Hermine Kronheimer, geb. Neuburger

Hermine Kronheimer, geb. Neuburger
* 06.01.1890 in München, deportiert am 29.11.1942
aus Berlin nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz am 27.01.1943

Elisabethstraße 31, 80796 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

Hermine Kronheimer, geb. Neuburger, gesch. Oppenheimer, gesch. Marcuse

geboren am 06.01.1890 in München, verheiratet, deportiert am 29.11.1942 aus Berlin nach Auschwitz, ermordet am 27.01.1943 in Auschwitz (21. Shevat 5703)

Eltern

Gustav Neuburger, Kaufmann in München, Pauline Neuburger, geb. Bamberger

Geschwister

Carl, geboren 17.12.1893 München, gestorben 12.10.1920 München

Ehepartner

Heirat am 23.08.1939 in München mit Dr. jur. Wilhelm Kronheimer, Rechtsanwalt; Reichsbahnoberrat, geboren am 01.05.1888 in München

Adressen in München

  • Ohmstraße 7 (seit 02.06.1924)
  • Herzog-Wilhelm-Straße 29, bei der Mutter (seit 01.04.1928)
  • Elisabethstraße 31 (seit 23.08.1939)
  • Landwehrstraße 70 (seit 09.10.1939)
    – Abgemeldet am 12.01.1940 nach Berlin –

Weitere Informationen

Hermine Neuburger war in erster Ehe mit Oppenheimer, in zweiter Ehe seit 20.07.1922 mit dem Kaufmann Oskar Marcuse (geboren 28.05.1892 Würzburg, Sohn v. Dr. med. Julian Marcuse) verheiratet. Diese Ehe wurde am 04.06.1926 in München geschieden. Nach der Scheidung nahm sie wieder ihren Mädchennamen an und lebte im Haushalt der Mutter.

Ihren dritten Mann heiratete sie am 23.08.1939. Am 12.01.1940 folgte sie ihm nach Berlin nach. Dort lebte sie zuletzt in der Passauer Straße 2 in Berlin-Schöneberg. Von dort wurde sie am 29.11.1942 mit dem 23. Transport nach Auschwitz deportiert, ihr Ehemann Wilhelm mit dem 24. Transport am 09.12.1942. Beide wurde in Auschwitz ermordet.

Ihre Mutter verübte am 25.06.1942 vor der drohendem Deportation nach Theresienstadt Suizid.

Familiengrab Bruder Carl (1893-1920), Vater Gustav (1852-1927) u. Mutter Pauline Neuburger: Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 10, Reihe 12, Platz 15 (Muschelkalk).

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives