Ilse Holzer
Ilse Holzer
* 17.08.1897 in Freising, deportiert am 13.07.1942
ermordet vermutlich in Auschwitz am 31.12.1942
Rumfordstraße 38, 80469 München
Stolperstein noch nicht verlegt
Biografie
Musiklehrerin, geboren am 17.08.1897 in Freising, ledig, deportiert am 13.07.1942 aus München nach Warschau (Ghetto) oder Auschwitz, ermordet am 31.12.1942 in unbekannt (23. Tevet 5703)
Eltern
Oskar Holzer, Textilkaufmann in Freising, zuletzt in München, Hanna Holzer, geb. Neumeier
Geschwister
Dr. oec. pub. Martin Holzer, geboren am 18.03.1899 in Freising, emigrierte nach Tel Aviv, Palästina, remigrierte 1952 nach München, gestorben am 15.09.1966 in München
Adressen in München
Zugezogen am 13.12.1938 von Freising
- Rumfordstraße 38, Goldberg (seit 13.12.1938)
- Ainmillerstraße 29 (seit 01.07.1939)
- Beethovenstraße 8, Hesselberger (seit 02.07.1939)
- Schwanthalerstraße 91, bei der Mutter (seit 28.09.1939)
- Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 02.02.1942)
Weitere Informationen
Ilse Holzer besuchte die Tucherschule. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Freising, wo ihr Vater mit seinem Bruder Bernhard ein Textilwarengeschäft an der Oberen Hauptstraße 9 betrieb. Die Familie musste nach dem Novemberpogrom Freising verlassen.
Im Sommer 1939 bemühte sie sich vergeblich um Emigration nach England.
Ilse Holzer wurde gemeinsam mit ihrer Mutter am 13.07.1942 mit dem sogenannten “Straftransport” deportiert. Bis heute ist das Ziel dieser Deportation nicht bekannt, er ging entweder in das Warschauer Ghetto oder direkt nach Auschwitz. Überlebende des Transportes gibt es nicht.
Grab des Vaters: Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 6, Reihe 6, Platz 8 (Kalkstein, Schmuckornament – Inschrift deutsch/hebräisch).
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust
