Saly Kaufmann

Saly Kaufmann
* 13.09.1881 in Oberseemen,
ermordet im KZ Sachsenhausen am 30.12.1939

Thierschstraße 25, 80538 München
Stolperstein verlegt am 10.06.2021

Biografie

Kaufmann, geboren am 13.09.1881 in Oberseemen, Kr. Schotten, verheiratet, am 30.12.1939 im KZ Sachsenhausen ermordet (18. Tevet 5700)

Eltern

Adolf Kaufmann, Kaufmann, Käthchen, geb. Bing

Ehepartner

Heirat am 15.07.1921 in Frankfurt am Main mit Jenny Rothschild, geboren am 08.07.1887 in Alsfeld, Hessen, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas

Kind(er)

Käthe, geboren am 20.07.1926 in München

Adressen in München

Zugezogen am 18.04.1904

  • Klenzestraße 18, Cohn (seit 18.10.1921)
  • Lindenschmitstraße 52 (seit 11.07.1927)
  • Mathildenstraße 9, Hahn (seit 01.04.1932)
  • Liebherrstraße 20, eigene Wohnung (seit 05.05.1932)
  • Thierschstraße 25, eigene Wohnung (seit 01.01.1935)

Weitere Informationen

Saly Kaufmann kam am 13. September 1881 als einziges Kind der Kaufleute Adolf und Käthchen Kaufmann, geb. Bing in Oberseemen, Kreis Schotten, zur Welt.

Im April 1904 zog er nach München und war dort bis 1938 Inhaber eines Großhandels mit unedlen Metallen.

Am 15. Juli 1921 heiratete er in Frankfurt am Main die sechs Jahre jüngere Jenny Rothschild; am 20. Juli 1926 kam das einzige Kind, Käthe, zur Welt.

Nach der Reichspogromnacht wurde Saly Kaufmann vom 14.11.1938 bis 27.09.1939 in der Strafanstalt Landsberg am Lech-Spötting in sog. „Schutzhaft“ genommen. Nach dieser Haft bemühte er sich vergeblich um Emigration nach Shanghai.

Am 27. September 1939 wurde Saly Kaufmann an die Gestapo “überstellt” und am 30. Dezember 1939 im KZ Sachsenhausen ermordet.

Tochter Käthe konnte im August 1939 kurz nach ihrem 13. Geburtstag mit einem Kindertransport nach England entkommen.

Seine Ehefrau Jenny Kaufmann wurde am 20. November 1941 nach Kaunas deportiert und vier Tage später dort ermordet.

Am 10. Juni 2021 haben die heutigen Bewohner:innen des Hauses in der Thierschstraße 25 auf der Schwelle zum Hauseingang insgesamt sieben Stolpersteine zur Erinnerung an die ermordeten vormaligen Bewohner:innen verlegen lassen.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives