Leopold Lehmann

Leopold Lehmann
* 12.12.1876 in in München, deportiert am 04.04.1942
nach Piaski, ermordet in Piaski

Leopoldstraße 52a, 80802 München
Stolperstein verlegt am 05.11.2019

Biografie

Fabrikant und Handelsrichter, geboren am 12.12.1876 in München, verheiratet, deportiert am 04.04.1942 aus München nach Piaski, ermordet in Piaski

Eltern

Isaak Lehmann, Textilgroßhändler in München, Friederike Lehmann, geb. Raff

Geschwister

Josefine Neuburger, geboren 18.09.1881 München, von Augsburg deportiert, für tot erklärt

Ehepartner

Heirat am 17.03.1909 in Meiningen mit Lilly Lehmann, geb. Ortweiler, geboren am 13.08.1886 in Meiningen, Thüringen

Kinder

Erna, geboren am 15.01.1910 in München
Ernst, geboren am 11.09.1914 in München

Adressen in München

  • Goethestraße 72 (seit 01.04.1909)
  • Schillerstraße 15 (seit 22.03.1932)
  • Geroltstraße 37 (seit 02.05.1935)
  • Harthauser Straße 7, Bachmann (seit 02.01.1939)
  • Mauerkircherstraße 13, Bacharach (seit 08.05.1939)
  • Leopoldstraße 52a, Mayer (seit 02.01.1939)
  • Tengstraße 27 (seit 01.10.1941)
  • Jakob-Klar-Straße 1 (seit 22.10.1941)
  • Knorrstraße 148 – Barackenlager (seit 01.01.1942)
  • Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim

Weitere Informationen

Leopold Lehmann besuchte die Städtische Handelsschule München und hielt sich 1895-1896 zur Ausbildung (Baumwoll- u. Kunstseidenweberei) in England auf. Er arbeitete anschließend als Geschäftsführer in der Fa. Raff & Söhne, einer mechanischen Kunstseide- und Buntweberei, Schillerstraße 15/0. Er war gerichtlich vereidigter Sachverständiger für baumwollene Fabrikationsgarne und Handelsrichter.

Bis 1933 war er Mitglied der Technischen Nothilfe.

Leopold Lehmann war vom 10.11.1938 bis 15.11.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.

Seine verwitwete Mutter wurde von Augsburg über München nach Theresienstadt deportiert und starb dort am 19.08.1942.

Leopold Lehmann wurde mit seiner Ehefrau deportiert.

Tochter Erna verübte am 31.03.1942 Suizid durch Gasvergiftung.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust