Wilhelm Hofheimer

Wilhelm Hofheimer
* 20.09.1882 in Ulm, deportiert am 16.10.1941
aus Prag nach Lódz (Ghetto), ermordet Chelmo am 30.09.1942

Steinsdorfstraße 13, 80538 München
Stolperstein verlegt am 02.10.2020

Biografie

Kaufmann, geboren am 20.09.1882 in Ulm, ledig, emigriert am 30.10.1936 nach Prag, CZ, deportiert am 16.10.1941 aus Prag nach Lódz (Ghetto), ermordet am 30.09.1942 in Chelmno

Eltern

David Hermann Hofheimer, Kaufmann in Ulm, Sophie, geb. Steppacher

Geschwister

Hedwig verheiratete Hirsch, geboren am 06.09.1875, in Augsburg

Adressen in München

Zugezogen am 01.06.1889 von Ulm

Steinsdorfstraße 13, Hirsch (seit 11.12.1918) (bis 06.01.1931)
Steinsdorfstraße 13, Hirsch (seit 13.08.1935) (bis 06.05.1936)
Steinsdorfstraße 13, Julier (seit 01.06.1936) (bis 01.07.1936)
Steinsdorfftraße 13  Hirsch (seit 01.07.1936) (bis 18.08.1936)
Steinsdorfftraße 13  Hirsch (seit 21.08.1936) (bis 01.10.1936)
Robert-Koch-Straße 1  Rotter (seit 01.10.1936) (bis 30.10.1936)
Abgemeldet am 30.10.1936 nach Prag

Weitere Informationen

Wilhelm Hofheimer, geboren am 20.09.1882 in Ulm, wohnte ab Dezember 1918 bei seiner Schwester Hedwig Hirsch und deren Ehemann Dr. med. vet. Karl Hirsch in der Steinsdorfstraße 13 und war dort bis September 1936 gemeldet.

Von 13.07.1933 bis 13.08.1935 war er in der Gefangenenanstalt St. Georgen bei Bayreuth inhaftiert.

Im Oktober 1936 floh er von München nach Prag, wo er in der Schwerinova 84 bei Guth gemeldet war. Von dort wurde er mit Transport Nr. 351 am 16.10.1941 nach Lodz deportiert. Von den insgesamt 1000 Personen dieser Deportation überlebten 27 die Shoah. Er lebte im Lodzer Ghetto in der Mühlgasse 13 und war im Ghetto als Direktor tätig.

Offensichtlich war er verheiratet mit Irma Hofheimer, die sich ebenfalls im Transport Da 2 von Prag nach Lodz befand und unter der gleichen Adresse im Lodzer Ghetto gemeldet war. Sie starb am 03.01.1943 im Ghetto.

Wilhelm Hofheimer wurde am 14.09.1942 nach Chelmno deportiert und ermordet.

Am 2.10.2020 wurden für Karl und Hedwig Hirsch und Hedwigs Bruder Hofheimer drei Stolpersteine in der Steinsdorfstraße 13 verlegt.

Quelle:
Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945