Paula Wirth, geb. Lipcowitz

Paula Wirth, geb. Lipcowitz
* 11.07.1884 in München, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Lindenschmitstraße 45, 81373 München
Stolperstein verlegt am 09.11.2023

Biografie

Paula (Pauline) Wirth, geb. Lipcowitz

geboren am 11.07.1884 in München, verwitwet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Eltern

Joseph Lipcowitz, Kaufmann in München, Gretchen Lipcowitz, geb. Lemle

Geschwister

Adolf, geboren am 06.11.1885 in München, im Februar 1939 nach London, England, emigriert
Friedrich, geboren am 03.01.1889 in München, gestorben am 07.02.1939 in München
Ernst, geboren am 13.04.1893 in München, gefallen am 26.08.1914 in Raves, Vogesen
Lilly Koppel, geboren am 14.01.1899 in München, nach Piaski deportiert und ermordet

Ehepartner

Heirat am 07.01.1909 in München mit Leopold Wirth, Kaufmann, geboren am 23.05.1874 in Gemünden, gestorben am 16.11.1921 in München

Kind(er)

Fritz, geboren am 09.03.1911 in München

Adressen in München

  • Lindenschmitstraße 45 (seit 01.07.1932)
  • Goethestraße 20 (seit 05.07.1934)
  • Landwehrstraße 65 (seit 03.12.1938)
  • Tengstraße 27 (seit 17.10.1940)
  • Holzkirchner Straße 5 (seit 01.11.1941)

Weitere Informationen

Pauline Wirth besuchte sechs Jahre die Mittelschule, dann die Höhere Töchterschule.

Ihr Mann Leopold Wirth verstarb 1921 an einem “im Felde zugezogenen Herzleiden”.

Pauline Wirth mußte sich ab 1933 wegen ihrer reaktiven Depressionen und ihrer Psychopathien acht Mal in der Heckscher Klinik behandeln lassen. Beim letzten Aufenthalt vom 08.04. bis zum 04.05.1938 stellten die Ärzte eine durch die äußeren Umstände bedingte Verschlimmerung ihrer Krankheit fest.

Ihr Sohn Fritz emigrierte nach New York. Fred Wirth starb am 29.01.1999 in Queens, New York.

Für ihre Schwester Lilly Koppel soll ebenfalls ein Stolperstein in München verlegt werden.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust