Rudolf Vollmer
Rudolf Vollmer
* 07.09.1871 in Hagenbach, Kreis Germersheim, deportiert am 03.07.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Treblinka am 30.09.1942
Hermann-Lingg-Straße 2, 80336 München
Stolperstein noch nicht verlegt
Biografie

Viehhändler, Handelsmann, geboren am 07.09.1871 in Hagenbach, Kr. Germersheim, Pfalz, verheiratet, deportiert am 03.07.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 30.09.1942 in Treblinka
Eltern
Lazarus Vollmer, Ziegeleibesitzer in Hagenbach, Henriette Vollmer, geb. Blum
Geschwister
Friederika Kahn, geboren am 24.08.1860 in Hagenbach
David, geboren am 02.08.1861 in Hagenbach, gestorben am 29.11.1861 in Hagenbach
Bertha, geboren am 14.10.1862 in Hagenbach
Siegmund, geboren am 21.07.1864 in Hagenbach, gestorben 03.07.1865 Hagenbach
Rosa Reiss, geboren am 25.02.1866 in Hagenbach, gestorben am 10.03.1942 in München
Florentine Kullmann, geboren am 26.02.1867 in Hagenbach, ermordet am 28.10.1943 in Theresienstadt
Maximilian, geboren am 23.04.1868 in Hagenbach, gestorben am 09.05.1868 in Hagenbach
Leontine, geboren am 10.10.1868 in Hagenbach
Rudolf, geboren am 07.09.1871 in Hagenbach
Alfred, geboren am 25.11.1874 in Hagenbach
Ehepartner
Heirat am 09.11.1899 in Pirmasens mit Rosa Vollmer, geb. Weil, geboren am 14.08.1875 in Pirmasens
Kinder
Nelli, geboren am 25.09.1901 in Hagenbach
Anna, geboren am 11.11.1903 in Hagenbach
Hilda, geboren am 14.07.1910 in Hagenbach
Ilse, geboren am 11.04.1914 in Hagenbach
Karl, geboren am 18.08.1900 in Hagenbach
Adressen in München
Zugezogen am 24.09.1921
- Hermann-Lingg-Straße 2 (seit 24.09.1921)
- Knorrstraße 148 – Barackenlager (seit 10.12.1941)
Weitere Informationen
Rudolf Vollmer betrieb einen Handel mit Nutz-, Zucht- und Rindvieh. Die Genehmigung hierzu wurde am 29.12.1937 vom Viehwirtschaftsverband Bayern widerrufen. Ein Widerspruch gegen diese Entscheidung verzögerte nur die Auflösung des Gewerbes, dessen Abmeldung am 17.12.1938 erfolgte.
Zusammen mit seiner Ehefrau war er Eigentümer des Hauses Hermann-Lingg-Straße 2.
Rudolf Vollmer war vom 10.11.1938 bis 25.11.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau kam er am 04.07.1942 mit Transport II/13 (Transportnr. 612) nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieses Transportes überlebten 7 die Shoah. Das Ehepaar wurde mit Transport Bo am 19.09.1942 von Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka deportiert, alle 1979 Personen wurden ermordet.
Sohn Karl überlebte Theresienstadt, er starb am 02.02.1947 in München. Tochter Nelli wurde in Kaunas ermordet, Tochter Anna nach Piaski deportiert und Opfer der Shoah. Tochter Hilda war kleinwüchsig, sie starb am 12.05.1936 in München. Tochter Ilse Habermann gelang die Emigration nach New York, sie starb hochbetagt am 23.01.2010 in Leonia, New Jersey.
Gedenkinschrift Grab des Sohns Karl Vollmer: Neuer Israelitischer Friedhof, Sektion 15, Reihe 18, Platz 1 (“Zum Andenken an die Eltern – Rudolf u. Rosa Vollmer – gestorben in Theresienstadt”).
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives Statistik des Holocaust Institut Terezínské iniciativy
