Wilhelm Rothschild
Wilhelm Rothschild
* 27.04.1867 in Gemmingen (bei Eppingen),
Suizid in München am 01.07.1942
Thierschstraße 26, 80538 München
Stolperstein verlegt am 13.01.2023
Biografie

Kaufmann, geboren am 27.04.1867 in Gemmingen (bei Eppingen), verheiratet, Suizid am 01.07.1942 in München (16. Tammuz 5702)
Eltern
Heinrich Rothschild
Ehepartner
Heirat am 01.08.1898 in Nürnberg mit Emma Rothschild, geb. Kraft, geboren am 30.10.1876 in Nürnberg, gestorben am 10.12.1938 in München
Kinder
Max, geboren am 09.05.1899 in München
Irma, geboren am 15.08.1902 in München
Adressen in München
Zugezogen am 09.03.1893 von Cannstatt
- Thierschstraße 26, Schlemer (seit 31.03.1912) (bis 01.01.1936)
- Herzog-Heinrich-Straße 13, Klein (seit 01.01.1936) (bis 30.09.1938)
- Kobellstraße 5, Thormann (seit 01.10.1938) (bis 29.09.1939)
- Leopoldstraße 16 (seit 14.11.1939) (bis 14.02.1940)
- Kolberger Straße 17, Binswanger (seit 14.02.1940) (bis 02.01.1941)
- Planettastraße 5, Ley (seit 02.01.1941) (bis 01.12.1941)
- Knorrstraße 148 – Barackenlager (seit 03.12.1941)
Weitere Informationen
Wilhelm Rothschild betrieb seit 01.04.1897 mit Alfred Ottenheimer die Fa. Rothschild und Oppenheimer, Neuhauser Straße 1. Er trat am 31.12.1934 aus der Firma aus und übte seither kein selbständiges Gewerbe mehr aus. Wilhelm Rothschild war vom 10.11.1938 bis 15.11.1938 in sog. “Schutzhaft” im KZ Dachau interniert.
Sohn Max, gelernter Kaufmann, wanderte 1924 nach Palästina aus. Er lebte als Landwirt in Raanah, heiratet 1927 in Jerusalem Sophie Feld. Das Ehepaar weilte von Juli bis Mitte September 1935 in München zu Besuch. Die Schwiegertochter war zuletzt von Januar bis März 1938 in München.
Tochter Irma heiratete 1922 in München den Kaufmann Bernhard Raff, das Ehepaar emigrierte im Sommer 1939 mit den beiden Kindern über England nach New York. Irma Raff starb am 04.10.1990.
Wilhelm Rothschild mußte am 28.10.1941 eine “freiwillige” Spende in Höhe von 3 000 RM zur Finanzierung des Lagers Milbertshofen leisten.
Vor der drohenden Deportation verübte Willy Rothschild Suizid.
Quellen: Biografisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 Gedenkbuch „Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945“ Arolsen Archives
