Frieda Ambrunn, geb. Frei

Frieda Ambrunn, geb. Frei
* 16.11.1882 in München, deportiert am 29.07.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz am 28.10.1944

Tengstraße 27, 80798 München
Stolperstein verlegt am 13.01.2023

Biografie

geboren am 16.11.1882 in München, verheiratet, deportiert am 29.07.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 31.12.1942 in Auschwitz

Eltern

Heinrich Hayum Frei, Kantor und Religionslehrer in München, Lina, geb. Bernheimer

Geschwister

Therese verheiratete Scherbel, geboren am 10.02.1874 in München, gestorben am 13.12.1936 in München
Elsa verheiratete Falk, geboren am 25.09.1877 in München
Alfred, geboren am 10.01.1879 in München, gestorben am 19.01.1959 in Los Angeles, Kalifornien
Leopold, geboren am 03.05.1881 in München, gestorben am 28.07.1970 in New York
Arthur, geboren am 28.05.1886 in München
Anna, geboren am 05.04.1892 in München, gestorben am 25.04.1892 in München

Ehepartner

Heirat am 15.03.1906 in München mit Julius Ambrunn, geboren am 28.08.1877 in Neustadt an der Saale

Kinder

Lina, geboren am 07.06.1907 in München
Leonhard, geboren am 06.04.1910 in München

Adressen in München

  • Nymphenburger Straße 33
  • Tengstraße 27
  • Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 19.11.1941)

Weitere Informationen

Frieda Ambrunn besuchte sechs Klassen der Höheren Töchterschule.

Frieda Ambrunn (Transportnr. 952) und ihr Ehemann kamen am 30.07.1942 mit Transport II/20 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten elf die Shoah. Das Ehepaar Ambrunn wurde am 28.10.1944 mit Transport Ev weeiter nach Auschwitz deportiert. Dort verliert sich ihre Spur.

Sohn Leonhard verzog 1940 nach Berlin. Mit dem 11. Transport vom 28.03.42 wurde er von dort nach Piaski deportiert, er wurde Opfer der Shoah.

Tochter Lina meldete sich am 11.03.1936 nach Mailand ab. Dort heiratete sie im folgenden Jahr den Jurastudenten Peter v. Suchodolski (geboren 03.04.1912 München). Nach der Scheidung nahm sie wieder ihren Mädchennamen an, sie lebte später in London, England. Im März 1992 starb sie in London-Hendon.

Die verwitwete Stiefmutter (eine Schwester der leiblichen Mutter Frieda Ambrunns) kam im Februar 1945 mit einem Austauschtransport von Theresienstadt in die Schweiz, dort starb sie am 25.05.1946.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust
Institut Terezínské iniciativy