Ludwig Hamberger
Ludwig Hamberger
* 05.01.1880 in Würzburg,
gestorben in München am 31.07.1942
Mariahilfstraße 7, 81541 München
Stolperstein verlegt am 12.11.2018
Biografie

Kaufmann, geboren am 05.01.1880 in Würzburg, verheiratet, gestorben am 31.07.1942 in München
Eltern
Moses Hamberger, Kaufmann, Karolina Hamberger, geb. Groß
Ehepartner
Josefine, geb. Trieb, geboren am 09.01.1877, gestorben am 24.03.1945 in München.
Die Ehe galt als Mischehe.
Adressen in München
Zugezogen am 05.07.1909
- Mariahilfstraße 7, Frick (seit 23.03.1922)
- Goethestraße 66, Holzer (seit 02.06.1939)
- Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 30.06.1942)
- Goethestraße 7 (seit 15.07.1942)
Weitere Informationen
Ludwig Abraham Louis Hamberger kam am 5. Januar 1880 als Kind des Kaufmanns Moses Hamberger und seiner Frau Karolina in Würzburg zur Welt. Ludwig trat in die Fußstapfen seines Vaters und wurde ebenfalls Kaufmann.
Ludwig heiratete Josefine Hamberger, eine geborene Trieb. Das Ehepaar zog am 5. Juli 1909 nach München in eine Wohnung im Erdgeschoß der Mariahilfstraße 7.
Ludwig HAmberger war vom 10. November bis 19. Dezember 1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.
Ludwig und Josefine Hamberger wurden am 30. Juni 1942 von der Gestapo und der SS gezwungen, in das Internierungslager in der Clemens-August-Straße 9 “umzuziehen” – wie es die Nazis nannten -, wo sie für die Behörden leichter aufzufinden, zu schikanieren und zu kontrollieren waren. Wie andere Münchner Lager, war auch die Clemens-August-Straße ein überbelegtes Barackenlager, ein sogenanntes “Judenhaus”.
Ludwig Hamberger kam am 31. Juli 1942 unter ungeklärten Umständen in München ums Leben. An diesem Tag startete von München aus einer der vielen Transporte ins KZ Theresienstadt.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives
