Julie Katharina Weiss
Julie Katharina Weiss
* 30.05.1901 in München, deportiert am 05.06.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz am 12.07.1942
Viktor-Scheffel-Straße 16, 80803 München
Stolperstein verlegt am 12.08.2008
Biografie

geboren am 30.05.1901 in München, ledig, deportiert am 05.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet in Auschwitz
Eltern
Emanuel Emil Weiss, Möbelfabrikant in München, Jeanette Weiss geb. Bauer, Möbelhändlerin
Geschwister
Joseph, geboren am 12.04.1894 in Wien, Österreich, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas
Johann, geboren am 21.02.1897 in München
Leopold, geboren am 27.02.1899 in München, ermordet am 20.06.1941 im KZ Dachau
Adolf, geboren am 08.01.1900 in München, gestorben am 12.03.1917 in München
Friedrich, geboren am 15.02.1903 in München, ermordet am 27.05.1942 in Berlin-Plötzensee
Leo, geboren am 21.05.1904 in München, gestorben 14.01.1920 München
Magdalena, geboren am 11.12.1905 in München, emigrierte im September 1933
Rosa Vetter, geboren am 05.08.1907 in München, seit 1933 in Traunstein, überlebte dort die Shoah
Henriette, geboren am 01.05.1911 in München, emigrierte im Januar 1937 über Zürich nach Südafrika
Adressen in München
- Viktor-Scheffel-Straße 16, bei der Mutter (seit 28.05.1929)
- Fürstenrieder Straße 155 (seit 19.01.1930)
- Bergmannstraße 58, bei der Mutter (seit 10.06.1941)
- Hermann-Schmid-Straße 5 (seit 22.07.1941)
Weitere Informationen
Julie Katharina Weiss litt an einer schweren Rückgratverkrümmung und war an beiden Beinen gelähmt, sie wurde wiederholt in der Kuranstalt Neufriedenheim, Fürstenrieder Str. 155, stationär behandelt, zuletzt von 01.03.1936 bis 07.06.1941.
Sie wurde am 19.10.1944 von Theresienstadt nach Auschwitz deportiert und ermordet. Es ist anzunehmen, dass sie aufgrund ihrer Behinderung noch am Tag der Ankunft ermordet wurde.
Der Vater starb am 08.11.1925 in München, die Mutter wurde einen Tag vor Julie Weiss nach Theresienstadt deportiert und starb dort am 06.08.1942.
Für Julie Weiss, ihre Mutter und den Bruder Leopold wurden am 12.08.2008 in der Viktor-Scheffel-Straße 16 Stolpersteine verlegt.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust Institut Terezínské iniciativy
