Julius Basch

Julius Basch
* 15.05.1876 in München,
gestorben in München am 01.10.1940

Widenmayerstraße 16, 80538 München
Stolperstein verlegt am 18.04.2013

Biografie

Fabrikant, Kaufmann, geboren am 15.05.1876 in München, verheiratet, gestorben am 01.10.1940 in München (28. Elul 5700)

Eltern

Ludwig Basch, Kaufmann in München, Maria Basch, geb. Loewenmayer

Ehepartner

Heirat am 20.01.1902 in Nürnberg mit Else Basch, geb. Ordenstein, geboren am 04.08.1878 in Nürnberg, gestorben am 18.06.1944 in Theresienstadt

Kind(er)

Ernst, geboren am 11.03.1909 in München

Adressen in München

  • Steinsdorfstraße 15 (seit 01.01.1902) (bis 29.03.1926)
  • Widenmayerstraße 16 (seit 01.01.1926)

Weitere Informationen

Julius Basch wird am 15. Januar 1876 als einziges Kind des Kaufmanns Ludwig Basch und seiner Ehefrau Maria in München geboren. Wie sein Vater macht er eine Ausbildung zum Kaufmann und Fabrikant. Else Basch wird am 4. August 1878 als erstes von zwei Kindern des Hopfenhändlers Josef Ordenstein und seiner Ehefrau Ida in Nürnberg geboren. Dort besucht sie eine Mädchenschule und verwaltet anschließend die Finanzen des Vereins für Wohltätigkeit. Am 20. Januar 1902 heiratet das Paar in Nürnberg und wohnt fortan in der Steinsdorfstraße 15 in München. Die Eheleute Basch sind Eigentümer des – heute vom Herrenausstatter Hirmer genutzten – Anwesens in der Kaufingerstraße 28. Am 1. Januar 1926 zieht die Familie um in die Widenmayerstraße 16.

Julius Basch war vom 10.11.1938 bis 25.11.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.

Julius Basch stirbt am 1. Oktober 1940 in München; die genauen Umstände seines Todes sind nicht bekannt. Die nun verwitwete Else Basch lebt ab 1. November 1941 im Krankenheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Hermann-Schmid-Straße 5. Am 4. Juni 1942 muss sie sich mit einer „freiwilligen“ Spende in Höhe von 15.000 Reichsmark an der Finanzierung des Lagers Milbertshofen beteiligen. Sechs Tage später, am 12. Juni 1942, kommt sie unter der Transportnummer 250 mit dem fünften Transport aus München nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten 49 die Shoah nicht. Auch Else Basch wird am 18. Juni 1942 in Theresienstadt ermordet.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives