Bauerstraße 22, Rapp (seit 18.08.1937) (bis 21.03.1941)
- Martiusstraße 8, Perutz (seit 20.01.1941) (bis 28.03.1941)
- Kaulbachstraße 4 (seit 28.03.1941) (bis 19.03.1942)
- Klenzestraße 4 (seit 19.03.1942)
- Hermann-Schmid-Straße 5 – Israelitisches Kranken- und Schwesternheim (bis 03.06.1942)
Weitere Informationen
Flora Böhm war mit dem Fabrikanten David Böhm (1854-1921) verheiratet. Einige Monate nach dem Tod des Ehemannes zog sie nach München, hier lebte ihre Tochter Helene.
Tochter Helene heiratete Wilhelm Stein, seit 1925 war sie in zweiter Ehe mit Prof. Franz Julius Rapp verheiratet, das Ehepaar emigrierte im April 1939 über England nach New York. Helene Rapp starb am 29.01.1988, wenige Wochen nach ihrem 100. Geburtstag.
Sohn Willy wurde am 02.03.1943 von Berlin nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Flora Böhm (Transportnr. 16) kam am 04.06.1942 mit dem ersten Transport II/1 aus München nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten zehn die Shoah. Laut Todesfallanzeige des Ältestenrates starb Flora B. am 12.07.1942 um 20:35 in Zimmer 42 des Zentralkrankenhauses in der Hohenelber Kaserne an einer Degeneration des Herzmuskels.
Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Statistik des Holocaust
Institut Terezínské iniciativy
