Karl Levi

Karl Levi
* 07.02.1887 in Aufhausen, Kreis Neresheim, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Waltherstraße 29, 80337 München
Stolperstein verlegt am 12.11.2018

Biografie

Kaufmann, Vertreter, geboren am 07.02.1887 in Aufhausen, Kr. Neresheim, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Ehepartner

Else Levy, geb. Joseph, geboren am 06.06.1889 in Thorn

Kind(er)

Liselotte, geboren am 09.07.1924 in München

Adressen in München

  • Waltherstraße 29

Weitere Informationen

Karl Levi wurde am 7. Februar 1887 in Aufhausen, Kreis Neresheim, geboren. Der Kaufmann und Vertreter war mit Else Levi, geb. Joseph verheiratet. Das Ehepaar hatte eine Tochter: Lieselotte Hermine Levi, die am 9. Juli 1924 in München geboren wurde. Lieselotte Hermine war Lehrling in einem Strickwarengeschäft, solang sie das sein durfte: Denn etwa bestehende Lehrverhältnisse wurden ab 1935 erschwert, nach dem 10.November 1938 nicht mehr geduldet.

Karl Levi war vom 10.11.1938 bis 19.12.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.

Alle drei – Vater, Mutter und Tochter Levi – wurden am 20.11.1941 mit dem ersten Deportationszug vom Bahnhof Milbertshofen zusammen mit eintausend jüdischen Münchner Kindern, Frauen und Männern nach Kaunas transportiert, wo sie nach der Ankunft von den Einsatzgruppen erschossen wurden.

In einem Seitengang im Münchner Rathaus befindet sich eine Gedenktafel, die an die Gräuel dieser Deportation erinnert und im Fort IX in Kaunas ist auch eine Erinnerungstafel angebracht. Jedoch ist der Rathauskorridor/Treppenaufgang nur zu Bürozeiten öffentlich zugänglich und man muss auch wissen welcher Aufgang in einem Labyrinth von Gängen es ist, um die Tafel zu finden. Die drei Stolpersteine sollen dagegen für Passanten gut sichtbar an die Ermordeten erinnern: vor ihrem einstigen Wohnhaus, wo sie als angesehene Bürger und gute Nachbarn gelebt haben.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der
 nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust