Ilse Liselotte Nußbaum

Ilse Liselotte Nußbaum
* 21.09.1927 in Halle, deportiert am 13.03.1943
nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz am 31.12.1943

Herzogstraße 65, 80803 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

Ilse Liselotte (Ilse-Lotte) Nußbaum

Schülerin, geboren am 21.09.1927 in Halle an der Saale, deportiert am 13.03.1943 aus München nach Auschwitz, ermordet am 31.12.1943 in Auschwitz

Eltern

Leopold Nussbaum, Kaufmann in Halle an der Saale, Olga Nussbaum, geb. Gundersheimer in München

Adressen in München

Zugezogen am 01.07.1938 von Halle an der Saale

  • Herzogstraße 65, beim Onkel Paul Gundersheimer (seit 01.07.1938)
  • Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 15.01.1942)

Weitere Informationen

Nach dem Tod ihres Vaters im KZ Buchenwald am 14.05.1938 zog Ilse Nussbaum mit ihrer Mutter im Juli 1938 nach München und lebte bei den Großeltern Moses und Esther Gundersheimer.

Sie musste im Mai 1942 Zwangsarbeit in der Flachsröste Lohhof leisten.

In den Beständen des Stadtarchivs befindet sich eine Karte, die sie am 15.06.1943 aus Auschwitz-Birkenau an ihren Freund Walter Geismar schickte: “Mein lieber Walter! Ich bin gesund. Mir geht es gut. Bin mit Mutti beisammen. Bleibe tapfer. Auch ich lasse mich nicht unterkriegen! Vergiss mich nicht und schreibe sofort. Mutti lässt Dich und Deine lieben Eltern grüssen. Ich grüsse Dich innig und küsse Dich innig und Deine lieben Eltern! In alter Liebe Deine Ilse Kochani”.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives