Theodor Fellheimer

Theodor Fellheimer
* 07.06.1886 in Göppingen, deportiert am 20.11.1941
nach Kaunas, ermordet in Kaunas am 25.11.1941

Lindwurmstraße 19, 80337 München
Stolperstein noch nicht verlegt

Biografie

Kaufmann, geboren am 07.06.1886 in Göppingen, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702)

Eltern

Isaak Fellheimer, Pferdehändler in Göppingen, Mathilde Fellheimer, geb. Bernheim

Geschwister

Joseph, geboren 1889 in Göppingen, am 01.12.1941 von Stuttgart nach Riga deportiert, ermordet
Elsa Hammer, geboren am 01.12.1884 in Göppingen, verheiratet mit dem Nichtjuden Karl Hammer, lebte in Friedrichshafen-Fischbach, am 14.09.1943 über Stuttgart nach Auschwitz deportiert, ermordet am 24.09.1943 in Auschwitz

Ehepartner

Jette Fellheimer, geb. Guggenheim, geboren am 17.04.1893 in Gailingen, Kreis Konstanz, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas

Kinder

Margot, geboren am 25.05.1922 in München
Lore Luise, geboren am 20.02.1929 in München

Adressen in München

Zugezogen am 17.09.1919

  • Kreuzstraße 12 (seit 23.11.1922)
  • Lindwurmstraße 19 (seit 01.12.1927)

Weitere Informationen

Theodor Fellheimer war Provisionsvertreter in Bettfedern und Textilwaren. Dieses Gewerbe wurde am 09.01.1939 für den 31.12.1938 abgemeldet. Danach lebte Theodor Fellheimer und seine Familie von der Untervermietung von Zimmern (am 17.01.1939 “drei jüdische Untermieter”). Unterstützung erhielt er von Januar bis Juni 1939 von der Israelitischen Kultusgemeinde. Ab Juni 1939 Arbeit als Zwangsarbeiter bei der lith. Anstalt Leopold Poeller, Schmellerstraße 11/0 R (monatl. 80 RM).

Vom 10.11.1938 bis 20.12.1938 war Theodor Fellheimer in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.

Tochter Margot gelang im Mai 1939 mit einem Kindertransport die Emigration nach England.

Theodor Fellheimer wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau und der jüngsten Tochter Lore Luise deportiert und ermordet.

Quelle:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945
Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“
Arolsen Archives
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