Ida Judis Dresdner, geb. Baer
Ida Judis Dresdner, geb. Baer
* 30.01.1871 in Bruchsal, deportiert am 01.07.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Treblinka am 19.09.1942
Lindenschmitstraße 43, 81373 München
Stolperstein verlegt am 09.11.2023
Biografie
Pensionsinhaberin, geboren am 30.01.1871 in Bruchsal, verwitwet, deportiert am 01.07.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 19.09.1942 (in manchen Quellen auch 30.09.2942) in Treblinka
Eltern
Aron Baer, Kaufmann in Straßburg, Babette Baer, geb. Wolff
Geschwister
Leopold, geboren am 10.06.1859 in Bruchsal
Lina, geboren am 28.08.1860 in Bruchsal
Sophie, geboren am 24.05.1862 in Bruchsal
Frieda Jacoby, geboren am 20.03.1864 in Bruchsal, lebte in Berlin, am 06.07.1942 von Berlin nach Theresienstadt deportiert, ermordet am 23.10.1942 in Theresienstadt
Berthold, geboren am 03.03.1867 in Bruchsal
Sigmund, geboren am 20.03.1869 in Bruchsal
Sally, geboren 1877 in Bruchsal
Ehepartner
Heirat am 18.08.1894 in München mit Dr. med. Ludwig Dresdner, Kurarzt, geboren am 07.09.1864 in Lissa, Prov. Posen, gestorben am 18.11.1921 in München
Adressen in München
Zugezogen am 01.09.1894 von Straßburg
- Lindenschmitstraße 43 (seit 16.01.1930)
- Mozartstraße 17 (seit 15.02.1934)
- Bayerstraße 27 (seit 07.01.1937)
- Ohmstraße 1 (seit 27.06.1941)
- Knorrstraße 148 – Barackenlager
Weitere Informationen
Ida Dresdner lebte mit den Eltern seit Juni 1871 bis zur Heirat 1894 in Straßburg. Sie besuchte 10 Jahre lang zwei Pensionate, anschließend ein Jahr lang die Industrieschule.
Ihr Ehemann, seit 01.07.1893 in München gemeldet, betrieb seit 1901 eine Praxis als Kurarzt in Bad Reichenhall und war Beirat der der Münchner Ortskrankenkassen. In Reichenhall besaß das Ehepaar eine Villa in der Rinckstraße 7 (heute: Salus Gesundheitszentrum). Dieses Haus führte Ida Dresdner als Sanatorium, nach dem Tod des Mannes als Kurhaus “Romana”. Die Winter 1905 und 1906 verbrachte das Ehepaar in San Remo, dort betrieb Dr. Dresdner eine Praxis. In München unterhielt das Ehepaar fast durchgehend eine Wohnung als Zweitsitz. Ida Dresdner verzog am 22.04.1938 nach Bad Reichenhall und kehrte am 27.06.1941 nach München zurück.
Weiter Aufenthalte in Bad Reichenhall (seit 1933): 31.03.1933 bis 15.02.1934, 29.03.1934 bis 07.01.1937, 18.04.1937 bis 10.01.1938.
Sie kam am 02.07.1942 (Transportnr. 511) mit Transport II/11 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen wurden 49 Opfer der Shoah. Ida Dresdner wurde am 19.09.1942 mit Transport Bo von Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka deportiert, alle 1979 Personen des Transportes wurden ermordet.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust Institut Terezínské iniciativy
