Margot Klara Ruthenburg

Margot Klara Ruthenburg
* 15.10.1928 in München, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Mathildenstraße 12, 80336 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

Schülerin, geboren am 15.10.1928 in München, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Eltern

Gustav Ruthenburg, Kaufmann in München, Selma Ruthenburg, geb. Mayer

Geschwister

Ingeborg, geboren 15.10.1928 München, ermordet 25.11.1941 Kaunas

Adressen in München

  • Mathildenstraße 12, bei den Eltern (seit 15.10.1928)
  • Antonienstraße 7 – Kinderheim der Israelitischen Jugendhilfe e.V. (seit 10.11.1940)
  • Reichenbachstraße 6, bei den Eltern (seit 08.02.1941) (bis 20.11.1941)

Weitere Informationen

Margot Ruthenburg und ihre Zwillingsschwester Inge wurden in München geboren und lebten dort mit ihren Eltern und ihrer Tante Hilde Maier.

Margot besuchte die Jüdische Volksschule in der Herzog-Rudolf-Straße und lebte zusammen mit ihrer Schwester für circa drei Monate im Kinderheim der Israelitischen Kultusgemeinde in der Antonienstraße. Fotos aus dieser Zeit zeigen die beiden Mädchen bei Sportveranstaltungen. Nach Erinnerungen des Mitschülers Hugo Holzmann war Margot Ruthenburg ein kontaktfreudiges Mädchen, das hin und wieder mit Mitschülern flirtete. Die ganze Familie Ruthenburg und Margots Tante wurden am 20.11.1941 nach Kaunas deportiert und dort am 25.11.1941 erschossen. Die jüdischen Münchner Kinder, Frauen und Männer wurden in Gruppen von 80 Menschen von den Wachen in Richtung der bereits vorher ausgehobenen Gräben geschickt. Die Gefangenen mussten sich ausziehen und mit dem Gesicht nach unten nebeneinander legen, um so erschossen zu werden. Der Anblick dieses unfassbar grausamen Leids war vermutlich das Letzte was Margot Ruthenburg gesehen hat.

Text: Lina Koch, Lektorat: Eva Tyrell

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
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