Josef Adler

Josef Adler
* 17.06.1875 in Dittlofsroda, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Reichenbachstraße 21, 80469 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

Landwirt und Viehhändler, geboren am 17.06.1875 in Dittlofsroda, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Eltern

Lippmann (Liebmann) Adler, Kaufmann in Dittlofsroda, Babette (Behla) , geb. Nußbaum

Geschwister

Leon, geboren am 04.07.1872 in Dittlofsroda, gestorben 1927
Meier, geboren am 10.05.1873 in Dittlofsroda

Ehepartner

Heirat am 08.11.1908 in Ermetzhofen mit Emma Stark, geboren am 04.08.1886 in Ermetzhofen, Kr. Neustadt an der Aisch, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas

Kinder

Ludwig, geboren am 05.05.1910 in Ermetzhofen
Renate, geboren am 18.03.1924 in Ermetzhofen

Adressen in München

Zugezogen am 09.11.1938 von Ermetzhofen

  • Reichenbachstraße 21, Riemer (seit 28.11.1938) (bis 21.06.1940)
  • Thierschstraße 4, Issac (seit 21.06.1940) (bis 01.10.1940)
  • Thierschstraße 7, Feibusch (seit 01.10.1940) (bis 12.11.1941)
  • Knorrstraße 148 – Barackenlager (seit 12.11.1941) (bis 20.11.1941)

Weitere Informationen

Josef Adler leistete 1895 bis 1897 Militärdienst 1895 bis 1897 beim 4. Infanterie-Regiment Metz, letzter Truppenteil: Landsturm Btl. Ingolstadt als Gefreiter.

Josef und Emma Adler lebten bis November 1938 in Haus 76 in Ermetzhofen, sie wurden im Zuge des Pogroms vom November 1938 aus ihrem Heimatdorf vertrieben und kamen nach München, wo ihr Sohn bereits seit 1932 lebte. Die Tochter lebte seit 03.11.1938 im Kinderheim Antonienstr. 7.

Beiden Kindern gelang 1939 die Emigration nach England. 2001 lebte Renate Heidingsfelder in New York.

Sohn Ludwig starb am 28.06.1974.

Das Ehepaar Adler bemühte sich vergeblich um Emigration in die USA.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust