Johanna Rödelheimer
Johanna Rödelheimer
* 27.08.1898 in München, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941
Sckellstraße 8, 81667 München
Stolperstein verlegt am 05.11.2019
Biografie

Directrice, Verkäuferin, geboren am 27.08.1898 in München, ledig, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)
Eltern
Julius Rödelheimer, Kaufmann in München, Regina Rödelheimer, geb. Stiefel
Geschwister
Hans, geboren am 19.11.1895 in München
Marianne (Nanne), geboren am 21.05.1897 in München, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas
Kinder
Ilse, geboren am 29.12.1936 in München
Adressen in München
- Sckellstraße 8, bei der Mutter (seit 16.12.1922) (bis 20.11.1941)
Weitere Informationen
Johanna Rödelheimer besuchte die Frauenarbeitsschule.
Sie entwarf Damenkleider und nähte selbst für das Damenbekleidungshaus Koelbl in der Brienner Straße. Später leitete sie erfolgreich einen Nähkurs im Kinderheim an der Antonienstraße 7.
Auch auf den Transport, der vermeintlich nach Riga gehen sollte, nahm sie ihre kleine Nähmaschine mit. Ihre Verwandte Else Roth (Frau des emigrierten Bruno Roth) hatte ihr noch beim Packen ihrer Habseligkeiten geholfen.
Sie wurde gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrer Schwester Marianne und ihrer Tochter Ilse deportiert.
Grab des Vaters Julius Rödelheimer (1859-1925): Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 11, Reihe 8, Platz 3 (Granit, nach Westen ausgerichtet).
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust
