Moritz Bender
Moritz Bender
* 18.04.1878 in Mayen, Kreis Rotlang, deportiert am 04.04.1942
nach Piaski, ermordet in Piaski
Liebherrstraße 20, 80538 München
Stolperstein noch nicht verlegt
Biografie

Mechaniker, Kaufmann, geboren am 18.04.1878 in Mayen, Kr. Rotlang, verheiratet, deportiert am 04.04.1942 aus München nach Piaski, ermordet in Piaski
Eltern
Joseph Bender, Kaufmann in Mannheim, Johanna Bender, geb. Wolf
Ehepartner
Heirat am 16.02.1921 in Grünsfeld mit Amalie Bender, geb. Rosenbaum, geboren am 02.05.1892 in Grünsfeld, Kr. Tauberbischofsheim
Kinder
Ritta, geboren am 27. oder 28.02.1922 in München
Justin, geboren am 03.07.1923 in München
Johanna, geboren am 21.05.1927 in München
Adressen in München
Zugezogen am 28.10.1918
- Blumenstraße 33, Cohn (seit 18.02.1919) (bis 03.06.1932)
- Liebherrstraße 20 (seit 03.06.1932) (bis 21.07.1937)
- Thierschstraße 5, Hahn (seit 21.07.1937) (bis 20.04.1938)
- Columbusstraße 2, Rosenbaum (seit 20.04.1938) (bis 18.03.1939)
- Reichenbachstraße 27 (seit 18.09.1939) (bis 23.03.1942)
- Clemens-August-Straße 9 – Sammellager in Berg am Laim (seit 23.03.1942) (bis 01.04.1942)
- Knorrstraße 148 – Barackenlager (seit 01.04.1942) (bis 03.04.1942)
Weitere Informationen
Moritz Bender leistete von 1915 bis 1918 Militärdienst, zunächst beim Landwehr Infanterie Regiment Nr. 7 als Infanterist, später beim Bayerischen Sturmbattaillon 15.
In erster Ehe heiratete Moritz Bender am 29.09.1904 in Mannheim Margarete Fenzel. Die Ehe blieb kinderlos und wurde am 26.04.1918 in Frankfurt am Main geschieden. Die zweite Ehe schloß er am 18.02.1919 in München mit Emma Strauß (geboren 03.01.1883 München, gestorben 25.06.1920 München).
In Untermenzing betrieb er bis 1937 eine Mechanikerwerkstatt. Er machte zwei patentierte Erfindungen, ein auswechselbares Messer für eine Stahlschneidezange sowie eine “Drahthand” zum Trocknen von Handschuhen.
Später betrieb er in der Thierschstraße 5/III eine Zimmervermietung (3 Zi, 5 B) an Fremde. 1938 mußte er dieses Gewerbe aufgeben; seinen Lebensunterhalt bestritt er aus einer Unterstützung des Städt. Wohlfahrtsamtes in Höhe von RM 60.- (für die er pro Woche eine fünf-tägige Pflichtarbeit ableisten mußte).
Er wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau und Tochter Johanna nach Piaski deportiert. Es ist zu vermuten, dass alle drei dort umkamen.
Sein Sohn Justin starb am 04.04.1939 in München.
Der Tochter Ritta, verh. Bachenheimer, gelang im August 1940 die Emigration nach Palästina.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust
