Walter Klingenbeck

Walter Klingenbeck
* 30.03.1924 in München, deportiert am 26.01.1942
ermordet in München Stadelheim am 05.08.1943

Ludwigstraße 22, 80539 München
Stolperstein verlegt am 17.09.2023

Biografie

geboren am 30.03.1924 in München deportiert am 26.01.1942, ermordet in Stadelheim am 05.08.1943

Walter Klingenbeck war engagiertes Mitglied der katholischen Jungschar von St. Ludwig. Diese Jugendgruppe wurde 1936 von den Nationalsozialisten aufgelöst.

1941 begann er eine Lehre als Schaltmechaniker. Mit gleichgesinnten Freunden, alle Radiotechniker, hörten sie ausländische Radiosender, und entwickelten einen eigenen Sender, mit dem sie Nachrichten der sogenannten Feindsender verbreiteten. Zudem verteilte die Gruppe regimekritische Flugblätter und brachte an mehreren Häusern das Victory-Zeichen der Alliierten an.

Die Gruppe wurde denunziiert und verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte Klingenbeck wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Das Urteil wurde an Walter Klingenbeck als Anführer der Gruppe vollstreckt, er wurde am 05.08.1943 in München-Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet.

Quellen:

Angela Hermann: Klingenbeck, Walter (publiziert am 01.10.2025), in: nsdoku.lexikon, hrsg. vom NS-Dokumentationszentrum München, URL: https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/klingenbeck-walter-429

Katholische Kirchenstiftung St. Ludwig München: “Walter Klingenbeck”, URL: https://www.st-ludwig-muenchen.de/geschichte/walter-klingenbeck/