Gertrude Masser, geb. Hirsch

Gertrude Masser, geb. Hirsch
* 30.01.1891 in München, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Georgenstraße 36, 80799 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

Gertrude Masser, geb. Hirsch

Tonkünstlerin (Musikerin), geboren am 30.01.1891 in München, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Eltern

Hermann Hirsch, Bankier in München, Auguste Hirsch, geb. Amschel

Geschwister

Dr. phil. Paul Hirsch, geboren 23.07.1885 Augsburg, lebte bis 1941 in München, am 21.06.1942 aus der Heil- und Pflegeanstalt Bendorf-Sayn deportiert, ermordet in Sobibor
Josephine Kronheimer, geboren 19.03.1887 Augsburg, emigrierte 1937 nach Den Haag, Niederlande; am 14.09.1943 von Westerbork nach Bergen-Belsen, von dort am 25.01.1944 nach Theresienstadt deportiert, ermordet in Auschwitz
Käthe Helene Emden, geboren 10.03.1888 Augsburg, heiratete 1911 in München Dr. phil Paul Emden (einen Bruder des Astrophysikers Prof. Robert Jakob Emden) und verzog 1918 nach St. Gallen, Schweiz
Fritz, geboren 02.01.1890 Augsburg, verzog 1920 nach Berlin-Charlottenburg, überlebte die Shoah

Ehepartner

Heirat am 03.09.1926 in München (B 1193/1926) mit Lothar Ludwig Masser, Bankdirektor, geboren am 08.10.1883 in Würzburg, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas

Kind(er)

Wolfgang Bernhard, geboren am 24.12.1927 in München

Adressen in München

  • Georgenstraße 36 (seit 22.09.1926)
  • Möhlstraße 30 (seit 20.08.1940)

Weitere Informationen

Gertrude Masser war Mitglied im Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland. Sie erteilte Violin- und Kammermusikunterricht.

Sohn Wolfgang emigrierte durch die Hilfe ihres Schwagers Dr. Paul Emden im Dezember 1939 mit einem Schülervisum nach St. Gallen, Schweiz. Später lebte er in Ashkelon, Israel.

Gertrude Masser wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann deportiert und ermordet.

Ihre verwitwete Mutter emigrierte hochbetagt im August 1939 zu ihrer Tochter Josephine Kronheimer nach Den Haag, Niederlande. Auguste Hirsch starb am 01.04.1942 in Arnheim, sie ist auf dem dortigen jüdischen Friedhof Moscawa beigesetzt.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives