Markus Leimberg

Markus Leimberg
* 28.07.1878 in Jezierna (heute Polen), deportiert am 30.01.1944
aus Mailand nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz am 06.02.1944

Rumfordstraße 28, 80469 München
Stolperstein verlegt am 13.10.2024

Biografie

Markus Salomon Leimberg

Vertreter, geboren am 28.07.1878 in Jezierna, bei Tarnopol, Ostgalizien, geschieden, emigriert am 01.08.1938 nach Italien, deportiert am 30.01.1944 aus Mailand nach Auschwitz, ermordet am 06.02.1944 in Auschwitz (12. Shewath 5704)

Eltern

Henriette Leimberg, Gouvernante in Jezierna, verh. mit Isaak Fuchs

Geschwister

Sara Lea, geboren am 05.06.1883 in Jezierna

Ehepartner

Heirat am 21.12.1902 in Jezierna, Ostgalizien mit Marie Leimberg, geb. Rubinstein, geboren am 28.05.1878 in Jezierna, Ostgalizien, gestorben am 25.02.1935 in München

Kinder

Fanny, geboren am 18.09.1903 in München
Bernhard, geboren am 19.08.1906 in München
Erna, geboren am 14.03.1910 in München

Adressen in München

Zugezogen am 27.01.1903 von Jezierna

  • Kapuzinerstraße 8 (seit 11.10.1920)
  • Baumstraße 11 (seit 02.10.1931)
  • Rumfordstraße 28 (seit 08.01.1934)
  • Adlzreiterstraße 23 (seit 16.12.1934)
  • Baumstraße 11 (seit 19.04.1935)

Weitere Informationen

Markus Salomon Leimberg nahm am I. Weltkrieg teil. Er befand sich seit 1915 in russischer Gefangenschaft. Er betrieb seit 1925 eine Provisionsvertretung in Textilien in der Baumstraße 11/0, vorher war er Inhaber einer Agentur für Ansichts- und Gratulationskarten gewesen.

Sohn Bernhard emigrierte 1939 nach Shanghai, er remigrierte 1957.

Markus Leimberg emigrierte gemeinsam mit seiner Tochter Erna. Laut Libro della Memoria wurde er im Mailänder Gefängnis inhaftiert und am 30.01.1944 mit convoglio 6 nach Auschwitz deportiert. Er wurde unmittelbar nach Ankunft des Transportes am 06.02.1944 in Auschwitz ermordet.

Seine beiden Töchter flohen am 08.12.1943 in die Schweiz. Sie überlebten die Shoah.

Quelle:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945