Ludwig Ordenstein
Ludwig Ordenstein
* 25.04.1877 in Nürnberg, deportiert am 03.06.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Theresienstadt am 22.08.1942
Landwehrstraße 22, 80336 München
Stolperstein noch nicht verlegt
Biografie

Kaufmann, geboren am 25.04.1877 in Nürnberg, ledig, deportiert am 03.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 22.08.1942 in Theresienstadt (09. Elul 5702)
Eltern
Josef Ordenstein, Hopfenhändler in München, früher Tegernsee, Ida Ordenstein, geb. Lauchheimer
Geschwister
Else verheiratete Basch, geboren am 04.08.1878 in Nürnberg, gestorben am 18.06.1944 im Ghetto Theresienstadt
Richard, geboren am 14.12.1882 in Nürnberg, gestorben am 28.02.1914 in London
Fanny verheiratete Czempin, geboren am 12.02.1889, in Nürnberg
Adressen in München
Zugezogen am 01.01.1897
- Landwehrstraße 22, Ritter (seit 30.06.1905)
- St.-Pauls-Platz 6, Spier (seit 05.05.1937)
- Landwehrstraße 68, Neustatt (seit 01.03.1938)
- Elisabethstraße 39, Mohr (seit 05.01.1939)
- Knorrstraße 148 – Barackenlager (seit 02.03.1942)
- Hermann-Schmid-Straße 7 – Israelitisches Krankenhaus
Weitere Informationen
Ludwig Ordenstein besuchte die Handelsschule. Mit Louis Oberdorfer betrieb er die 1866 gegründete Zigarrengroßhandlung “Moritz Ritter” in der Landwehrstraße 22/0, sowie die Safran- und Labhandlung “Gebr. Oberdorfer” in der Landwehrstraße 22/0.
Er war im Mai 1938 nach einer Erhebung des Gewerbeamtes nicht gewerbsmäßig tätig und lebte von Ersparnissen.
Ludwig Ordenstein war vom 10.11.1938 bis 25.11.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.
Er wurde am 03.06.1942 mit Transport II/1 (Deportationsnr. 2) nach Theresienstadt deportiert. Von den 50 Deportierten dieses Transports überlebten 10 die Shoah.
Seine Schwester Fanny Czempin emigrierte mit ihrer Familie aus Berlin nach Palästina.
Familiengrab Ordenstein (Bruder Richard Ordenstein; Eltern Ida und Josef Ordenstein): Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 2, Reihe 8, Platz 10 (Muschelkalk, Ziersäulen, Zierornamente).
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust Institut Terezínské iniciativy
