Johanna Kramer, geb. Reh

Johanna Kramer, geb. Reh
* 23.05.1871 in Wassertrüdingen, Kreis Dinkelsbühl, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Franziskanerstraße 7, 81669 München
Stolperstein verlegt am 16.01.2023

Biografie

Johanna (Hanna) Kramer, geb. Reh

Kauffrau, geboren am 23.05.1871 in Wassertrüdingen, Kreis Dinkelsbühl, verwitwet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Eltern

Hirsch Reh, Kaufmann in München, Franziska, geb. Wohlfahrt

Ehepartner

Heirat am 01.01.1894 mit Joseph Kramer, geboren am 05.09.1858 in Gaydel, gestorben am 15.05.1905 in München

Kinder

Jenny Cilla, geboren am 11.01.1895 in München
Luise, geboren am 09.03.1897 in München

Adressen in München

Zugezogen am 01.01.1893

  • Gotzinger Platz 5, Engel (seit 01.06.1928)
  • Rosenheimer Straße 126, Heim (seit 09.04.1929)
  • Stresemannplatz 4, eigene Wohnung (seit 05.07.1930)
  • Fasbenderplatz 4 (bis 02.06.1937)
  • Preysingstraße 1, Sundheimer (seit 02.06.1937)
  • Franziskanerstraße 7, Wolf (seit 04.08.1938) – für Berta Wolf ist in der Franziskanerstraße 7 auch ein Stolperstein verlegt
  • Amalienstraße 3, Weil (seit 15.07.1939) (bis 20.11.1941)

Weitere Informationen

Hanna Kramer betrieb einen Handel mit technischen Ölen, Fetten und Seifen in der Preysingstraße 1/II. Den Antrag, das Gewerbe am 01.08.1938 in die Franziskanerstraße 7/0 verlegen zu dürfen, lehnte das Gewerbeamt ab. Am 04.01.1939 wurde das Gewerbe für den 31.12.1938 abgemeldet. Zu ihren Lieferanten gehörten u.a.: die chemische Fabrik Müller in Böckingen, Fa Zapf & Lang in Schwäbisch Hall, die chemische Fabrik Weil in Pasing und die Seifenfabrik Schnell in der Sendlinger Straße.

Johanna Kramer wurde gemeinsam mit ihrer Tochter Jenny deportiert und ermordet.

Tochter Luise war mit dem Nichtjuden Michael Anton Engl verheiratet, sie überlebte die Shoah in München.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives