Lieselotte Hermine Levi

Lieselotte Hermine Levi
* 09.07.1924 in München, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Waltherstraße 29, 80337 München
Stolperstein verlegt am 12.11.2018

Biografie

Lehrmädchen, geboren am 09.07.1924 in München, ledig, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Eltern

Karl Levi, Vertreter in München, Else Levi, geb. Joseph

Adressen in München

  • Waltherstraße 29, bei den Eltern
  • Schlosserstraße

Weitere Informationen

Lieselotte Hermine Levi wurde am 9. Juli 1924 als einziges Kind von Karl und Else Levi in München geboren. Sie war Lehrling in einem Strickwarengeschäft, solang sie das sein durfte: Denn etwa bestehende Lehrverhältnisse wurden ab 1935 erschwert, nach dem 10. November 1938 nicht mehr geduldet.

Alle drei – Vater, Mutter und Tochter Levi – wurden am 20.11.1941 mit dem ersten Deportationszug vom Bahnhof Milbertshofen zusammen mit eintausend jüdischen Münchner Kindern, Frauen und Männern nach Kaunas transportiert, wo sie nach der Ankunft von den Einsatzgruppen erschossen wurden.

In einem Seitengang im Münchner Rathaus befindet sich eine Gedenktafel, die an die Gräuel dieser Deportation erinnert und im Fort IX in Kaunas ist auch eine Erinnerungstafel angebracht. Jedoch ist der Rathauskorridor/Treppenaufgang nur zu Bürozeiten öffentlich zugänglich und man muss auch wissen welcher Aufgang in einem Labyrinth von Gängen es ist, um die Tafel zu finden. Die drei Stolpersteine sollen dagegen für Passanten gut sichtbar an die Ermordeten erinnern: vor ihrem einstigen Wohnhaus, wo sie als angesehene Bürger und gute Nachbarn gelebt haben.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust