Sophie Weil, geb. Kronheimer

Sophie Weil, geb. Kronheimer
* 06.06.1882 in München, deportiert am 15.07.1942
nach Theresienstadt, ermordet in Theresienstadt am 26.11.1942

Pettenkoferstraße 35, 80336 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

geboren am 06.06.1882 in München, verheiratet, deportiert am 15.07.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 26.11.1942 in Theresienstadt (17. Kislev 5703)

Eltern

Samuel Kronheimer, Bleistiftfabrikant in München, Rosa Kronheimer, geb. Mezger

Geschwister

Johanna Rosenthal, geboren am 20.04.1883 in München, gestorben am 20.02.1941 in München
Dr. phil. Max Wilhelm Kronheimer, geboren am 16.09.1886 in München
Dr. jur. Wilhelm Kronheimer, geboren am 01.05.1888 in München, am 09.12.1942 von Berlin nach Auschwitz deportiert, ermordet in Auschwitz
Hedwig Dina Kehrmann, geboren am 26.01.1890 in München, heiratete 1922 in München Ernst Josef Kehrmann, das Ehepaar lebte im Januar 1939 in Frankfurt am Main

Ehepartner

Heirat am 06.01.1904 in München mit Siegfried Weil, Kaufmann, geboren am 02.06.1874 in München, gestorben im November 1943 in Theresienstadt

Kinder

Robert Sigmund, geboren am 19.09.1904 in München
Fanny, geboren am 26.12.1907 in München
Franz, geboren am 04.07.1909 in München

Adressen in München

  • Pettenkoferstraße 35 (seit 29.09.1913)
  • Trogerstraße 36 (seit 05.09.1933)
  • Leopoldstraße 16 (seit 04.11.1939)
  • Sternwartstraße 24 (seit 12.01.1940)
  • Leopoldstraße 16 (seit 31.03.1941)

Weitere Informationen

Sophie Weil besuchte sechs Jahre die Mittelschule.

Sohn Franz starb am 14.07.1928 in München. Die beiden anderen Kinder emigrierten: Robert am 16.01.1939 nach New York, er lebte später in Hollywood, am 21.10.1981 starb er in Los Angeles, Kalifornien. Tochter Fanny emigrierte am 06.03.1940 nach Houston, Texas, sie starb am 22.10.2001 in Houston.

Sophie Weil (Transportnr. 704) kam mit ihrem Ehemann am 16.07.1942 mit Transport II/15 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebten acht die Shoah. Laut Todesfallanzeige des Ältestenrates des Ghettos starb sie am 26.11.1942 in Zimmer 112 des Gebäudes H V (Dresdner Kaserne) um 9 Uhr an “Phlegmone”, sie hatte an Multipler Sklerose gelitten. Die Beerdigung fand zwei Tage später um 15 Uhr statt.

Quellen:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
Statistik des Holocaust
Institut Terezínské iniciativy