Max Abeles

Max Abeles
* 21.09.1865 in Chiesch, Bezirk Luditz, Westböhmen (heute: Chyše, Tschechien), deportiert am 17.06.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Treblinka am 31.12.1943

Lindenschmitstraße 49, 81373 München
Stolperstein verlegt am 14.05.2023

Biografie

Max (Max Matatiahu) Abeles

Kaufmann, geboren am 21.09.1865 in Chiesch, Kr. Luditz, Westböhmen (heute: Chyše, Tschechien), verheiratet, deportiert am 17.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 31.12.1943 in Treblinka

Eltern

Israel Abeles, Kaufmann, zuletzt in München, Therese , geb. Epstein

Geschwister

Ignatz Abeles
Bertha Buxbaum
Adelheid Abeles
Adolf, geboren 20.08.1861 Rabenstein an der Schnella, Böhmen (heute: Rabštejn nad Strelou, Tschechien)

Ehepartner

Heirat am 02.10.1890 in Kaunova mit Dorothea Aschenbrenner, geboren am 07.01.1867 in Kaunowa, Bez. Saaz, Böhmen (heute: Kounov, Tschechien)

Kinder

Friedrich Jitzchak, geboren am 01.04.1892 in Chiesch
Therese, geboren am 18.08.1893 in Chiesch
Ernst, geboren am 21.06.1895 in Chiesch
Eugen, geboren am 02.09.1897 in Chiesch
Oskar, geboren am 28.09.1900 in München
Otto, geboren am 21.02.1902 in München
Joseph, geboren am 18.03.1905 in München
Heinrich, geboren am 08.04.1908 in München, gestorben am 09.04.1909 in München

Adressen in München

Zugezogen am 30.10.1899 von Chiesch/Westböhmen

  • Tegernseer Landstraße 47, Schmidt (seit 08.10.1910) (bis 01.04.1932)
  • Lindenschmitstraße 49 (seit 30.03.1932) (bis 03.07.1940)
  • Leopoldstraße 52a (seit 03.07.1940) (bis 19.11.1941)
  • Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 19.11.1941) (bis 05.02.1942)
  • Knorrstraße 148 – Barackenlager (seit 06.02.1942) (bis 17.06.1942)

Weitere Informationen

Max Abeles war der Gründer der Fa. Zigaretten & Tabakfabrik Abeles GmbH Lindwurmstraße 127.

Die Söhne Eugen, Ernst und Friedrich wurden in Kaunas ermordet.

Sohn Joseph emigrierte im März 1938 über Teplitz nach New York, er starb am 12.03.1994 in Queens, New York. Die Söhne Oskar (gestorben Mai 1982 New York) und Otto emigrierten Anfang 1939 ebenfalls nach New York. Tochter Therese Heymann emigrierte im September 1937 nach Mailand, von dort nach New York, sie war in zweiter Ehe mit Emil Silbermann verheiratet und starb am 15.11.1979 in Palisades, New York.

Max Abeles (Transportnr. 251) und seine Ehefrau kamen am 18.06.1942 mit dem Transport II/6 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebte nur eine die Shoah. Drei Monate nach der Ankunft im Ghetto wurde das Ehepaar Abeles mit Transport Bo am 19.09.1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und nach der Ankunft ermordet.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust
Institut Terezínské iniciativy