Johanna Amalie Basch, geb. Kirschner
Johanna Amalie Basch, geb. Kirschner
* 07.05.1868 in Posen, deportiert am 10.07.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Theresienstadt am 18.03.1943
Leopoldstraße 52a, 80802 München
Stolperstein verlegt am 05.11.2019
Biografie

Johanna Amalie (gen. Anna) Basch, geb. Kirschner
geboren am 07.05.1868 in Posen, Preußen (Poznan, Polen), verwitwet, deportiert am 10.07.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 18.03.1943 in Theresienstadt (11. Adar II 5703 (Ta’anit Esther))
Eltern
Julius Kirschner, Kaufmann in Posen, Karolina Kirschner, geb. Leichtentritt
Ehepartner
Heirat am 06.06.1893 in Posen mit Sigismund Basch; Kaufmann in Kaiserslautern, geboren am 29.05.1863 in Buck, Prov. Posen, gestorben am 30.04.1912 in Kaiserslautern
Kinder
Katharina Regina, geboren am 17.05.1894 in Posen
Kurt, geboren am 07.10.1897 in Kaiserslautern
Erich, geboren am 18.11.1901 in Kaiserslautern
Adressen in München
Zugezogen am 10.11.1938
- Bothmerstraße 7, Bachmann (seit 10.11.1938) (bis 21.02.1939)
- Diersburg, Kreis Offenburg
- Bothmerstraße 7, Bachmann (seit 01.10.1939) (bis 21.05.1940)
- Leopoldstraße 52a, Bachmann (seit 21.05.1940) (bis 17.10.1941)
- Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 17.10.1941) (bis 10.07.1942)
Weitere Informationen
Anna Basch lebte seit dem Zuzug nach München mit ihrer Enkelin Liselotte und deren verwitweter Mutter Katharina Bachmann bei Sophie Bachmann, der Schwiegermutter ihrer Tochter Katharina. Liselotte gelang im März 1940 die Emigration nach Palästina, dort lebte ihr Bruder Arnold seit 1937.
Ihre Tochter Katharina Bachmann wurde im April 1942 nach Piaski deportiert und ermordet.
Ihr Sohn Dr. med. Kurt war mit einer Nichtjüdin in Kaiserslautern verheiratet. Im November 1938 wurden seine Praxis und seine Wohnung in Kaiserslautern verwüstet, er wurde in Dachau interniert. 1939 emigrierte er in die Niederlande. Seine Frau und Sohn Dieter (gestorben im September 2010 in Kaiserslautern) kamen bei Verwandten im Ortenaukreis unter. Dr. Kurt Basch überlebte die Shoah in den Niederlanden, er lebte seit Beginn der Deportationen im Untergrund. Nach der Befreiung kehrte er nach Kaiserslautern zurück, hier starb er am 19.04.1992.
Ihr Sohn Erich emigrierte mit seiner Ehefrau Ruth in die USA, er starb im Mai 1980 in Baltimore, ihr Grab befindet sich auf dem Chevra Ahavas Chesed Cemetery in Randallstown, Baltimore County, Maryland.
Anna Basch (Transportnr. 689) kam am 11.07.1942 mit Transport II/14 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten vier die Shoah.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Statistik des Holocaust
