Helene Landauer, geboren Mayer

Helene Landauer, geboren Mayer
* 08.10.1873 in München, deportiert am 04.04.1942
nach Piaski, ermordet in Piaski

Herzog-Wilhelm-Straße 5, 80331 München
Stolperstein verlegt am 25.11.2024

Biografie

Helene Landauer, geb. Mayer

Delikatessengeschäftsinhaberin, geboren am 08.10.1873 in München, verwitwet, deportiert am 04.04.1942 aus München nach Piaski, ermordet im Jahr 1942 in Piaski

Eltern

Aaron Mayer, Prokurist in München, Amalie Mayer, geb. Landauer

Geschwister

Meta Stern, geboren am 26.01.1875 in München, gestorben 1913 in München
Selma Schönfeld, geboren am 24.08.1876 in München, emigrierte 1937 nach Bozen, Italien
Luise Levy, geboren am 04.01.1878 in München, nach Piaski deportiert und ermordet
Siegfried, geboren am 20.03.1882 in München, gestorben am 20.06.1921 in München

Ehepartner

Heirat am 11.12.1890 in München mit Julius Landauer, Kolonialwarenhändler, geboren am 04.04.1854 in München, gestorben am 12.09.1918 in München

Kinder

Carola, geboren am 20.02.1892 in Barkly-West, Südafrika
Max Samuel, geboren am 20.02.1894 in Barkly-West, Südafrika

Adressen in München

Zugezogen am 11.12.1900 von Barkly-West, Südafrika

  • Seidlstraße 9 (seit 01.04.1910)
  • Herzog-Wilhelm-Straße 5 (seit 29.05.1937)

Weitere Informationen

Helene Landauer besuchte die Töchterschule. Von 1890 bis Dezember 1900 lebte sie mit ihrer Familie in Südafrika.

Nach dem Tod des Ehemannes betrieb sie in der Karlstraße 43/0 den von ihrem Ehemann im März 1901 gegründeten Kolonialwarenhandel mit Delikatessen, Obst, Gemüse und Flaschenbier (Fa. Julius Landauer). Dort arbeiteten auch Sohn Max, Tochter Carola und Schwiegersohn Oskar Steiner. Dieses Gewerbe wurde am 20.12.1938 für den 10.11.1938 abgemeldet.

Sohn Max emigrierte im Februar 1939 nach New York.

Helene Landauer wurde mit Tochter Carola und deren Ehemann nach Piaski deportiert und Opfer der Shoah.

Grab der Schwester Meta u. des Schwagers Leon Stern (1864-1929): Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 2, Reihe 5, Platz 8 (Granit mit vergoldeten Buchstaben).

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives