Jeanette Weiss, geb. Bauer
Jeanette Weiss, geb. Bauer
* 27.03.1871 in Wien, deportiert am 04.06.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Theresienstadt am 06.08.1942
Viktor-Scheffel-Straße 16, 80803 München
Stolperstein verlegt am 12.08.2008
Biografie

Möbelhändlerin, geboren am 27.03.1871 in Wien, Österreich, verwitwet, deportiert am 04.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 06.08.1942 in Theresienstadt (23.Tammuz 5702)
Eltern
Heinrich Bauer, Magdalena Bauer, geb. Hamburger
Ehepartner
Heirat am 19.02.1892 in Wien, Österreich mit Emanuel Emil Weiss, geboren am 05.05.1869 in Ajka, Ungarn, gestorben am 08.11.1925 in München
Kinder
Joseph, geboren am 12.04.1894 in Wien, Österreich, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas
Johann, geboren am 21.02.1897 in München
Leopold, geboren am 27.02.1899 in München, ermordet am 20.06.1941 im KZ Dachau
Adolf, geboren am 08.01.1900 in München, gestorben am 12.03.1917 in München
Julie Katharina, geboren am 30.05.1901 in München
Friedrich, geboren am 15.02.1903 in München, ermordet am 27.05.1942 in Berlin-Plötzensee
Leo, geboren am 21.05.1904 in München, gestorben 14.01.1920 München
Magdalena, geboren am 11.12.1905 in München, emigrierte im September 1933
Rosa Vetter, geboren am 05.08.1907 in München, seit 1933 in Traunstein, überlebte dort die Shoah
Henriette, geboren am 01.05.1911 in München, emigrierte im Januar 1937 über Zürich nach Südafrika
Adressen in München
Zugezogen am 11.02.1893 von Wien
- Viktor-Scheffel-Straße 16 (seit 19.06.1909)
- Simmernstraße 1, der Tochter Rosa Vetter (seit 25.09.1931)
- Schellingstraße 82, Risa Weiß (seit 27.09.1933)
- Bergmannstraße 58, Rosenbaum (seit 01.03.1940)
- Mathildenstraße 9 (seit 22.07.1941)
- Knorrstr. 148 – Barackenlager
Weitere Informationen
Nach dem Tod des Ehemannes betrieb Jeanette Weiss ab Januar 1926 den Verkauf der Restbestände der 1906 gegründeten Möbelfabrik Emil Weiss.
Jeanette Weiss und ihr Ehemann erwarben 1918 das Haus Erzgießereistraße 18, im Besitz des Ehemannes befanden sich bereits die Häuser Schellingstraße 42, Lindwurmstraße 93 sowie die Nummern 21,23,25 und 27 der Nymphenburger Straße.
Jeanette Weiss (Transportnr. 70) kam am 05.06.1942 mit dem zweiten Transport aus München nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebte niemand die Shoah. Laut Todesfallanzeige des Ältestenrates starb sie am 06.08.1942 um 0:40 in Zimmer 20 des Altenheimes in der Kavalier Kaserne an “Herzlähmung”, sie hatte an einem Lungenoedem gelitten.
Am 12.08.2008 wurden in der Viktor-Scheffel-Straße 16 Stolpersteine für Jeanette Weiss, ihre Tochter Julie und Sohn Leopold, verlegt.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust Institut Terezínské iniciativy
